vor 11 Stunden
Neuzugänge machen den Unterschied
Alba Berlin hat die Titelverteidigung mit einem hart erkämpften Sieg begonnen. Gegen die Niners Chemnitz setzte sich der Meister zum BBL-Saisonauftakt mit 89:82 durch. Nach drei ausgeglichenen Vierteln brachten vor allem die Neuzugänge Jordan Ford und Brandon Angel die Berliner auf die Siegerstraße.

Bevor der erste Ball der neuen BBL-Saison durch die Luft flog, gehörte die Bühne noch einmal den Berliner Meistern. Unter dem Dach der Uber Arena wurde das zwölfte Meisterbanner hochgezogen, knapp drei Monate nach dem dramatischen Finalerfolg gegen Bayern. Sportlich hatte die Mannschaft von Pedro Calles allerdings etwas gutzumachen: Die letzten drei Vorbereitungsspiele waren allesamt verloren gegangen.
Mit Chemnitz wartete außerdem ein Gegner, der seine letzten beiden Gastspiele in Berlin gewonnen hatte. Die Niners gingen nach einer enttäuschenden Vorsaison mit Platz zwölf und einem nahezu vollständig erneuerten Kader in die Partie. Beim 77:70-Pokalerfolg in Gießen hatte die Mannschaft von Rodrigo Pastore bereits Wettkampfpraxis gesammelt. Phlandrous Fleming Jr. konnte nach seiner Knöchelverletzung wieder mitwirken, Yohan Choupas fehlte weiterhin.
Die Gäste machten früh deutlich, dass sie auch diesmal etwas aus Berlin mitnehmen wollten. Cobe Williams (18 Punkte) erzielte die ersten acht Chemnitzer Punkte, Alba hielt zunächst vor allem aus der Distanz dagegen. Martin Hermannsson (11) traf den ersten Dreier der neuen Saison, Joe Wieskamp (6, 5 Rebounds) und Jack Kayil (11, 5 Assists) legten nach. Beide Mannschaften suchten schnell den Abschluss, leisteten sich dabei aber auch einige Ungenauigkeiten. Nach einem ausgeglichenen Auftakt ging Alba mit einer knappen 21:20-Führung in die erste Viertelpause.

Lukas Hetterich
Im zweiten Abschnitt kamen für Calles früh Foulprobleme hinzu: Kayil und Hermannsson hatten schon jeweils drei persönliche Fouls gesammelt. Trotzdem blieben die Berliner dran und gingen durch Dreier von Jonas Mattisseck und Jordan Ford (14) zwischenzeitlich mit 35:33 in Führung. Chemnitz ließ sich aber nicht abschütteln. Nighael Ceaser sorgte kurz vor der Pause für den Ausgleich, Stefan Smith (19, 5 AST) traf aus der Halbdistanz zum 43:41. Mit 13 Punkten war der Guard zur Halbzeit der beste Werfer.
Nach dem Seitenwechsel holte sich Alba über Justin Bean (12, 11 REB) und Norris Agbakoko (9, 8 REB) erst die Führung zurück, Kontrolle gewann der Meister aber weiterhin nicht. Smith nutzte einen Ballgewinn, Urald King traf zwei Dreier und Fleming baute den Chemnitzer Vorsprung auf fünf Punkte aus. Angel hielt die Gastgeber mit einem Korbleger und einem Alley-oop im Spiel. Den letzten Treffer des dritten Viertels setzte aber Mateo Seric: Mit einem 62:59 für die Niners ging es in den Schlussabschnitt.
Dort übernahm Ford. Der Neuzugang attackierte den Korb, brachte Alba mit Freiwürfen wieder nach vorne und traf nach einem Offensivrebound von Kayil den Dreier zum 75:68. Nun griff auch die Berliner Verteidigung besser, während Kayil aus der Distanz und Angel mehrfach am Korb nachlegten. Der Vorsprung wuchs auf elf Punkte, doch Chemnitz kämpfte sich über Williams und Benjamin Burnham noch einmal auf 80:85 heran. Als Ford anschließend den Ball verlor, verhinderte Agbakoko mit einem spektakulären Block gegen Jannis von Seckendorff den nächsten Rückschlag. Hermannsson traf zwei Freiwürfe zum 87:80, ehe auch Bean nach einer Chemnitzer Auszeit zweimal von der Linie erfolgreich war. Smith setzte mit zwei Freiwürfen den Schlusspunkt zum 89:82.
Für beide Mannschaften geht es kommende Woche in der Bundesliga weiter. Alba empfängt am Donnerstag, 24. September, um 18.30 Uhr die Skyliners Frankfurt. Chemnitz ist einen Tag später um 20 Uhr bei den Veolia Towers Hamburg zu Gast.
