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    Euroleague

    Euroleague 2026/27, 6. Spieltag
    Besiktas JK
    ISTBesiktasBesiktas JK
    95
    :
    87
    26:17 / 27:18 / 16:23 / 26:29
    Bayern München
    MÜNBayernBayern München

    vor 1 Stunden

    Gavel verzichtet 15 Minuten lang auf Wechsel

    Nach -28 in Istanbul: Bayern verpassen historisches Comeback

    Die Basketballer vom FC Bayern haben bei Besiktas Istanbul ihre vierte Niederlage der laufenden EuroLeague-Saison kassiert. Die Münchner spielten eine schwache erste Hälfte und gerieten anschließend mit bis zu 28 Punkten in Rückstand, ehe dem Gavel-Team mit derselben Aufstellung fast das höchste Comeback der EL-Geschichte gelang.

    Oscar da Silva
    Oscar da Silva war mit 14 Punkten und 100 Prozent Trefferquote der Motor für die bayerische Aufholjagd. IMAGO/ZUMA Press

    Nur zwei Tage nach ihrem Sieg über Anadolu Efes waren die Bayern am Freitagabend erneut im "Basketball Development Center" von Istanbul gefordert, wo auch EuroLeague-Neuling Besiktas seine Heimspiele austrägt.

    Die Türken gingen zwar mit einer deftigen Niederlage im Rücken (82:100 vs. Hapoel) in die Partie, schienen deshalb aber keineswegs an Selbstvertrauen eingebüßt zu haben. Angeführt von einem überragenden Jaylen Nowell (21, 5/10) bewiesen die Hausherren außerordentliche Treffsicherheit von der Dreierlinie: acht der ersten zwölf Versuche landeten im Netz, davon bereits sechs im ersten Viertel.

    In Ringnähe machten es die Bayern defensiv zwar besser, fanden insbesondere in Abwesenheit von Center Austin Wiley (8 PTS, 7 REB) allerdings keine guten Antworten auf die gegnerischen Big Men. Ex-NBA-Spieler Ante Zizic (13 PTS, 5 REB) kam nach zehn Minuten auf sieben Punkte, der ehemalige Münchner Wenyen Gabriel erzielte vier Punkte und vier Rebounds (zwei offensiv) in seinen lediglich sechs Minuten der ersten Halbzeit.

    Offensiv fanden die Bayern dagegen lange überhaupt keinen Rhythmus. Dafür mitverantwortlich waren die neun Ballverluste bis zum Kabinengang. Dazu strahlte das Team von Trainer Anton Gavel nahezu keine Gefahr von Downtown aus (2/8). Ugurlus Dreier stellte nicht nur die höchste Istanbuler Führung dar, sondern auch den Schlusspunkt der ersten zwanzig Minuten (53:35).

    Austin Wiley
    Austin Wiley (l.) hatte im Duell mit Besiktas Ante Zizic (r.) alle Hände voll zu tun. IMAGO/ZUMA Press

    Furiose Bayern-Aufholjagd: Von -28 zum Ausgleich

    Nach dem Seitenwechsel machte Besiktas erstmal da weiter, wo es zuvor aufgehört hatte. Zizic trieb unter dem Korb weiter sein Unwesen. Als Anthony Brown (8 PTS, 4 AST) zur Viertelmitte einen Dreier traf, war die bis dato höchste Führung hergestellt (67:39). Doch die Münchner gaben sich nicht geschlagen. Mit der Einwechslung des umtriebigen Oscar da Silva (14 PTS, 7/7) kämpften sich die Bayern über angezogene Defensive ins Spiel, auch die Ballverluste bekam das Gavel-Team abgestellt.

    Auf den ausbleibenden Dreier stellte man sich ebenfalls irgendwann ein, indem man aufhörte, es zu versuchen. Stattdessen forcierte man jetzt zunehmend Abschlüsse in Ringnähe. Plötzlich fand auch Johannes Thiemann (10 PTS, 4 REB, 3 AST) ins Spiel, der erst einen seltenen Distanzschuss versenkte und dann mit ablaufender Vierteluhr auf -11 stellte.

    Gavel wechselt einfach nicht mehr

    Im Schlussdurchgang ging die Aufholjagd nahtlos weiter - wohlgemerkt, auch, weil Gavel einfach nicht mehr wechselte. Dieselbe Fünf um Baldwin, Jessup, Lucic, da Silva und Thiemann kam Mitte des dritten Durchgangs aufs Feld und blieb dort bis zum Spielende! Heißt: Für Obst (5 PTS, 1/5), Beauchamp (4 PTS, 2/6), Washington (5 PTS, 1/4) und Co. war der Abend damit bereits beendet. Doch der Plan ging auf: Sechs Minuten vor Schluss gelang Lucic aus der Not heraus ein tiefer Dreier, plus Foul, zum Ausgleich (75:75).

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    Doch die Schlussphase gehörte letztlich wieder Besiktas. Dreipunktspiele von Wilbekin (20 PTS, 5 AST) und Nowell sowie ein Morgan-Dreier verschafften dem nervösen Gastgeber wieder etwas Luft. Ersterer sorgte letztlich auch für die Entscheidung: Zwei Minuten vor Schluss drückte er Thiemann einen tiefen Dreier ins Gesicht (90:82), von dem sich die Münchner nicht mehr erholen würden.

    Die Bayern fahren damit ihre vierte Niederlage im sechsten EuroLeague-Spiel ein und ordnen sich damit auf Platz 14 der Tabelle ein. Zeit zum Durchschnaufen bleibt allerdings nicht: Bereits in zwei Tagen ist der Vizemeister im BBL-Pokal bei den Towers in Hamburg gefordert. Es ist das vierte Spiel binnen neun Tagen.

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    jos