20.04.2025
Jokic verpasst knapp ein Triple-Double
Die Denver Nuggets haben Spiel 1 gegen die L.A. Clippers für sich entschieden. In einem hart umkämpften Spiel setzte sich der Champion von 2023 mit 112:110 nach Verlängerung durch.

Für die Nuggets war mal wieder Nikola Jokic der überragende Akteur, auch wenn der Serbe mit 29 Punkten (12/14 FG), neun Rebounds und zwölf Assists ein Triple-Double knapp verpasste. Co-Star Jamal Murray (21, 7/20, 9 Rebounds, 7 Assists) taute nach der Pause etwas auf. Stark war auch Aaron Gordon (25), bei Russell Westbrook (15, 5/17, 8 Rebounds) wechselten sich mal wieder Licht und Schatten ab. Für die Clippers, die mit bis zu 15 Punkten führten, war das Trio aus James Harden (32, 11 Assists), Kawhi Leonard (22, 9/15) und Ivica Zubac (21, 13 Boards) mal wieder tonangebend.
Die Clippers kamen mit einem guten Gameplan nach Denver, Jokic wurde von Harden immer wieder gesucht. Der Spielmacher der Clippers war im ersten Viertel der überragende Mann und verwandelte zum Ende des Abschnitts zwei Dreier, um einen 10:0-Lauf der Nuggets zu stoppen. Harden stand hier bereits bei 15 Punkten (er spielte lange mit zwei Fouls), die Clippers waren mit 35:27 vorne.
Als Harden dann seine Pause bekam, übernahm Leonard, der nun zwölf Zähler im Abschnitt verbuchte. Der Vorsprung wuchs wieder auf 15 Punkte an, bevor Jokic seine erste gute Phase hatte. Die Clippers hatten nun zu viele leichte Ballverluste, dazu holte sich Harden ein weiteres Foul ab. Aber auch Jokic kassierte kurz vor dem Wechsel Foul Nummer drei, dennoch beendeten die Nuggets das Viertel mit einem 13:2-Lauf und verkürzten so auf 49:53.
Ein Problem der Gastgeber war aber, dass Murray kaum in Aktion trat, auch Michael Porter Jr. blieb über weite Strecken unsichtbar. Für Murray sprach zumindest die Chemie mit Jokic und mit einem And-1 sowie einem Fastbreak-Layup holte er sich etwas Selbstvertrauen. Für die Führung reichte das aber nicht, auch weil Jokic einige leichte Leger überraschend vergab. Dennoch lief jetzt alles für den Serben, Denver lag vor dem Schlussviertel nur noch mit 72:75 hinten.
Jokic ging nun auf die Bank und das war ein Problem, sodass der Serbe nicht einmal drei Minuten pausierte. Die Nuggets waren schnell im Bonus, Murray glich die Partie nach einer Ewigkeit mal wieder aus. Jedoch nur kurz: Ein Dreier von Nicolas Batum, ein Technical gegen Jokic sowie Punkte im Fastbreak verschafften L.A. schnell wieder ein Polster. Das war ratzfatz wieder Geschichte, es entwickelte sich ein hochklassiger Schlagabtausch in der Schlussphase.
rar

Denver ließ nun zahlreiche Chancen liegen, griff sich aber auch viele Offensiv-Rebounds. Zubac brachte die Clippers wieder in Front, doch die Gäste ließen die Tür durch einen unnötigen Ballverlust von Leonard offen. Stattdessen war es ausgerechnet Russell Westbrook, der mit einem Dreier aus der Ecke auf 98:96 bei noch 23 Sekunden auf der Uhr stellte. Die Führung hielt aber nur fünf Sekunden, weil Harden überraschend schnell attackierte und einen Floater traf. Westbrook verdaddelte am Ende noch den Ball, es ging in die Verlängerung.
Und auch dort schenkten sich beide Teams nicht, die Clippers verhinderten zwar Abschlüsse von Jokic, doch der fand die freien Mitspieler. Christian Braun konnte eine Minute vor Schluss schließlich einen nutzen (108:104). Durch einen Dreier von Harden blieb zwar alles offen, doch Gordon blieb von der Freiwurflinie cool und Westbrook forcierte nach einem Einwurf den spielentscheidenden Turnover der Gäste.