17.02.2026
Berlin mit drei schwachen Vierteln
Alba Berlin hat gegen die Hamburg Towers ein Monster-Comeback nach einem zwischenzeitlichen 26-Punkte-Rückstand verpasst und eine bittere Heimniederlage kassiert.

Schon im ersten Viertel zeichnete sich ab, dass es für Alba an diesem Abend schwierig werden könnte. Nachdem Alba die ersten drei Punkte erzielt hatte, übernahm Hamburg das offensive Kommando und überrannte die Gäste mit einem 23:7-Lauf, der sie Ende des Viertels mit +13 in Front brachte.
Die Berliner fanden einfach keine Antwort auf die überragende Offensive der Hanseaten. Sie ließen toll den Ball laufen, trafen mehr als 50 Prozent von draußen und erarbeiteten sich immer wieder einfache Punkte an der Freiwurflinie. Ganz anderes Bild auf der Gegenseite: Nachdem Alba über die vergangenen sechs Spiele im Schnitt mehr als 90 Punkte erzielt hatte, standen sie nach den ersten 20 Minuten bei mageren 31 Zählern, da Hamburg auch defensiv ein starkes Spiel zeigte.
Mit zwei guten Minuten vor der Halbzeit verkürzte Alba zwar noch mal auf -14 zur Pause, im dritten Viertel setzte sich der Trend aber gnadenlos fort. Angeführt von den überragenden Martin Breunig (26 Punkte, Karrierebestwert!) und Kenneth Ogbe (20 Punkte, 5 Rebounds, 3 Assists) blieben die Hamburger mit dem Fuß auf dem Gaspedal und schraubten ihren Vorsprung auf +26 vor dem Schlussviertel hoch.

Dort warfen die Gastgeber noch mal alles nach vorne und profitierten auch von einigen leichtsinnigen Ballverlusten der Gäste, wodurch der Vorsprung mit sieben Minuten auf der Uhr "nur" noch bei -14 war. Und Alba war auf einmal in der Partie. Hamburg bekam es auf einmal nicht mehr hin, ihre Defensivrebounds zu sichern, wodurch Alba sich unzählige Extrachancen erarbeitete (16 Offensivrebounds) und der Rückstand Stück für Stück schwand.
Gianluca Fraccalvieri
Mit fünf Minuten auf der Uhr war es nur noch ein Zehn-Punkte-Rückstand, ehe die Hamburger sich ihrer Stärken besannen. Sie verteidigten wieder konsequenter und fanden vorne die heißen Ogbe und Devon Daniels (13 Punkte), die den Sieg mit ihrer individuellen Klasse perfekt machten.
Bei Alba war der US-Amerikaner mit Sam Griesel der beste Mann, der mit 22 Punkten einen neuen Karrierebestwert auflegte. Martynas Echodas steuerte weitere elf Zähler bei, was für den Litauer ebenfalls einen neuen Karrierebestwert darstellte.
Alba ist am Wochenende beim Top Four des BBL-Pokals gegen Oldenburg gefordert, während die Towers erst wieder am 8. März gegen Ludwigsburg gefordert sind.