06.04.2025
Vechta weiterhin sieglos in Berlin
Alba Berlin hat einen wichtigen Sieg im Kampf um die Teilnahme an den Playoffs eingefahren. Gegen vor allem offensiv völlig harmlose Vechtaner gelang ein Start-Ziel-Sieg, der die Hoffnungen auf eine Teilnahme an der Postseason weiter nährt.

Für beide Teams stand vor der Partie eine Menge auf dem Spiel: Nach Vechtas Niederlage am vergangenen Freitag gegen Ludwigsburg drohte den Niedersachsen das Abrutschen auf die Play-In-Plätze. Eine Situation, von der Alba allerdings nur träumen kann. Mit lediglich elf Siegen war Alba tabellarisch näher am einzigen Abstiegsplatz als an der Postseason.
Den jeweils hohen Ansprüchen wurden die beiden Teams zunächst allerdings nicht gerecht. Beide Mannschaften taten sich offensiv überaus schwer, ließen mehrere offene Würfe liegen. Nach knapp vier Minuten zeigte das Scoreboard den Spielstand von 2:2 an. Aus Sicht der Gastgeber, die heute ausnahmsweise in die Max-Schmeling-Halle luden, weil die Uber Arena wegen der Playoff-Teilnahme der Eisbären Berlin belegt ist, kamen nun allmählich besser ins Spiel. Ein 16:0-Lauf brachte die Hauptstädter früh zweistellig in Führung. Erst 38 Sekunden vor Viertelende traf Joel Aminu für Vechta den ersten Wurf aus dem Spiel heraus. In die erste Pause ging es dennoch mit einem deutlichen Rückstand (19:7).
Im zweiten Durchgang fanden die Gäste dann wieder etwas besser in Spiel. Insbesondere der Dreierwurf blieb jedoch das Sorgenkind der Mannschaft von Trainer Martin Schindler (22%). Dazu schlichen sich immer wieder Ungenauigkeiten ins Spiel der Vechtaner ein, am Spielende standen 19 Ballverluste zu buche. Alba machte es auf der Gegenseite besser und brachte immer wieder die Bigmen unter dem Korb clever ins Spiel. Die Center Kessens und Wetzell erzielten jeweils zehn Punkte.
Noch auffälliger war das Backcourt-Duo der Berliner, angeführt von Kapitän Martin Hermansson, der neben seinen 15 Punkten auch noch sieben Vorlagen verteilte. Guard-Kollege Matt Thomas war nicht selten der Nutznießer, er beendete die Partie mit einem Game-High von 18 Zählern (6/10).
Auf Seiten Vechtas stemmte sich insbesondere Gardner Jayden Gardner gegen die drohende Niederlage und erzielte 16 Punkte (6/13). Tyger Campbell, der nach Rückenproblemen gerade erst zurückkehrte, schien hingegen noch nicht bei 100 Prozent zu sein. Der Aufbauspieler der Gäste erzielte nur sechs Zähler, bei 2/11 Würfen.
In der zweiten Hälfte ließ Berlin nichts mehr anbrennen, was gleichzeitig auch dem fehlenden Willen Vechtas zuzuschreiben war. Die wenigen mitgereisten Anhänger sahen kein letztes Aufbäumen ihrer Mannschaft. So war die Partie praktisch schon nach drei Vierteln entschieden.
jos
Alba Berlin feiert somit einen verdammt wichtigen Sieg im Rennen um die Playoffs - oder Play-Ins. Für RASTA Vechta ist dagegen in der Hauptstadt weiterhin nichts zu holen - noch nie hatten sie ein Spiel bei Alba gewonnen. Dazu kassiert das Team bereits ihre vierte Niederlage in Folge und rutscht auf den siebten Platz ab.
In der BBL geht es für beide Mannschaften bereits am kommenden Wochenende weiter. Vechta empfängt Rostock am Sonntag (ab 20 Uhr/exklusiv bei Dyn). Tags darauf ist Alba bei den Riesen Ludwigsburg gefordert (18 Uhr/exklusiv bei Dyn).