NBA
28.03.2026
Curry allein dreimal vertreten
Warriors mit historischer Dominanz: Die besten Net-Ratings der Geschichte

Warriors mit historischer Dominanz: Die besten Net-Ratings der Geschichte
Bei der Bewertung des Einflusses eines Spielers überragt häufig der offensive Part, dabei besteht das Spiel, wie Victor Wembanyama jüngst klarmachte, zu "50 Prozent aus Defensive". Einen ausgeglichenen Blick auf den Einfluss an beiden Enden ermöglicht das "Net Rating". Wir blicken auf die besten Saisonwerte der Geschichte.
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15. Kevin Durant (Golden State Warriors, 2016/17) - +15,7
In seiner ersten Saison nach dem kontroversen Wechsel nach Golden State krönte sich Durant nicht nur zum Champion und Finals-MVP, sondern legte auch eine der statistisch besten Spielzeiten aller Zeiten hin.
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14. Draymond Green (Golden State Warriors, 2014/15) - +15,8
Marginal besser war Draymond Green in seiner persönlich erst dritten NBA-Saison. Übrigens: Die 11,7 Punkte pro Spiel sind bis heute der zweitbeste Saisonwert seiner Karriere.
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13. Rudy Gobert (Utah Jazz, 2020/21) - +15,9
Der Einzug in die Conference-Halbfinals 2021 blieb der wohl größte sportliche Erfolg Utahs mit dem Mitchell/Gobert-Tandem. Der Franzose hatte daran insbesondere aufgrund seiner defensiven Präsenz großen Anteil, die ihm später seinen dritten DPOY-Award einbringen sollte.
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11. Kevin Garnett (Boston Celtics, 2007/08) - +16,0
Denselben Titel verdiente sich Kevin Garnett 13 Jahre zuvor. Seine 18,8 Punkte, 9,2 Rebounds und 1,3 Blocks pro Spiel hätten zudem beinahe für den MVP-Titel gereicht. Letztlich musste er sich in diesem Rennen allerdings hinter Chris Paul (2.) und Kobe Bryant (1.) mit dem dritten Platz begnügen. Angesichts des NBA-Titels mit seinen Celtics in dieser Saison hat er es wohl verkraften können.
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11. Dennis Rodman (Chicago Bulls, 1996/97) - +16,0
Zweimal Defensivspieler des Jahres, acht Nominierungen in All-Defensive-Teams - aber ausgerechnet für seine statistisch wertvollste Saison erhielt Dennis Rodman 1997 keinerlei Lobpreisungen.
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10. Chet Holmgren (Oklahoma City Thunder, 2024/25) - +16,1
Als variabler, beweglicher Big passt Holmgren hervorragend zum modernen Spiel in der NBA. Seine Zahlen der Vorsaison bestätigen das, wenngleich er damals nur 32 Mal in der regulären Saison auflief.
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8. Tim Duncan (San Antonio Spurs, 2004/05) - +16,3
Tim Duncan galt hingegen über mehr als ein Jahrzehnt als zentraler Akteur der Spurs. In seinen ersten elf NBA-Jahren kam er immer in die Top 10 der MVP-Wahl. So auch 2005, als er mit 20,3 Punkten und 11,1 Rebounds pro Spiel durchschnittlich ein Double-Double erzielte. Später gewann er mit San Antonio seinen vierten Championship sowie dritten Finals-MVP-Award.
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8. Stephen Curry (Golden State Warriors, 2014/15) - +16,3
Für Curry, der sein Team 2014/15 ebenfalls exakt 16,3 Punkte pro 100 Ballbesitze besser machte, war es dagegen erst der Anfang. Heute gilt diese Spielzeit als Durchbruch des Edelschützen.
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7. Manu Ginobili (San Antonio Spurs, 2004/05) - +16,5
Seine etwas unorthodoxe Spielweise spiegelte sich nicht immer in klassischen Metriken wie Punkte oder Vorlagen wieder. Ginobilis historisches Net-Rating von +16,5 gibt allerdings durchaus Aufschluss, wie wertvoll der Argentinier im Titeljahr der Spurs 2005 wirklich war.
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5. Shai Gilgeous-Alexander (Oklahoma City Thunder, 2024/25) - +16,7
Dieses Ranking wird nicht ohne den amtierenden MVP geschrieben. Mit 32,7 Zählern war er im Vorjahr nicht nur bester Scorer der Liga, sondern galt auch als elitärer On-Ball-Verteidiger.
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5. Mike Conley (Utah Jazz, 2020/21) - +16,7
Heute wird schnell vergessen, welchen großen Einfluss "Prime Conley" auf den Erfolg Utahs 2021 hatte. In seiner einzigen All-Star-Saison erzielte er im Schnitt 16,2 Punkte pro Spiel und traf 41,2 % seiner Dreier. In den Playoffs der Saison schraubte er diese Zahl sogar auf überragende 48,6 % hoch.
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4. Victor Wembanyama (San Antonio Spurs, 2025/26) - +17,3
Ist Victor Wembanyama tatsächlich ein MVP-Kandidat in dieser Saison? Diese Statistik dürfte ein weiteres Pro-Argument darstellen. Offensiv agiert der Franzose deutlich effizienter als noch in seinen beiden Premierenjahren in der NBA. Defensiv ist er zweifellos der einflussreichste Spieler der Liga.
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3. Stephen Curry (Golden State Warriors, 2016/17) - +17,4
Die 2017er Warriors waren freilich eines der besten Basketballteams der Weltgeschichte. Trotz der jüngsten Verpflichtung vom späteren Finals-MVP Kevin Durant galt Stephen Curry bei vielen immer noch als zentraler Spieler.
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2. Stephen Curry (Golden State Warriors, 2015/16) - +17,7
Dass er es auch ohne "KD" konnte, stellte Curry bereits im Vorjahr unter Beweis. Mit einem überragenden Net-Rating von +17,7 verdiente sich der Chefkoch nicht nur Platz zwei in diesem Allzeit-Ranking, sondern in jener Saison auch den bis heute einmalig einstimmig gewählten MVP-Award.
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1. Draymond Green (Golden State Warriors, 2015/16) - +18,0
Noch besser war nur Teamkollege Draymond Green. 14,0 Punkte brachte er damals pro Partie zustande (persönlicher Bestwert). Im Rennen um den Defensivspieler des Jahres genügte es zudem für den zweiten Platz. Kein Wunder: In seiner besten Zeit konnte der Big von 1 bis 5 alle Positionen verteidigen. Offensiv entwickelte er als Ballverteiler geniale Synergien mit seinen Teamkollegen. Er war der perfekte Komplementärspieler in diesem hypertalentierten Kader.
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