Nationalmannschaft Männer
02.09.2025
Spieler wurden eingebürgert
Von Rollen- bis Schlüsselspieler: Die naturalisierten Spieler bei der EuroBasket

Von Rollen- bis Schlüsselspieler: Die naturalisierten Spieler bei der EuroBasket
Die FIBA erlaubt pro Nation genau einen naturalisierten Spieler im Aufgebot - ein Modell, das vielen Teams zusätzliche Qualität bringt. Auch bei der EuroBasket 2025 in Riga sind einige Stars dabei, die ursprünglich nicht aus den vertretenen Ländern stammen. Hier ein Überblick über die prägendsten naturalisierten Akteure des Turniers.
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Shane Larkin - Türkei
Vor der EM gab es Gerüchte, dass EuroLeague-MVP Kendrick Nunn den naturalisierten Spot im türkischen Team übernehmen könnte. Trainer Ergin Ataman entschied sich jedoch für Shane Larkin, der bereits seit mehreren Jahren für die Türkei aufläuft. Der ehemalige NBA-Profi liefert bislang stabile Leistungen ab.
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Kyle Allman Jr. - Montenegro
Allman erhielt 2025 die montenegrinische Staatsbürgerschaft und ist erstmals bei einer EuroBasket für das Balkanland aktiv. Er ist ein dynamischer Guard, der seine Stärken sowohl im Zug zum Korb als auch von jenseits der Dreierlinie hat. In der laufenden EuroBasket legt der Spielmacher im Schnitt 9,3 Punkte, 4,3 Rebounds und 5,3 Assists auf.
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Darius Thompson - Italien
Thompson kam über seine italienische Ehefrau zu seiner neuen Staatsbürgerschaft und wurde kurz vor der EuroBasket in den Kader berufen. In der EuroLeague bei Anadolu Efes überzeugte er bereits als Spielmacher auf höchstem Niveau. Für Italien ist er als vielseitiger Guard wichtig, gerade nach dem Ausfall von Donte DiVincenzo.
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Tyler Dorsey - Griechenland
Der ehemalige Oregon Duck war bereits bei der EM 2022 in Deutschland fester Bestandteil der griechischen Nationalmannschaft. Dorsey spielte schon 2021/22 für Olympiakos, bevor er in der vergangenen Saison zurückkehrte - er kennt die griechische Basketballkultur also bestens. Seine große Stärke ist der Distanzwurf, mit dem er Griechenland auch bei dieser EuroBasket wichtige Impulse geben soll.
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Darral Willis - Zypern
Willis, ein kräftiger Power Forward, ist der erste naturalisierte Spieler Zyperns bei einer EuroBasket-Endrunde. Der US-Amerikaner bringt physische Präsenz unter den Körben, die das Team dringend benötigt. Für die Zyprioten ist sein Einsatz ein historischer Schritt, da das Land erstmals bei einer EM vertreten ist.
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John Roberson - Bosnien & Herzegowina
Der erfahrene Point Guard kam kurzfristig ins bosnische Aufgebot, nachdem Xavier Castaneda verletzungsbedingt ausfiel. Roberson ist bekannt für sein starkes Pick-and-Roll-Spiel und seine Treffsicherheit von der Dreierlinie. Mit seiner Routine soll er Struktur in das bosnische Spiel bringen.
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Kamar Baldwin - Georgien
Der Bayern-Neuzugang erhielt Ende 2024 die georgische Staatsbürgerschaft und hat sich sofort als Leistungsträger etabliert. In den EM-Qualifikationsspielen überzeugte der Combo-Guard mit Scoring und Playmaking. Georgien setzt auf ihn als Ergänzung zu den NBA-Profis Sandro Mamukelashvili und Goga Bitadze, um offensiv variabler zu werden.
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Alen Omic - Slowenien
Der 2,16 Meter große Center ist seit über zehn Jahren Teil der slowenischen Nationalmannschaft und verfügt über viel internationale Erfahrung. Er spielte bereits in mehreren europäischen Top-Ligen und war bei zahlreichen FIBA-Turnieren dabei. An der Seite von Luka Doncic bringt er wichtige Physis und Stabilität in der Zone.
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Travante Williams - Portugal
Der in Alaska geborene Forward spielte viele Jahre in Portugal für Sporting CP und ist dort längst heimisch geworden. In der vergangenen Saison lief er für CSM Oradea in Rumänien auf. Bekannt ist er für seine defensive Energie und seine Vielseitigkeit auf dem Flügel. Der 32-Jährige zählt zu den Schlüsselspielern Portugals und hatte entscheidenden Anteil an der Qualifikation zur EuroBasket.
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Jordan Loyd - Polen
Der Playmaker der Polen sorgt mit seiner starken Vorstellung bei der EuroBasket für Aufsehen. Er gehört aktuell zu den vier besten Scorern des Turniers. Auch seine Polen überraschen: Als erstes Team der Gruppe D sicherten sie sich das Ticket fürs Achtelfinale und ließen dabei Top-Nationen wie Frankreich und Slowenien hinter sich.
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