26.03.2025
Direkter Vergleich geht an Tortona
In einer engen Schlussphase mussten sich die Würzburg Baskets bei Derthona Basket mit 74:80 geschlagen geben. Da reichte auch ein abermals überragender Jhivvan Jackson mit 31 Punkten nicht.

Bei Derthona Basket hieß es "siegen oder fliegen" für Würzburg: Nach einer schwächeren Phase hatten die Baskets auf ihrer Reise in die Region Piemont mal wieder ein Erfolgserlebnis im Gepäck: Nach dem 84:80 bei Alba Berlin wollte die Truppe um Jhivvan Jackson, der in der Hauptstadt 39 Punkte aufgelegt hatte, bei Tortona ins Viertelfinale der Champions League einziehen.
In einer knappen Partie behielten hintenraus aber die Gastgeber die Oberhand, beste Werfer für Derthona Basket beim 80:74 waren der frühere Bonner und Bayreuther Kyle Weems (16 Punkte, sieben Rebounds, sechs Assists) sowie Ismael Kamagate (15 Punkte) und Paul Biligha (14). Bei den Gästen überzeugten einmal mehr Jackson mit 31 Zählern, gefolgt von Kapitän Zac Seljaas (18) und Davion Mintz (13).
Zu Beginn war auf beiden Seiten reichlich Nervosität zu spüren, entsprechend taten sich beide Mannschaften offensiv schwer. Nach fünf gespielten Minuten stand es gerade einmal 5:4. Danach kam zumindest ein wenig mehr Spielfluss auf: Nach einem Seljaas-Dreier führte Würzburg erstmals mit drei Punkten (12:15). Derthona wurde danach aggressiver, Jacksons Back-Up Mike Lewis verlor drei Bälle in Folge - und die Baskets konnten froh sein, zum Viertelende nur mit 17:18 zurückzuliegen.
Nachdem sich im zweiten Viertel zunächst die Gastgeber etwas absetzen konnten, kamen die Unterfranken nach einem Jackson-Dreier auf einen Zähler heran, ein weiterer Dreier von Seljaas im nächsten Angriff besorgte den Ausgleich Mitte des Viertels (28:28). Die beiden Leistungsträger trugen ihr Team in der Phase - und sorgten mit zusammen 23 Punkten in Halbzeit eins dafür, dass die Italiener trotz der vielen Ballverluste der Würzburger nicht meilenweit davonzogen. Auf Seiten Tortonas überzeugte besonders Kapitän Weems vor der Pause immer wieder im Post-Up gegen die kleineren Forwards der Gäste. 40:32 stand es nach zweimal zehn Minuten.
Die Gastgeber schienen sich auch nach dem Seitenwechsel weiter abzusetzen, einer hatte aber was dagegen: Jackson sorgte mit schwierigen Würfen und gelungenen Einzelaktionen dafür, dass Würzburg im Spiel blieb - 24 Zähler hatte er Mitte des dritten Viertels auf dem Konto, der Spielstand: 50:50. Ohne ihren besten Spieler taten sich die Baskets aber erneut schwer, mit einem 10:0-Lauf zog Derthona kurz vor Viertelende wieder davon.
amw
Mit 65:56 ging es in die letzten zehn Minuten. Viel näher kamen die Würzburger zunächst aber nicht ran, es fehlte wie zu Spielbeginn an Rhythmus in der Offensive. Gleiches galt zum Glück für die Mannschaft von Sasa Filipovski aber auch für die Gastgeber. Acht Punkte lag man dementsprechend fünf Minuten vor Spielende hinten.
Die Baskets gaben aber trotz danach zunächst wachsendem Rückstand nicht auf, Seljaas brachte die Gäste noch einmal auf 70:76 heran. Jackson und Mintz verkürzten aber weiter, rund eine Minute vor Schluss führte Tortona nur noch mit zwei Zählern. Zwei Weems-Freiwürfe, ein Würzburger Fußspiel in der Offensive und ein Tip-In von Biligha später war der Viertelfinaltraum der Baskets aber ausgeträumt. 80:74 endete die Partie, der direkte Vergleich geht damit an die Italiener, wodurch diese Platz zwei in der Gruppe und damit die letzten Acht erreichen.
Die Würzburger sind damit in dieser Saison nur noch in der BBL gefordert, dort geht es am Samstag gegen den Meister aus München weiter (20 Uhr, live bei Dyn).