vor 9 Stunden
Berlin defensiv ohne Antworten
Rasta Vechta klaut direkt Spiel eins der Viertelfinalserie bei Alba Berlin und gewinnt in der Hauptstadt verdient mit 103:89. Besonders offensiv präsentierte sich Vechta brandheiß - und stellte Alba damit vor massive Probleme.

Die Partie begann genau so wild und mutig, wie es viele vor der Serie erwartet hatten. Beide Teams suchten früh schnelle Abschlüsse, das Tempo war hoch. Trotzdem kontrollierte Vechta früh das Spiel. Nach einem schwierigen Dreier von Tevin Brown führten die Gäste Mitte des ersten Viertels bereits 20:12 und nahmen eine 25:21-Führung mit in die erste Pause.
Auch danach blieb Vechta das klar bessere Team. Die Berliner fanden defensiv kaum Zugriff auf die aggressive Offense der Gäste, während Rasta weiter hochprozentig traf. Nach einem toughen Layup von Malik Parsons zog Vechta zwischenzeitlich auf 37:26 davon. Zur Halbzeit stand bereits ein deutliches 50:37 auf der Anzeigetafel. Alba hielt offensiv vor allem über Moses Wood dagegen, der bis zur Pause zwölf Punkte erzielte und zusätzlich mit einem Monster-Block für eines der Highlights des Spiels sorgte. Bei Vechta führten dagegen Brown und Tommy Kuhse die Offensive an.
Besonders beeindruckend war dabei die Energie der Gäste. Vor allem Luc van Slooten machte ein enormes Spiel und war überall auf dem Feld zu finden. Der Forward kämpfte um jeden Ball, sicherte wichtige Offensivrebounds, verteidigte aggressiv und machte zahlreiche kleine Dinge richtig. Sein Plus-Minus-Wert von plus 12 war am Ende der ersten Halbzeit der beste Wert beider Teams.

Sam Müller
Im dritten Viertel drohte das Spiel dann komplett zu kippen. Alba lag zwischenzeitlich bereits mit 51:69 zurück, während Vechta offensiv kaum zu stoppen war. Vor allem Brown lief nun komplett heiß und hatte bereits früh im Schlussviertel fünf Dreier verwandelt. Die Berliner fanden defensiv keinerlei Antworten auf die starke Shotmaking-Qualität der Gäste, die insgesamt 50 Prozent ihrer Dreier trafen.
Zwar versuchte Alba im Schlussviertel noch einmal zurückzukommen, doch wirklich gefährlich wurde es nicht mehr. Dafür war Vechta offensiv zu konstant und defensiv zu aktiv. Gleich 14 Steals zwangen die Berliner immer wieder zu Fehlern und sorgten regelmäßig für einfache Punkte. Brown führte die Gäste am Ende mit 30 Punkten an, während Martin Hermannsson mit 17 Punkten und elf Assists sowie Wood mit 20 Zählern die besten Berliner waren.
