vor 4 Stunden
Berliner verspielen fast klare Führung
ALBA BERLIN hat in Spiel zwei der Viertelfinalserie gegen RASTA Vechta die passende Reaktion gezeigt. Nach der bitteren Auftaktniederlage präsentierten sich die Berliner deutlich energischer, kontrollierten die Partie über weite Strecken - mussten am Ende aber noch einmal zittern.

Pedro Calles hatte nach Spiel eins vor allem die fehlende Intensität kritisiert - und genau die brachten die Berliner diesmal von Beginn an aufs Parkett. Vor allem Jonas Mattisseck setzte defensiv früh Akzente und traf zusätzlich einen wichtigen Transition-Dreier zur frühen 10:5-Führung. Dennoch blieb die Partie zunächst offen, weil Vechta erneut brandheiß von außen startete. Besonders Tevin Brown knüpfte direkt an seine starke Leistung aus Spiel eins an und erzielte bereits im ersten Viertel 14 Punkte.
Während Alba offensiv phasenweise gute Aktionen zeigte - darunter ein spektakulärer Assist von Jack Kayil über das Brett auf Norris Agbakoko - machten sich die Berliner das Leben häufig selbst schwer. Bereits zur Halbzeit standen zwölf Turnover auf dem Statistikbogen, am Ende waren es 19. Trotzdem führte Alba mit 42:38, weil Vechta offensiv fast ausschließlich vom Dreier lebte und in der ersten Hälfte nur vier seiner 19 Zweipunktwürfe traf.

sgm
Nach der Pause fanden die Berliner dann endgültig ihren Rhythmus. Martin Hermannsson servierte im Fastbreak einen Traumpass auf Agbakoko, der per Monster-Dunk abschloss und die Halle explodieren ließ. Alba kontrollierte die Partie nun deutlich besser, verteidigte aggressiver und ließ im zweiten sowie dritten Viertel zusammen nur 30 Punkte zu. Zwischenzeitlich wuchs die Führung auf 68:51 an, während Vechta offensiv immer wieder an der Berliner Defense hängen blieb.
Ganz erledigt war die Partie allerdings noch nicht. Vechta kämpfte sich im Schlussviertel noch einmal zurück und verkürzte drei Minuten vor Schluss auf 81:77. Vor allem TJ Bamba und Tommy Kuhse sorgten dafür, dass Alba plötzlich wieder unter Druck geriet. Nach einem schnellen Dunk von Bamba bei 30 Sekunden stand es nur noch 85:83, ehe Justin Bean nach starkem Assist von Hermannsson den entscheidenden Dreier zum 88:83 traf.
Am Ende rettete Alba den 90:85-Erfolg über die Zeit und glich die Serie zum 1:1 aus. Besonders wichtig dürfte der Sieg auch für Pedro Calles gewesen sein: Der Spanier gewann damit erstmals nach zuvor 16 Playoff-Niederlagen in Folge wieder ein Postseason-Spiel.