vor 10 Stunden
Magic ohne verletzten Franz Wagner
Die Detroit Pistons haben ein vorzeitiges Playoff-Aus gegen die Orlando Magic abgewendet (116:109). Angeführt von einem überragenden Cade Cunningham führten die Gastgeber nahezu über die gesamte Spielzeit - und trotzen einem kongenialen Paolo Banchero.

Mit dem vorzeitigen Playoff-Aus im Hinterkopf gingen die Pistons von Beginn an physisch zu Werke und versuchten dem Gegner in der Zone ihren den Stempel aufzudrücken. Das funktionierte gut. Gleich im ersten Play des Spiels gelang dem geschundenen All-Star-Center Jalen Duren (12 PTS, 9 REB) ein And-One. Am offensiven Brett erarbeiteten sich die Gastgeber allein der ersten Hälfte zehn Rebounds. Zwölf Punkte nach zweiten Chancen standen nach nur zwölf Minuten zu Buche. Die Führung? Ebenfalls zwölf Zähler.
Im zweiten Viertel lief dann auch Starspieler Cade Cunningham (45 PTS, 13/23, 5 AST) heiß. Hier wurde der Ausfall von Franz Wagner, der sich im vorhergehenden Spiel eine Wadenverletzung zugezogen hatte, erst so richtig bemerkbar. Der Pistons-Guard kam nach Belieben an seine Spots und erzielte überragende 19 Punkte im zweiten Viertel.
Dass sich die Magic zum Kabinengang aber trotzdem weiterhin in Schlagdistanz wähnten, lag primär an Paolo Banchero (45 PTS, 9 REB, 7 AST). Nach einem schwierigen vierten Spiel zeigte der Forward diesmal die richtige Reaktion: 24 Punkte erzielte der 23-Jährige allein in der ersten Halbzeit. Dazu brachte er dringend benötigtes Playmaking. Auffällig: Auch der Dreier lief bei den Magic an diesem Abend gut (17/38). Distanztreffer von Black (19 PTS), Suggs (10 PTS) und Bane (18 PTS) verkürzten den Rückstand zur Pause auf -6 (66:60).
Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Duell der beiden Starspieler fort. Banchero eröffnete die zweite Hälfte aus der Mitteldistanz. Die Antwort von Cunningham ließ nicht lange auf sich warten. Nach zwei Dreiern von Bane und Suggs waren die Magic sogar zeitweise auf zwei Punkte dran (71:69), daraufhin vergaben sie allerdings gleich mehrere Chancen auf einen Führungswechsel. Stattdessen schoss sich Detroits Tobias Harris (23 PTS, 8 REB) nun warm.
Julius Ostendorf

Trotz erneutem zweistelligen Rückstand Orlandos war das Spiel aber noch längst nicht aus den Händen geflossen. Das hatte zwei Gründe: die Dreier und Paolo Banchero. In Kombination waren die beiden Faktoren brandgefährlich. Mit zwei weiteren Distanztreffern verkürzte der Magic-Star 70 Sekunden vor Spielende auf drei Punkte.
Das letzte Wort sollte allerdings wieder Cade Cunningham behalten. Eine halbe Zeigerumdrehung vor Schluss schickte der All-Star seinen Gegenspieler Jalen Suggs mit einem Crossover ins Leere und versenkte aus der Mitteldistanz. 114:109. Die Entscheidung.
Die Orlando Magic haben ihren ersten Matchball auf den Seriensieg damit vergeben. Die nächste Chance bietet sich bereits am Freitag - dann wieder zuhause.
