vor 5 Stunden
Zweiter Test, zweite Niederlage
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat auch ihr zweites Testspiel in der Vorbereitung auf die Heim-WM mit 62:68 verloren. Gegen Ungarn leistete sich die Mannschaft des überraschend doch anwesenden Bundestrainers Olaf Lange zwei schwache Viertel, weswegen die Hypothek am Ende zu groß war.

Die DBB-Frauen haben auch ihr zweites Testspiel in der Vorbereitung auf die in Berlin stattfindende Heim-WM verloren. In Göttingen unterlag Deutschland Ungarn mit 62:68. Beste Werferin war Alexis Peterson-Smalls mit 18 Zählern.
Nach der Niederlage gegen Spanien im ersten Testspiel schickte Bundestrainer Olaf Lange, der für viele überraschend bereits angereist war, neben Peterson-Smalls auch Britta Daub, Alina Hartmann, Lina Sontag und Luisa Geiselsöder von Anfang an auf das Parkett. Kapitänin Marie Gülich kam zunächst von der Bank aus. Zu Beginn war die Partie etwas zerfahren, bereits nach vier Minuten hatten die DBB-Frauen sich vier Ballverluste geleistet. Beim Stand von 4:9 vier Minuten vor Viertelende nahm Lange die erste Auszeit.
Wirklich besser wurde es aber gerade offensiv nicht, die Angriffe waren immer wieder Stückwerk. Nach dem ersten Viertel waren es acht DBB-Turnover bei nur 2/7 aus dem Feld, während die Ungarinnen bereits drei Dreier getroffen hatten und zweistellig mit 18:8 führten. Zunächst lief es auch in Viertel Nummer zwei nicht besser, ein Geiselsöder-Wurf von der Dreierlinie weckte die DBB-Frauen dann auf. Nach einem starken Seal der Centerspielerin, die 13 Punkte erzielte, für Alexandra Wilke und einem weiteren Dreier von Peterson-Smalls Betrug der Rückstand Mitte des Viertels nur noch vier Punkte und schrumpfte danach immer weiter.
Ungarn hatte nun ähnliche Probleme mit Turnovern wie die Deutschen in den ersten zehn Minuten, wodurch das Lange-Team immer wieder ins Tempo kommen konnte. Die erste Führung besorgte Peterson-Smalls bei weniger als einer Minute auf der Uhr, mit 25:26 ging es in die Pause.
amw
In die zweite Hälfte starteten aber die Ungarinnen um Topscorerin Viktoria Kanyasi wieder besser und konnten sich über Distanzwürfe bis auf 16 Punkte absetzen, während Deutschland gegen die Zonenverteidigung der Gäste erneut nicht in die Offense fand. Wenige Sekunden vor Viertelende verkürzte Peterson-Smalls per Floater immerhin auf 37:51. Vor Viertel Nummer vier liefen die DBB-Frauen damit aber wieder einem hohen Rückstand hinterher, verkürzten diesen aber in den ersten zwei Minuten des Schlussabschnitts auf sieben Punkte. Aus einer guten Defensive kamen die DBB-Frauen immer wieder ins Laufen, in der Phase überzeugten besonders Clara Bielefeld und Emma Eichmeyer.
Stück für Stück kam die Mannschaft dann wieder ran: Emily Bessoirs Dreier verringerte den Rückstand rund zwei Minuten vor Schluss auf zwei Punkte. Auch Wilke verkürzte nach ungarischen Scores noch einmal mit drei Freiwürfen, um die Partie doch noch zu drehen, reichte es aber nicht mehr, zu abgezockt präsentierten sich die Gäste dafür in der Crunchtime.
