NBA
28.01.2026
Trade Deadline Preview Atlantic Division
Was einen Giannis-Trade zu den Knicks kompliziert macht

Was einen Giannis-Trade zu den Knicks kompliziert macht - und zwei Dark Horses
Am 5. Februar ist die NBA Trade Deadline, bis dahin können die 30 Teams noch Transaktionen durchführen. Nach der Pacific Division geht es heute im Osten mit der Atlantic Division weiter. Können die Knicks ihre Finger an Giannis Antetokounmpo bekommen? Und: Was Boston und Toronto noch zu einem echten Contender fehlt.
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BOSTON CELTICS (29-17)
Die Celtics sind in einer interessanten Position. Wider Erwarten steht der Meister von 2024 auf Rang zwei im Osten, obwohl Jayson Tatum nach seinem Achillessehnenriss in den Playoffs verletzt fehlt. Eine Rückkehr noch in dieser Saison erscheint möglich, sodass Boston womöglich sein Team zur Trade Deadline noch verstärken könnte.
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BOSTON CELTICS (29-17)
Die größte Baustelle im Kader ist die Center-Position. Hier macht Neemias Queta seinen Job zwar gut, doch die Rotation der Fünfer genügt nicht den höchsten Ansprüchen, nachdem man im Sommer mit Kristaps Porzingis, Al Horford und Luke Kornet gleich drei Center verlor.
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BOSTON CELTICS (29-17)
Entsprechend wird berichtet, dass Boston auf Center-Suche ist. Ivica Zubac wird gehandelt, doch ob die Clippers den Kroaten abgeben, ist mehr als fraglich. Andere Kandidaten könnten Nic Claxton (Brooklyn) oder Ex-Celtic Robert Williams (Portland) sein. Letzterer hat aber immer wieder Verletzungssorgen.
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BOSTON CELTICS (29-17)
Der offensichtliche Trade-Kandidat der Celtics ist derweil Anfernee Simons. Der Sixth Man hat einen auslaufenden Vertrag (27,7 Mio.), alternativ könnte Boston auch die Fanlieblinge Payton Pritchard und Sam Hauser in einem Paket abgeben. Picks stünden auch zur Verfügung für einen Trade, am ehesten dürfte es aber Simons treffen.
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BROOKLYN NETS (12-32)
Die Nets sind dagegen genau da, wo sie jeder erwartet hat - im Keller der Eastern Conference. Es könnte dennoch eine umtriebige Deadline geben, weil Brooklyn noch über 15 Millionen Dollar Cap Space hat, um "faule" Verträge aufzunehmen. Das können ansonsten nur die Utah Jazz (10,6).
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BROOKLYN NETS (12-32)
Dazu stellt sich die Frage, welche Veteranen noch abgegeben werden, die möglichen Contendern helfen könnte. Drei Namen sind hier interessant: Michael Porter Jr. (38,3 Mio, Vertrag bis 2027), Nic Claxton (25,4, 2028) sowie Terance Mann (15,5, 2028).
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BROOKLYN NETS (12-32)
Porter Jr. spielt eine All-Star-Saison, entsprechend hoch dürfte der Preis sein. Gleichzeitig ist MPJ mit 27 Jahren auch noch jung genug, um Teil der Zukunft zu sein. Gleiches gilt für Claxton, den die Nets nicht zwingend abgeben müssen. Denn: Auch mit den beiden sind die Nets "schlecht genug", um im Rennen um den ersten Pick zu bleiben.
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BROOKLYN NETS (12-32)
Und dann wäre da noch die Personalie Cam Thomas. Der Guard konnte sich mit Brooklyn nicht auf eine Verlängerung einigen und spielt mit der Qualifying Offer (6,0 Mio.), sodass er jeden Trade blocken kann. Gleichzeitig wirkte der Scorer zuletzt wenig glücklich. Greift womöglich ein Contender bei der Mikrowelle zu? Schwer zu sagen, weil Thomas mit seinem Spielstil polarisiert.
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NEW YORK KNICKS (27-18)
Auf der anderen Seite der Brooklyn Bridge dreht sich alles um Giannis Antetokounmpo. Zwar wurde der NBA Cup gewonnen, doch seither läuft es nicht mehr bei den Knicks. Auch deswegen stellt sich die Frage, ob die Knicks einen solchen Blockbuster einfädeln sollten und ob sie überhaupt ein angemessenes Paket für den Griechen schnüren können?
