vor 15 Stunden
Japan wirft 3/27 von der Dreierlinie
Die deutschen Basketballerinnen haben sich nach der deutlichen WM-Auftaktniederlage rehabilitiert. Gegen offensiv weitgehend harmlose Japanerinnen machten die DBB-Frauen bereits kurz nach der Pause alles klar.

Das Spiel begann zunächst mit einer guten und einer schlechten personellen Nachricht: Während Nyara Sabally (18 PTS, 9 REB) erneut in der Startformation stand, fehlte Point Guard Alexis Peterson-Smalls dem DBB-Team mit einem Infekt. An ihrer Stelle begann Britta Daub, doch die ersten Akzente setzte Emma Eichmeyer. Mit einem Leger und einem Dreier brachte die Guardspielerin die Max-Schmeling-Halle erstmals auf die Beine.
Und auch ihre Mitspielerinnen stimmten sich darauf ein. Deutschland profitierte dabei in der Anfangsphase von einer taktischen Einstellung Japans: Die kleinen Gegenspielerinnen doppelten die DBB-Frauen in Korbnähe nahezu immer. Besonders Geiselsöder (5, 1/5) und Sabally machten es clever, nutzten den Vorteil aus und ließen den Ball laufen. Zum Viertelende spielte sich das Lange-Team dann in einen regelrechten Rausch: Mittels 14:0-Lauf rannten die Gastgeberinnen auf 28:11 davon.
Nach der ersten Viertelpause änderte Japan ihre Herangehensweise. Auf die Doppel wurde verzichtet, dafür ließ man Deutschland ins Eins-gegen-Eins gehen. Zu bestrafen vermochte das DBB-Team diese Änderung allerdings nicht. Stattdessen zogen die Gäste ihren Stiefel durch; ließen den Ball selbst offensiv viel laufen und attackierten den Korb mit hohem Tempo. Zu Deutschlands Glück fiel bei Japan aus der Distanz gar nichts (1/13 3PT in der ersten Halbzeit). Nach Tanakas (15 PTS, 7/15) Mitteldistanzwurf zur Pausensirene ging es mit nur noch mageren +5 Punkten Vorsprung aus deutscher Sicht in die Kabinen (34:29).
Nach dem Seitenwechsel verkürzte Tanaka dann gar auf einen Ballbesitz Rückstand (34:31). Doch auch Deutschland kam mit verbesserter Energie zurück aufs Feld und schaffte es nun besser, seine Vorteile unter dem Korb auszuspielen. Dazu zählten auch die über den gesamten Abend hinweg gesammelten elf offensiven Rebounds. Japan indes blieb weiter völlig kalt aus der Distanz und blieb auch im dritten Durchgang ohne Erfolgserlebnis von der Dreierlinie. Per wildem And-One aus der Drehung stellte die bis dato noch glücklose Leonie Fiebich (5 PTS, 9 REB, 7 AST) den höchsten Vorsprung des laufenden Spiels her (58:39).
Ein Aufbäumen Japans war im Schlussdurchgang nicht mehr zu befürchten. Bereits im ersten Ballbesitz schoss Bühner (19 PTS, 8/12) den Gästen einen weiteren Dreier um die Ohren und stellte damit auf +22. Die Messe war damit vorzeitig gelesen.
Nach zwei Spielen in zwei Tagen erhalten die DBB-Frauen morgen erstmals eine Pause während des laufenden Turniers. Weiter geht es dann am Montag gegen Mali zum Abschluss der Vorrunde. Sportlich ist Stand jetzt noch alles offen: Alle vier Teams der Gruppe A stehen nun mit genau einem Sieg und einer Niederlage da.
jos