03.10.2025
Überraschung in der BBL
Mega-Überraschung am Bundesliga-Freitag! Nach langem Rückstand hat BBL-Aufsteiger Gladiators Trier das Auswärtsspiel bei Alba Berlin gewonnen. Die Hauptstädter zeigten im Schlussviertel eine desolate Leistung.

Nachdem das Duell mit Ludwigsburg in der Vorwoche wegen Hallenbelegung flach fiel, sollte Alba Berlin nun also gegen Aufsteiger Trier in die neue BBL-Saison starten. Anlaufzeit benötigten die Albatrosse ob ihres verspäteten Einstiegs aber nicht im geringsten. Sieben Dreier ließ man allein im ersten Durchgang durch die Reuse regnen. Besonders Guard-Neuzugang Rejean Ellis (20, 8/16) bewies ein heißes Händchen und beendete den Durchgang mit 12 Zählern. Für das gesamte Alba-Team waren es 35 nach zehn Minuten.
So furios die Hauptstädter ins Spiel gestartet waren, so stark kühlten sie im zweiten Durchgang auch wieder ab. Plötzlich verlor Berlin den Touch aus der Distanz. Die ersten knapp fünf Minuten blieb man gänzlich ohne Punkt. Der mutige Aufsteiger aus Trier schlug daraus sofort Kapital, verkürzte nach frühem 13-Punkte-Rückstand plötzlich auf -4 (36:32). Ein Weckruf für die Albatrosse. Jack Kayil traf zwei wichtige Dreier in dieser Phase, um den ursprünglichen Vorsprung wieder herzustellen.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Trier allerdings unbeeindruckt. Besonders das Backcourt der Moselstädter wusste zu überzeugen. Zwei Dreier von Eli Brooks (18, 6/14) brachten den Aufsteiger zurück in Schlagdistanz. Auch Jordan Roland (24, 10/20) kam nun immer besser ins Spiel. Sekunden vor Ende des dritten Viertels traf auch er aus der Distanz.
Trier schnupperte jetzt an der Überraschung, robbte sich Ballbesitz für Ballbesitz näher an die Berliner heran. Fünf Minuten vor Schluss war es dann tatsächlich so weit. Yakhchali traf zwei Dreier in Folge und bescherte den Gästen die erste Führung des Spiels (81:84), bei denen gerade alles zu fallen schien. Alba hingegen wie perplex, leistete sich einige Ballverluste und ließ unter dem Korb mehrere Abschlüsse liegen. Die Konsequenz: Trier rannte in den finalen sechs Minuten mit einem 6:20-Lauf davon.
Julius Ostendorf