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NEW YORK KNICKS (27-18)
Wie es scheint, ist Karl-Anthony Towns das Zünglein an der Waage. Der Center verdient über 53 Millionen und müsste wohl Platz machen. Die Bucks würden in einem Rebuild KAT aber nicht brauchen, sodass zumindest ein weiteres Team involviert sein sollte.
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NEW YORK KNICKS (27-18)
Dazu könnte auch Mikal Bridges ein Kandidat sein. Bei ihm ist es aber ein bisschen komplizierter, da er erst ab dem 1. Februar getradet werden kann und bereits eine Vertragsverlängerung unterschrieben hat. In einem Trade würde sein Gehalt für das kommende Jahr (33,5 Mio.) zählen, was es deutlich schwieriger macht.
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NEW YORK KNICKS (27-18)
Alternativ könnten auch Mitchell Robinson (13,0) oder Guerschon Yabusele (5,5) involviert sein. Der Franzose ist unzufrieden aufgrund seiner kleinen Rolle. Die Spurs mit Kumpel Wembanyama werden als ein möglicher Abnehmer gehandelt.
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NEW YORK KNICKS (27-18)
So oder so: Um die Finger an Giannis zu bekommen, braucht es ein kompliziertes Konstrukt, weil New York durch den Bridges-Trade nicht die nötigen Picks besitzt. Diese würde Milwaukee im Fall der Fälle wohl von einem anderem Team bekommen. Möglich, dass New York sich von Towns UND Bridges trennen müsste.
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PHILADELPHIA 76ERS (24-21)
Sixers-Boss Daryl Morey ist bekannt für seine Kreativität und auch den Willen, Moves zu machen. Die Saison verläuft solide, ein Contender sind die Sixers aber eher nicht. Kleinere Trades sind zu erwarten, um Platz für die Two-Way-Spieler Dominick Barlow und Jabari Walker zu schaffen.
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PHILADELPHIA 76ERS (24-21)
Doch wer könnte weichen? Andre Drummond (5,0) oder Eric Gordon (2,3) sind zu nennen, alternativ wäre auch Kelly Oubre Jr. (8,4) ein Kandidat für finanziellen Spielraum. Quentin Grimes (8,7) hat ein Veto-Recht, mit ihm konnte man sich im Vorsommer nicht einigen. Gelingt dies 2026 oder versucht man jetzt, durch einen Trade noch Gegenwert zu erzielen?
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PHILADELPHIA 76ERS (24-21)
Und dann sollte auch die Frage gestellt werden, wie man Joel Embiid sieht? Der Big Man kommt langsam wieder in Form, doch seine besten Zeiten scheinen vorbei. Ohne Embiid ist man leicht positiv (10-9), vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt, an dem man noch etwas für den Center bekommen kann. Paul Georges Monster-Deal (noch zwei Jahre, rund 111 Mio.) wird dagegen kaum tradebar sein.
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PHILADELPHIA 76ERS (24-21)
Viele Möglichkeiten haben die Sixers also nicht. Sollten Embiid und George bleiben, wird es maximal Transaktionen am Kaderrand geben, die Philly nur bedingt besser machen.
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TORONTO RAPTORS (29-19)
Deutlich spannender ist die Situation in Toronto. Bei den Raptors kann man sich durchaus einreden, dass sie - ähnlich wie Boston - einen guten Fünfer von einem echten Contender in der Eastern Conference entfernt sind. Derzeit belegen sie sogar Rang drei im Osten.
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TORONTO RAPTORS (29-19)
Unantastbar sollten Brandon Ingram und Scottie Barnes sein, Berichten zufolge könnte Toronto dafür ein Paket mit Immanuel Quickley (32,5), R.J. Barrett (27,7) und Jakob Pöltl (19,5) schnüren. Mit jeweils zwei dieser Verträge würde man in den Bereich kommen, um einen Star mit Maximalgehalt loszueisen.
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TORONTO RAPTORS (29-19)
Doch wer könnte dies sein? Anthony Davis wird gehandelt, der ist bekanntlich verletzungsanfällig. Auch der Name von Domantas Sabonis (Sacramento) wird häufiger genannt. Der Litauer hat defensive Schwächen, aber Toronto könnte das Personal haben, um diese ein wenig zu kaschieren.
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TORONTO RAPTORS (29-19)
Alternativ wäre auch ein Upgrade auf der Eins sinnvoll. Quickley ist nicht konstant, dahinter fehlt ein Backup von gehobener Klasse. Dazu sind die Raptors das schwächste Dreierteam der NBA, ein weiterer Schütze könnte helfen. Aber: Toronto befindet sich derzeit auch in der Luxussteuer, man dürfte also versuchen, noch gut eine Million einzusparen.
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