vor 18 Stunden
Tatum und Brown überragen
Die Boston Celtics setzten zum Start der Serie ein klares Zeichen. Gegen ersatzgeschwächte Sixers ohne Joel Embiid dominierte der Favorit von Beginn an und ließ beim 123:91-Sieg keinerlei Zweifel aufkommen.

Die Boston Celtics machten von Beginn an deutlich, wer diese Partie kontrollieren würde. Mit aggressiver Verteidigung und hohem Tempo setzten sie die Philadelphia 76ers früh unter Druck und erspielten sich schnell eine zweistellige Führung. Ein 9:0-Lauf brachte Boston bereits im ersten Viertel deutlich in Front, während die Sixers offensiv kaum Lösungen fanden.
Jayson Tatum übernahm früh Verantwortung, spielte den kompletten ersten Abschnitt durch und lieferte stark ab (10 Punkte, 7 Rebounds und 4 Assists). Die Sixers hatten große Probleme aus der Distanz (1 von 9) und fanden kaum in einen Rhythmus.
Im zweiten Viertel setzte sich das Bild fort. Boston agierte wie ein eingespieltes Top-Team, bewegte den Ball flüssig und nutzte die Schwächen der Gäste konsequent aus. Der Vorsprung wuchs zwischenzeitlich auf über 20 Punkte an, während die Sixers immer mehr den Zugriff verloren. Ohne Joel Embiid fehlte Philadelphia vor allem physische Präsenz am Brett sowie ein klarer Fixpunkt. Tyrese Maxey wurde intensiv verteidigt, und auch Paul George konnte das Offensivspiel nicht stabilisieren.

Nach der Halbzeitpause zeigte Philadelphia zwar kurzzeitig eine Reaktion und verkürzte den Rückstand (-15), doch Boston ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Zwei schnelle Dreier und ein anschließender 10:0-Lauf stellten die alte Ordnung schnell wieder her. In dieser Phase übernahm Jaylen Brown das Kommando und sorgte mit einer starken Offensivleistung (16 Punkte im dritten Viertel) dafür, dass der Abstand weiter anwuchs. Die Celtics wirkten in allen Bereichen frischer, strukturierter und deutlich variabler.
Lukas Hetterich
Im letzten Viertel war die Partie früh entschieden. Boston spielte die Führung souverän herunter und baute sie zwischenzeitlich auf rund 30 Punkte aus. Die Gastgeber überzeugten mit mannschaftlicher Geschlossenheit, während bei Philadelphia weiterhin die nötige Durchschlagskraft fehlte. Vor allem die schwache Trefferquote von außen machte es den Sixers unmöglich, noch einmal zurück ins Spiel zu finden.
Mit diesem deutlichen Sieg setzen die Celtics ein klares Zeichen zum Start der Serie und unterstreichen ihre Favoritenrolle. Philadelphia steht hingegen vor der Herausforderung, schnell Lösungen zu finden, vor allem offensiv und ohne die Präsenz von Embiid.