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18.01.2026
Steuersysteme im Vergleich
Standortnachteil? So viel müssen BBL-Spieler im Europa-Vergleich blechen

Standortnachteil Steuer? So viel müssen BBL-Spieler im Europa-Vergleich blechen
Die hohe Steuerlast wird von deutschen Klubs gern als Grund für einen systematischen Nachteil im europäischen Wettbewerb gesehen. Doch wie steht das deutsche Steuersystem tatsächlich im europäischen Vergleich dar? Was überrascht: Die Unterschiede könnten kaum größer sein.
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Portugal: bis zu 48% Einkommensteuer
Portugal hat eigentlich ein sehr attraktives Modell für Künstler und Kreative: das Non-Habitual-Resident-Regime mit 20 Prozent Flat-Tax. Profisportler sind davon aber ausdrücklich ausgeschlossen. Für Basketballer gilt deshalb das normale progressive System mit Sätzen bis 48 Prozent plus Zuschlägen.
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Deutschland: 45% bis 47% Einkommensteuer
Deutschland behandelt Basketballer steuerlich wie jeden anderen Gutverdiener. Es gibt keine Expat-Vergünstigungen, keine speziellen Sportlerregeln und kaum Spielräume. Wer hier einen Millionenvertrag unterschreibt, landet schnell bei einer Gesamtbelastung von rund 45 bis 47 Prozent - je nach Bundesland plus Sozialabgaben. Den BBL-Klubs stößt dieser Standortnachteil seit Jahren negativ auf.
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England: 45% Einkommensteuer
England kennt keine Sportler-Sonderregel: Wer dort als Profi spielt und steuerlich ansässig ist, fällt in das normale System - die Toprate liegt bei 45 Prozent (ab 125.140 Pfund). Zusätzlich werden Versicherungsbeiträge fällig. Sportlich kommen die englischen Basketballer seit Jahren nicht aus den Startlöchern. Das Steuersystem macht es den hiesigen Vereinen aber auch nicht einfacher.
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Frankreich: 35% bis 40% Einkommensteuer
Frankreich wirkt zunächst abschreckend: hohe Einkommensteuer, sehr hohe Sozialabgaben. Doch für ausländische Profis existiert ein Expat-Modell, mit dem Teile des Gehalts mehrere Jahre lang steuerlich begünstigt sind. Zudem lassen sich Einnahmen aus Bildrechten oft günstiger behandeln als das reine Spielergehalt.
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Italien: 25% Einkommensteuer
Italien hat sich in den letzten Jahren zum Steuerparadies für Top-Sportler entwickelt. Neu zuziehende Profis können über ein spezielles Modell 50 Prozent ihres Gehalts steuerfrei stellen. Zusätzlich gibt es ein Non-Dom-System: Wer hohe Einnahmen aus Bildrechten oder Sponsoring im Ausland erzielt, kann diese pauschal mit 100.000 Euro versteuern - unabhängig von der tatsächlichen Summe. Für Basketball-Stars mit Millionenverträgen bedeutet das: In keinem anderen der fünf großen europäischen Länder bleibt netto so viel übrig wie in Italien.
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Spanien: 24 bis 47% Einkommensteuer
Lange war Spanien das Mekka für Sportler: Das berühmte "Beckham-Law" erlaubte Ausländern eine zeitlich begrenzte Flat-Tax von 24 Prozent. Seit 2015 sind Profisportler davon jedoch ausgeschlossen. Bis 600.000 Euro sind es weiterhin 24 Prozent, alles darüber wird mit bis 47 Prozent besteuert.
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Tschechien: 15% bis 23% Einkommensteuer
Tschechien wirkt aus Spielersicht angenehm übersichtlich: Es gibt 15 Prozent bis zur gesetzlichen Grenze, darüber 23 Prozent. Für 2026 liegt die Schwelle für den 23%-Satz bei CZK 1.762.812 Jahresbrutto - erst der darüberliegende Teil wird höher besteuert. Im europäischen Vergleich ist das für gut bezahlte Profis oft moderat - und leicht kalkulierbar.
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Griechenland: 22% Einkommensteuer
Griechenland lockt internationale Profis mit einem klaren "Netto-Booster": Wer neu ins Land zieht und die Bedingungen erfüllt, kann für 7 Jahre 50 Prozent seines Einkommens von der Steuer befreien lassen. Heißt für Basketballer in der Praxis: Von jedem Euro Gehalt wird nur die Hälfte besteuert. Der Höchstsatz von 44 Prozent schrumpft damit auf gut 22.
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Türkei: 20% Einkommensteuer
In der Türkei werden Sportlergehälter in den Ligen nicht "normal" progressiv besteuert, sondern über feste Sätze. In der Top-Liga sind das 20 Prozent, in niedrigeren Ligen sogar bis zu 5 Prozent.
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Serbien: 10% Einkommensteuer
In Serbien fallen auf das Spielergehalt in der Regel 10 Prozent an. Wer wirklich sehr hoch bezahlt wird, kann in die jährliche Zusatzbesteuerung für Topverdiener rutschen, die oberhalb gesetzlicher Schwellen greift. Dennoch gilt Serbien für Basketballer als eines der Steuerparadiese Europas.
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Monaco: 0% Einkommensteuer
Noch besser ist nur Daniel Theis in Monaco dran. Im Fürstentum wird keinerlei Einkommensteuer eingesammelt. Heißt: brutto gleich netto.
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