Nationalmannschaft Männer
24.08.2025
Zwei Spieler kratzen an 10 PPG
Wagner und Schröder dominieren: Die DBB-Topscorer der Vorbereitung

Wagner und Schröder dominieren: Die DBB-Topscorer der Vorbereitung
Sechs Spiele, fünf Siege. Die deutschen Basketballer haben ihre Vorbereitung auf die EuroBasket 2025 erfolgreich abgeschlossen. Wir werfen einen Blick auf die nackten Zahlen: Wer waren die besten Scorer der vergangenen Wochen?
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Tim Schneider
Als erster Streichkandidat war für Tim Schneider noch vor dem ersten Vorbereitungsspiel gegen Slowenien Schluss. Für ihn gibt es keine Statistiken.
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Christian Anderson: 2,5 Punkte/Spiel
Lediglich zweimal kam der erst 19-jährige Anderson in der EM-Vorbereitung zum Einsatz. Beim ersten Testspiel gegen Slowenien erzielte der junge Point Guard fünf Punkte, inklusive einem Monster-Dunk direkt nach Einwechslung. Im zweiten Test blieb er in zwei Minuten Spielzeit ohne Zähler. Inzwischen musste Anderson die Heimreise antreten, seine Zukunft in der Nationalmannschaft bleibt dennoch verheißungsvoll.
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Nelson Weidemann: 2,25 Punkte/Spiel
Nach zwei eher unglücklichen Auftritten gegen Slowenien, wo er in jeweils knapp einer Viertelstunde Spielzeit nur jeden vierten Wurf im Netz unterbrachte, fiel der Ulmer zunehmend aus der Rotation. Inzwischen ist klar: Weidemann kommt nicht mit zur EM:
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Leon Kratzer: 0,75 Punkte/Spiel
Nachdem Kratzer in den vergangenen Jahren immer wieder Opfer der späten Cuts wurde, hat es der Bayern-Neuzugang diesmal in den Turnierkader geschafft. Als Scorer konnte sich der Big Man in der Vorbereitung zwar nicht etablieren, aber das ist auch gar nicht seine Aufgabe. Mit seiner Größe und Präsenz verschafft er Bundestrainer Mumbru mehr Flexibilität im Frontcourt.
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Oscar da Silva: 2,6 Punkte/Spiel
Sein bestes Spiel der Vorbereitung absolvierte der große da-Silva-Bruder bereits ganz am Anfang, als er gegen Slowenien knapp am Double-Double (9 PTS, 10 REB) vorbeischrammte. Danach blieb der Spieler vom FC Bayern weitestgehend unauffällig. Im schnellen, flexiblen System von Mumbru ist da Silvas Spielweise allerdings von Vorteil.
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Maodo Lo: 4 Punkte/Spiel
Wegen einer Verletzung verpasste Maodo Lo die erste Hälfte der Vorbereitung. Im zweiten Teil wirkte der Backup-Point-Guard noch etwas rostig. Bislang traf er nur knapp 15 Prozent seiner Dreierversuche. Im ohnehin Shooting-armen deutschen Backcourt ist man beim Turnier auf eine Leistungssteigerung Los angewiesen.
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Justus Hollatz: 5 Punkte/Spiel
Zu Beginn der EM-Vorbereitung galt Hollatz noch als einer der Streichkandidaten. Es dauerte allerdings nicht lang, bis der defensivstarke Guard wichtige Argumente für eine Nominierung lieferte. Hollatz bringt Tempo und Physis ins deutsche Spiel, auch der Dreier fiel - wenngleich bei kleinem Volumen - recht ordentlich.
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Johannes Voigtmann: 5,4 Punkte/Spiel
Auch Voigtmann startete durchaus schleppend in die Testspiel-Reihe vor der EM. Eine Erkältung bremste ihn zudem beim Supercup in München aus. Spätestens gegen Spanien stellte er allerdings seinen Mehrwert unter Beweis. Der 2,13 Meter-Mann liefert soliden Ringschutz, während er in der Offensive als moderner Big mit respektablem Dreier (6/13 in der Vorbereitung) und tollem Auge für die Mitspieler agiert.
