07.02.2026
Duell der Kellerkinder
Die Brooklyn Nets haben im Heimspiel gegen die Washington Wizards ein Ausrufezeichen gesetzt und sich mit 127:113 durchgesetzt. Brooklyn verschaffte sich mit einer dominanten ersten Halbzeit den wichtigen Vorteil. Ex-Ulmer Ben Saraf spielte dabei eine besondere Rolle.

Die Partie war bereits nach 24 Minuten praktisch entschieden. Brooklyn spielte die wohl besten zwei Viertel der gesamten Saison und ging mit einer 80:47-Führung in die Kabine. Besonders das erste Viertel geriet aus Wizards-Sicht zum Albtraum: Die Nets erzielten 46 Punkte, der höchste Viertel-Wert des Teams in dieser Saison. Aggressive Defense zwang Washington zu 12 Turnovern allein in der ersten Hälfte, aus denen Brooklyn 18 Punkte generierte. Dazu kamen eine klare Überlegenheit am Brett und 21 Assists bis zur Pause.
Day'Ron Sharpe überzeugte mit 19 Punkten, neun Rebounds, vier Assists und zwei Steals und nutzte seine Physis konsequent aus. Auch Rookie Danny Wolf lieferte von der Bank ab und steuerte 16 Punkte, sieben Rebounds und sechs Assists bei. Zusammen mit Starter Nic Claxton präsentierte sich Brooklyns Center-Rotation tief, variabel und überraschend effizient.
Ein besonderer Lichtblick war Ben Saraf, der bislang eher im Schatten der anderen Brooklyn-Rookies stand. Der Guard erhielt 24 Minuten Einsatzzeit und zahlte das Vertrauen mit 10 Punkten, vier Rebounds, vier Assists und zwei Steals zurück. Vor allem defensiv machte Saraf mit seiner Länge und Aktivität Probleme, offensiv setzte er Mitspieler immer wieder klug in Szene. Der Israeli war in der vergangenen Saison noch einer der prägenden Akteure von ratiopharm Ulm im BBL-Finale.
Mit dem überzeugenden Auftritt unterstrichen die Nets ihr Entwicklungspotenzial und verbesserten gleichzeitig ihre Ausgangslage im Draft-Rennen. Für Washington blieb nach der frühen Hypothek nur noch Schadensbegrenzung.
kon