vor 13 Stunden
Spiel schon zur Pause gelaufen
Die Fitness First Würzburg Baskets haben am 7. BBL-Spieltag einen deutlichen 96:72-Auswärtssieg bei den Basketball Löwen Braunschweig gefeiert. Schon zur Pause führten die Franken mit 58:30. Sam Griffin und Brandon Tischler legten den Grundstein.

Dabei hatten die Löwen vor 3.004 Zuschauern in der Volkswagen Halle den besseren Start erwischt. Zaba Bangala eröffnete die Partie, Devin Askew (12 PTS, 4/4 FT) traf in der dritten Minute per Dreier zum 7:4 - es blieb die höchste Braunschweiger Führung des Abends. Danach zog Würzburg mit einem 16:0-Lauf bis zum 7:20 davon, an dem Sam Griffin (19 PTS, 5/8 Dreier), Calvin Wishart (12 PTS, 6 AST) und Max Jones (16 PTS, 4/4 Zweier) gleichermaßen beteiligt waren. Selbst ein unsportliches Foul von Marvin Ogunsipe brachte den Hausherren nur einen Punkt, erst Askews Dreier eine Sekunde vor der Sirene verkürzte auf 19:29.
Im zweiten Viertel stellten die Franken endgültig die Weichen. Jones und Wishart eröffneten mit zwei Dreiern zum 19:35, und nach zwei Freiwürfen von De'Jour Reaves blieben die Löwen mehr als fünf Minuten ohne Punkt. In dieser Phase gelang Würzburg ein weiterer 17:0-Lauf zum 23:52, allein acht Zähler steuerte Brandon Tischler (12 PTS, 6/8 FG) bei, der im zweiten Abschnitt insgesamt zehn Punkte sammelte. Braunschweig kam im gesamten Viertel nur auf elf Zähler, zur Pause stand es 30:58.
Wer nach dem Seitenwechsel auf eine Aufholjagd gehofft hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Griffin versenkte binnen nicht einmal zwei Minuten drei Dreier. Beim 34:67 lagen die Gäste mit 33 Punkten vorn. Erst danach fanden die Löwen besser in die Partie: Mit einem 11:2-Lauf, zu dem Tajh Green (13 PTS, 5 REB, 4 BLK) und Gian Aydinoglu je vier Punkte beisteuerten, verkürzten sie auf 47:71. Kurz vor Viertelende kassierte Lukas Herzog ein technisches Foul, Jones stellte mit der Sirene den 52:79-Zwischenstand her.
Das letzte Viertel ging ebenfalls mit 20:17 an Braunschweig, am Ausgang änderte das allerdings nichts mehr. Herzog traf früh per Dreier zum 53:84, Leo Saffer (6 PTS, 3/3 FG) war im Schlussabschnitt dreimal erfolgreich. Auf Braunschweiger Seite sorgten Sheldon Edwards mit fünf schnellen Punkten und Ferdinand Zylka (11 PTS, 3 STL) für etwas Ergebniskosmetik. Zylka erzielte allein sieben seiner Zähler im vierten Viertel. Den Schlusspunkt zum 72:96 setzte Green 13 Sekunden vor dem Ende mit einem Dreier.
Den Unterschied machten neben der Treffsicherheit (55 zu 46 Prozent aus dem Feld) vor allem die Ballverluste: 25 Turnover leisteten sich die Löwen, Würzburg nur 17. Von der Dreierlinie trafen die Gastgeber nur fünf ihrer 21 Versuche, die Gäste zehn von 29. Auch die Bank der Franken war klar überlegen und kam auf 51 Punkte, die Braunschweiger Reservisten auf 30.
Würzburg feierte den dritten Ligasieg in Folge und gehört mit fünf Siegen aus sieben Partien zur Spitzengruppe - eine Momentaufnahme, da am Samstagabend noch in Chemnitz und Ulm gespielt wurde. Braunschweig kassierte nach dem 3:0-Start die vierte Niederlage in Serie und rutscht mit 3:4 Siegen ins Tabellenmittelfeld ab. Für die Löwen geht es schon am Dienstag (3. November, 20 Uhr) im Nachholspiel beim FC Bayern München weiter, am Samstag (7. November, 20 Uhr) gastieren sie in Bonn. Die Würzburger empfangen am Montag (2. November, 19 Uhr) im FIBA Europe Cup Tartu Ülikool Maks & Moorits, ehe am Sonntag (8. November, 18 Uhr) der FC Bayern in die tectake Arena kommt.
jos