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Johannes Thiemann: 5,83 Punkte/Spiel
Seit Jahren ist Thiemann elementarer Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft - und so isit es auch weiterhin. In der Vorbereitung bewies der Big Man, seit seinem Wechsel nach Japan nichts verlernt zu haben. Besonders bleibt das Vorbereitungsspiel gegen Serbien hängen, wo er nicht nur selbst elf Punkte hinzu steuerte, sondern auch noch Superstar Jokic bei sieben Punkten hielt. Bei der EM könnte ihm, auch aufgrund des dünnen Frontcourts, eine große Rolle zukommen.
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Tristan da Silva: 6 Punkte/Spiel
Der junge Forward der Orlando Magic brauchte ein paar Spiele, um der FIBA-Spielweise Herr zu werden. Spätestens seit dem Spiel gegen Serbien, wo er 14 Punkte (5/6 FG) beisteuerte, scheint Tristan da Silva angekommen zu sein. Seine Fähigkeiten als moderner 3-and-D-Spieler (38,1% 3PT) könnten für die Rotation von großem Wert sein.
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Daniel Theis: 6,67 Punkte/Spiel
Wie Maodo Lo durfte auch Daniel Theis in den ersten drei Spielen der Vorbereitung nur zuschauen. Der Big Man laboriert weiterhin an Knieproblemen. Nachdem er zuvor knapp zwei Monate kein Spiel absolviert hatte, fehlt dem 33-Jährigen inzwischen Rhythmus und Fitness.
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Andreas Obst: 8,33 Punkte/Spiel
Durch den Ausfall von Krämer wird auf Scharfschütze Andi Obst eine umso größere Rolle zukommen. Nach einer durchwachsenen Vorbereitung bedarf es allerdings auch bei ihm einer Leistungssteigerung. Zumindest hatte man nach dem Supercup, wo er in zwei Spielen nur zwei von 15 Dreiern traf, das Gefühl, dass es im Anschluss bergauf ging. Gegen Spanien war er zweimal im zweistelligen Bereich unterwegs.
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Isaac Bonga: 9,33 Punkte/Spiel
Die Bedeutung von Isaac Bonga fürs deutsche Spiel lässt sich aktuell gar nicht hoch genug bewerten. Defensiv kann der Spieler von Partizan Belgrad nahezu alle fünf Positionen abdecken. Dazu hat er sich zu einem hervorragenden Rebounder gemausert. Offensiv ist er der ideale Rollenspieler. Er kann mit Tempo zum Korb ziehen, aber auch das Spiel mit seinem hinzugewonnenen Dreier in die Breite ziehen. Im vorletzten Test gegen Spanien überzeugte er mit einem Double-Double (10 PTS, 11 REB, davon sechs offensiv).
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David Krämer: 18 Punkte in einem Spiel
Im ersten Testspiel der EM-Vorbereitung wirkte Krämer wie die perfekte Ergänzung fürs deutsche Spiel. Das Shooting des neuen Real-Madrid-Guards verschaffte dem Backcourt mehr Tiefe und Flexibilität - auch ohne die beiden Stars auf dem Feld. Doch die Hiobsbotschaft war nicht weit entfernt: Krämer zog sich gegen die Slowenen eine Muskelverletzung zu. Kurz vor der EM-Generalprobe gab der DBB bekannt, dass ihm sein neuer Klub die Freigabe fürs Turnier verweigert hat.
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Dennis Schröder: 19,6 Punkte/Spiel
Auch mit 31 Jahren zeigt Dennis Schröder keinerlei Alterserscheinungen. Gleich mehrfach führte der Kapitän seine Mannschaft in den finalen Minuten der Vorbereitungsspiele zum Sieg. Der neue Point Guard der Sacramento Kings befindet sich vor Turnierstart in hervorragender Verfassung. Und auch der Dreier fällt bislang recht ordentlich (15/43, 34,9%).
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Franz Wagner: 21 Punkte/Spiel
Der Dreier bleibt weiterhin Wagners Sorgenkind. Nur vier seiner 26 Versuche landeten in den sechs Vorbereitungsspielen im Netz. Doch die gute Nachricht: bei Wagners Genialität ist der Distanzwurf gar nicht zwingend notwendig. Mit seiner Athletik und Länge gibt es in der Zone nur wenige Antworten auf den Berliner. Die 29 Punkte bei der EM-Generalprobe gegen Spanien waren ein tolles Beispiel dafür.
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