07.05.2025
Historischer Auswärtssieg für Indiana
Die Indiana Pacers gewinnen auch Spiel 2 der Eastern Conference Semifinals in Cleveland, und wieder war es Tyrese Haliburton, der in der Crunchtime über sich hinauswuchs. Sein Dreier 1,1 Sekunden vor Schluss sicherte den 120:119-Sieg und eine 2:0-Führung in der Serie gegen verletzungsgeplagte Cavaliers.

Cleveland startete energisch in die Partie und nutzte die Heimkulisse, um den Ton anzugeben. Angeführt von einem entfesselten Donovan Mitchell, der am Ende 48 Punkte (5 Rebounds, 9 Assists) erzielte, setzten sich die Cavs frühzeitig ab. Im dritten Viertel wuchs die Führung nach einem starken Lauf auf bis zu 20 Punkte an, auch weil Max Strus und Jarrett Allen immer wieder punkteten und die Defensive der Pacers vor große Probleme stellten.
Doch die Pacers ließen sich nicht abschütteln. Vor allem in der Schlussphase des dritten Viertels startete Indiana eine Aufholjagd und verkürzte mit einem 17:6-Lauf. Auch wenn Cleveland durch einen Dreier von Strus bei noch gut einer Minute auf der Uhr wieder auf 117:110 stellte, blieben die Gäste dran und nutzten jede kleine Nachlässigkeit der Gastgeber.
Was folgte, war ein wilder Schlussspurt. Indiana erzielte die letzten acht Punkte der Partie in weniger als 48 Sekunden, darunter ein verwandelter Freiwurf von Haliburton, ein vergebener zweiter Versuch, den er sich selbst sicherte, und schließlich der Game-Winner von der Dreierlinie. Der Guard erzielte elf seiner insgesamt 19 Punkte (9 Rebounds, 4 Assists) im letzten Viertel und war erneut der entscheidende Mann in der Crunchtime.
Neben Haliburton überzeugten auch andere Akteure der Pacers. Myles Turner dominierte mit 23 Punkten, acht Rebounds und fünf Blocks, Aaron Nesmith traf fünf seiner acht Dreier und kam ebenfalls auf 23 Zähler. Auch Bennedict Mathurin brachte Energie von der Bank, während Andrew Nembhard mit einem Double-Double (13 Punkte, 13 Assists) und sieben Rebounds glänzte, trotz acht Turnovers.
Cleveland musste erneut ohne die verletzten Darius Garland, Evan Mobley und De’Andre Hunter antreten. Trotz des personellen Aderlasses bot das Team über weite Strecken eine starke Leistung, verlor aber zum zweiten Mal in Folge in eigener Halle. Neben Mitchell überzeugten vor allem Allen mit 22 Punkten und 12 Rebounds sowie Strus, der 23 Punkte und neun Rebounds auflegte. Doch am Ende fehlte es an Kaltschnäuzigkeit und vielleicht auch an Kraft.
Lukas Hetterich
Mit dem zweiten Auswärtssieg in Folge sicherten sich die Pacers eine komfortable 2:0-Serienführung. Es ist das erste Mal seit 1994, dass Indiana die ersten beiden Spiele einer Playoffserie in der Fremde gewinnt.