vor 12 Stunden
Europameister Belgien wartet
Deutschlands Basketball-Frauen stehen erstmals im Viertelfinale einer Weltmeisterschaft! Im Qualifikationsspiel gegen Südkorea ließen die DBB-Frauen nichts anbrennen und siegten extrem deutlich mit 94:56.

Am Viertelfinale wartet nun Europameister Belgien, gegen die man bei der EM 2025 ebenfalls im Viertelfinale eine deutliche Niederlage hatte einstecken müssen (59:86). Gespielt wird am Donnerstag um 17.45 Uhr in der Uber Arena in Berlin.
Beste Scorerin der deutschen Mannschaft war diesmal Kapitänin Marie Gülich, die 14 ihrer 19 Punkte (7/9 FG) vor der Pause erzielte. Leonie Fiebich füllte mit acht Punkten, elf Rebounds, vier Assists und drei Blocks mal wieder den Boxscore, dazu scorten auch Frieda Bühner (17), Luisa Geiselsöder (12) und Nyara Sabally (10) zweistellig.
Bundestrainer Olaf Lange vertraute erneut der gleichen Starting Five, Alexis Peterson-Smalls kam also erneut von der Bank. Der Start gelang, doch nach einer 8:2-Führung war etwas Sand im Getriebe. Die Koreanerinnen waren sehr aggressiv an der Frau, bei den Deutschen lief der Ball etwas zu langsam. Gleichzeitig kamen die Gäste selten zu leichten Punkten, das ging bei Deutschland vor allem durch Bühner leichter. Die Flügelspielerin stand nach dem ersten Viertel bereits bei neun Zählern, die DBB-Frauen führten mit 23:14.

Was den Koreanerinnen aber gelang, war die Fähigkeit, freie Dreier zu erspielen - und zu treffen. Deutschland blieb dagegen zwei Minuten ohne Punkt, erst Gülich stoppte per Korbleger die Dürre (29:22). Fiebich setzte danach mit einem Block ein Zeichen, kurz darauf war wieder Gülich zur Stelle (schon 14 PTS) und besorgte wieder eine zweistellige Führung. Dabei hatten die Deutschen sieben Fahrkarten in Folge aus der Distanz geschossen, Peterson-Smalls brach nach über acht Minuten den Bann. Zur Pause stand das DBB-Team bei 3/15 von draußen, dennoch führte man mit 17 Punkten (46:29)
Südkorea fehlten auch nach der Pause Antworten in der Defense. Immer wieder lief der Ball bei den Deutschen am Perimeter, bis ein Winkel für ein Zuspiel unter den Korb gefunden wurde. Sabally glänzte hier mit einigen Zuspielen, später fiel auch endlich mal ein Dreier für Fiebich. Solche Dreier brauchte es aber gar nicht, zu dominant war Deutschland durch Gülich, Sabally und Geiselsöder unter dem Korb. Die Luft war gefühlt schon etwas raus, 68:40 stand es vor dem Schlussabschnitt.
Und es passierte auch nicht mehr viel. Deutschland punktete weiter in Korbnähe, auch wenn die letzte Intensität inzwischen weg war. Das gab dem Bundestrainer die Chance, allen Spielerinnen etwas Spielzeit zu geben. Der Vorsprung wurde deshalb nicht kleiner, weswegen die letzten Minuten eher ein Schaulaufen wurden. Am Ende stand der verdiente erste Einzug ins WM-Viertelfinale. Das war zuvor nur den DDR-Frauen im Jahr 1967 gelungen (damals Platz vier).
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