08.04.2026
Berlin gelang 16-Punkte-Comeback in fünf Minuten
Die Champions-League-Reise von Alba Berlin endet im Viertelfinale. Gegen Titelverteidiger Unicaja Malaga musste sich der Bundesligist nach Verlängerung dramatisch geschlagen geben. Noch zuvor war im vierten Durchgang ein furioses Comeback, angeführt von Jack Kayil, gelungen.

Das Spiel begann ähnlich hart umkämpft, wie das erste Duell geendet hatte, wobei Alba nun den besseren Start erwischte. Zur Mitte des ersten Durchgangs schraubte Roberts die Führung der Hausherren auf 9:3 hoch. Dabei profitierten die Albatrosse insbesondere von den vielen Fahrkarten, die die Spanier in dieser Spielphase warfen.
An diesem Spielverlauf änderte sich auch im zweiten Durchgang erstmal nichts. Malaga blieb offensiv ungewöhnlich blass, während die Berliner daraus nur mäßig Kapital schlagen konnten. Trotz nur 3/19 getroffenen Dreiern in der ersten Hälfte konnte Duarte (13, 6/10) vor dem Kabinengang auf -2 verkürzen (36:34).
Das rächte sich aus Sicht des Bundesligisten umgehend nach Seitenwechsel, den selbiger Duarte mit einem erfolgreichen Distanztreffer eröffnete. Der Bann der Spanier schien jetzt gebrochen, die Offensive deutlich flüssiger. Und auch von downtown lief es nun. Kendrick Perry (11, 4/11) schoss Alba drei Dreier in Folge um die Ohren. Mit +11 aus Sicht der Gäste ging es ins Schlussviertel (49:60).
Und dort blieb Alba lange Zeit ein Aufbäumen schuldig. Stattdessen machte Malaga dort weiter, wo sie aufgehört hatten und rannte auf zwischenzeitlich 16 Zähler davon.

Die Wende brachte ausgerechnet , der bis dahin einen rabenschwarzen Abend erwischt hatte, nun aber eine seiner wohl besten Leistungen im Berliner Trikot abspulte. Beim anschließenden 19:3-Lauf der Berliner erzielte Kayil neun Punkte, inklusive den finalen fünf zum Ausgleich. Dramatisch wurde es in den Schlusssekunden, als Kayil bei zwei Zählern Rückstand Freiwürfe zog, den ersten vergab und daraufhin den zweiten absichtlich daneben setzte. Jedoch holte sich der Teenager den eigenen Rebound und zog erneut Freiwürfe. Diesmal saßen sie zum Ausgleich und der Verlängerung.
Julius Ostendorf
In dieser schienen die Gäste aus dem Tiefschlaf erwacht zu sein. Nur zwölf Sekunden nach Wiederanpfiff versenkte Tillie einen Dreier, Kayil antwortete per schwierigem Wurf aus der tiefen Mitteldistanz. Außer dem 19-Jährigen ging auf Berliner Seite allerdings nur wenig und so zog Unicaja abermals davon. Das Lebenszeichen von Bean (8, 3/6) war allerdings zu wenig und kam gleichwohl zu spät.
Damit ist Alba Berlin trotz großem zweifachen Kampf gegen den Titelverteidiger vorzeitig ausgeschieden. Unicaja Malaga ist neben Rytas Vilnius damit das zweite von insgesamt vier Mannschaften, die ihr Ticket für das Final Four in Badalona gebucht haben. Dieses wird vom 7. bis 9. Mai ausgetragen.