14.03.2026
Frankreich dominiert von Beginn an
Die DBB-Frauen haben eine empfindliche Niederlage in der WM-Qualifikation hinnehmen müssen. In Lyon verlor das Team von Olaf Lange gegen stark aufspielende Französinnen erstmals unter dem neuen Trainer.

Das DBB-Team tat sich dabei schon von Beginn an schwer und kam mit der Physis der Französinnen nicht gut klar. Angeführt von den starken Forwards Janelle Salaün (10 Punkte) und Marieme Badiane (9) erarbeitete Les Bleus sich eine frühe zweistellige Führung, weil die Deutschen in der Defensive keine guten Antworten fanden und Probleme hatten, vor ihren Gegenspielerinnen zu bleiben.
Auch an den Brettern hatten sie das Nachsehen (11 zu 17) und trafen offensiv zu wenig. Frida Bühner (7) und Nyara Sabally waren die einzigen zwei Lichtblicke, der WNBA-Champion verkürzte mit einem Dreier in den Schlusssekunden der ersten Halbzeit sogar noch auf -12 zur Pause.
Danach ging es aber aus deutscher Sicht weiter in die falsche Richtung. Während Hoffnungsträgerin Leonie Fiebich offensiv oft unglücklich agierte (3/11 FG), trafen die Französinnen weiter munter ihre Würfe und führten nach einem Dreier von Leila Lacan nach drei gespielten Minuten in Halbzeit zwei sogar mit +21. Anschließend arbeiteten die DBB-Frauen sich aber in die Partie. Sie wurden an den Brettern deutlich stärker, erarbeiteten sich viele zweite Chancen und drückten den Rückstand kurz vor dem Viertelende auf -15.

Die Französinnen waren davon aber unbeeindruckt und gingen nach einem Layup von Storm-Star Gabby Williams mit einer komfortablen 19-Punkte-Führung ins Schlussviertel. Besagte Williams sorgte Anfang des Schlussviertels auch mit drei erfolgreichen Freiwürfen nach einem Foul von Alexandra Wilke beim Dreier für die höchste Führung des Abends, die gleichzeitig die Vorentscheidung war.
Gianluca Fraccalvieri
Erfolgreichste Scorerin bei den Deutschen war am Ende Alexis Peterson mit 13 Zählern, gefolgt von Bühner (11) und Nabally (10). Bei den Französinnen war Salaün mit 18 Punkten und sechs Rebounds die dominante Spielerin, gefolgt von Williams (14).
Durch die Niederlage findet sich das DBB-Team, das als Gastgeber automatisch für die WM qualifiziert ist, auf Platz zwei der Quali-Gruppe wieder, punktgleich mit Nigeria und Südkorea, die ebenfalls zwei ihrer ersten drei Spiele gewonnen haben.
In weniger als 24 Stunden steht bereits die nächste Partie gegen Kolumbien an (Sonntag um 15.30 Uhr), am Dienstag wartet dann Nigeria auf die DBB-Frauen.