25.05.2025
Monaco unterliegt bei Final-Premiere
Daniel Theis hat mit der AS Monaco den Sieg in der EuroLeague verpasst. Im Finale des Final Four in Abu Dhabi unterlag der deutsche Nationalspieler mit den Monegassen gegen Fenerbahce mit 70:81.

Für die Türken ist es nach 2017 der zweite Triumph in der EuroLeague, im Halbfinale hatte das Team von Head Coach Sarunas Jasikevicius Titelverteidiger Panathinaikos Athen überzeugend geschlagen. Dank überragender Verteidigungsarbeit gelang in den Vereinigten Arabischen Emiraten nun der ganz große Wurf.
Monaco verpasste dagegen bei seiner ersten Final-Teilnahme den Titel, obwohl sich Daniel Theis im Vergleich zum Halbfinale deutlich verbessert zeigte. Der DBB-Center legte in 27 Minuten zwölf Punkte (5/7 FG) und acht Rebounds auf, zweistellig punkteten ansonsten noch Alpha Diallo (19 Punkte), Mike James (17, 6/19 FG) und Matthew Strazel (13). Fenerbahce präsentierte sich als das tiefere Team mit mehr Optionen im Angriff und fast keinen Schwachstellen in der Verteidigung.
Die besten Scorer für Fenerbahce waren Nigel Hayes-Davis (22, 4/13 FG, 14/14 FT) und Marko Guduric (19, 7/10), wobei vor allem der Serbe im vierten Viertel die Big Plays machte und mehrere Dreier für die ausgestreckten Arme von Theis versenkte. Zum MVP des Final Fours wurde dennoch Hayes-Davis gewählt.
Von der ersten Sekunde war das Finale hart umkämpft. Monaco fand nach ein paar Minuten seinen Rhythmus und verwandelte die ersten vier Dreier am Stück. Bei Fener scorte vor allem Hayes-Davis, während Theis zunächst kaum am Spiel teilnahm. Sein Backup Mam Jaiteh war deutlich auffälliger, der Big holte sich zahlreiche Offensiv-Rebounds, die Monegassen führten nach den ersten zehn Minuten mit 20:18.

rar
Aber: Monaco erzielte in über fünf Minuten gerade einmal zwei Zähler, erst ein Dreier von Theis brachte etwas Offense, nach Fener kurzzeitig mal die Führung übernommen hatte. Dennoch dominierten weiterhin beide Verteidigungen, beide Teams warfen unter 40 Prozent aus dem Feld. Immer wieder hatten die Mannschaften Dürren. Vor der Pause war das Monaco, stattdessen brachte der Ex-Bamberger Devon Hall Fenerbahce per And-1 die 35:33-Halbzeitführung.
Als Guduric nach dem Wechsel einen ansatzlosen Dreier versenkte, war es viertelübergreifend ein 15:1-Lauf der Türken, erst Theis beendete per And-1 die Misere. Leichte Punkte waren das nicht, die gab es aber für niemanden. Die Türken kamen zumindest durch Wade Baldwin und Guduric etwas leichter zum Korb, weswegen Fenerbahce auch vor dem Schlussabschnitt noch knapp vorne war (54:51).
James fand für Monaco kaum noch statt, die Mannschaft von Vassilis Spanoulis biss sich die Zähne aus. Freiwürfe von Errick McCollum brachten die erste zweistellige Führung (62:51), ein kurzer Run der Monegassen war jedoch nur ein Strohfeuer. Sowohl Guduric als auch Hall versenkten Dreier über die Arme von Theis. Ein unsportliches Foul von Baldwin weckte Monaco und vor allem Strazel noch einmal auf (69:64), doch wieder stellte sich Guduric Theis zurecht und verwandelte gut eine Minute vor Schluss den vorentscheidenden Dreier. Auf den Tribünen wurde gefeiert, wenig später konnten es auch die Spieler auf dem Feld.