vor 1 Tag
Taylor-Debüt bei Science City missglückt
Die Niners Chemnitz haben im Kampf um die Playoffs einen umkämpften wie wichtigen Sieg gefeiert. Im Ost-Derby gegen Jena ließ das Spektakel lange auf sich warten - kam in den Schlusssekunden aber umso stärker zur Geltung.

Lediglich eine gemeinsame Trainingseinheit hatte Jenas neuer Trainer Mike Taylor mit seinem neuen Team absolviert, nachdem er erst am Freitag bei den Thüringern angekommen war. Anstelle umfangreicher taktischer Vorgaben sollte seine abstiegsbedrohte Mannschaft über den Kampf kommen.
Das misslang in den ersten Minuten allerdings auf ganzer Linie. Offensiv war nur Joe Wieskamp auf der Höhe, der acht der ersten neun Jenaer Punkte erzielte. Das Problem: Chemnitz war zu diesem Zeitpunkt bereits zweistellig enteilt. Nach weniger als sieben Spielminuten erhöhte Kevin Yebo an der Linie auf +18 (24:6).
Erst gegen Viertelende sollten die Gäste aufwachen. Iroegbu verkürzte zunächst per Dreier und brachte Jena dann sogar wieder in einstelligen Bereich. So ging es auch nach der ersten Viertelpause weiter. Science City drückte, während sich bei Chemnitz nun die Fehler häuften. Zur Mitte des Durchgangs kam Jena auf -4 heran. Ein 16:6-Lauf bis zur Halbzeit erstickte die Comeback-Hoffnungen aber erstmal.
Wohlgemerkt erstmal. Nach dem Seitenwechsel ging bei Chemnitz jetzt offensiv kaum noch etwas. Den dritten Abschnitt verloren die Sachsen mit 8:22, wurden nach vergebenen Korbversuchen auch immer wieder im Umschaltspiel eiskalt bestraft.
Im Schlussviertel - das Spiel jetzt wieder auf Augenhöhe - ging es zäh zu. Jena blieb in den ersten knapp sieben Minuten ganz ohne Punkte. Erst in den Schlussminuten brachte ein Run die Thüringer wieder in Front. Nach längerer Durststrecke wurde es dann nochmal dramatisch.
Erst drehte Minchev das Spiel aus der Distanz (71:70) und Yebo erhöhte nach defensivem Kollaps der Gäste auf +3. Acht Sekunden vor Schluss traf - wer könnte es anders sein - Wieskamp einen Dreier zum Ausgleich. Den finalen Akt des Spiels besorgte allerdings Corey Davis, der einen wilden Dreier aus dem Dribbling mit der Sirene verwandelte - die Entscheidung.
Während Jena die fünfte Niederlage in Folge einstecken muss und sich der Abstiegskampf weiter aufheizt, feiern die Niners einen wichtigen Erfolg im Rennen um die Playoffs. Mit dem nun zweiten Sieg in Folge sitzt man dem aktuellen Zehntplatzierten RASTA Vechta wieder dicht im Nacken.
jos