Nationalmannschaft Männer
14.09.2025
Die Türken im Kadercheck
Sehr groß und sehr tief: Das ist Deutschlands Finalgegner Türkei

Sehr groß und sehr tief: Das ist Deutschland Finalgegner Türkei
Erstmals seit 2001 steht die Türkei wieder im EM-Finale - und das ist kein Zufall. Der Kader ist qualitativ hochwertig und enorm tief, vor allem auf den großen Positionen. Nur ein Typ Spieler ist absolut nicht zu ersetzen. Wir machen vor dem Finale gegen Deutschland den Kadercheck.
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GUARDS - Shane Larkin (Anadolu Efes)
Larkin ist zwar nicht mehr der FIBA-Superstar vergangener Jahre, als er EuroLeague-MVP wurde, doch für die Türken ist der eingebürgerte US-Guard nicht zu ersetzen. Larkin ist der einzige echte Aufbauspieler und bildet mit Sengün ein tolles Duo.
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Sehmus Hazer (Anadolu Efes)
Hazer übernimmt die schweren Matchups im Backcourt, der 25-Jährige kann sehr physisch verteidigen und trifft bei diesem Turnier den Dreier sehr gut. Ansonsten ist dies nicht unbedingt die Paradedisziplin des Guards.
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Kenan Sipahi (Bahcesehir)
Sipahi startete zu Beginn des Turniers, zuletzt gingen seine Minuten aber ein wenig zurück. Traf zum Auftakt gegen Lettland alle fünf Dreier, danach kühlte er etwas ab. Ist wie Hazer auch ein physischer Verteidiger mit Gardemaß.
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Furkan Korkmaz (Free Agent)
Lange in der NBA bei den Philadelphia 76ers unterwegs, zuletzt aber eher im Sinkflug. Hatte eine Seuchensaison in Europa, doch bei diesem Turnier gibt er seiner Mannschaft zumindest solide Minuten.
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FORWARDS - Cedi Osman (Panathinaikos)
Spielt unter Coach Ataman bei Panathinaikos, auch er war jahrelang in der NBA aktiv und war dort in Cleveland Mitspieler von LeBron James. Ein guter Schütze, der auch solide verteidigt und den Korb attackieren kann. Neben Superstar Sengün der konstanteste Türke bei diesem Turnier.
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Ercan Osmani (Anadolu Efes)
Erlebte in der EuroLeague eine Durchbruch-Saison und knüpft im Nationalteam daran an. Mit über 2,10 Meter ein großer Forward mit einem weichen Handgelenk. Dazu sehr tough in der Defense und ein weiterer Schlüsselspieler für die Türken.
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Onuralp Bitim (Fenerbahce)
Wie bei den Bayern wärmt Bitim bei der EM nur die Bank, er spielte fast ausschließlich, wenn die Spiele bereits entschieden waren. Ist ein Flügelspieler, der scoren kann, derzeit fehlt aber das Selbstvertrauen.
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Erkan Yilmaz (Anadolu Efes)
Yilmaz spielt sogar noch weniger als Bitim, zuletzt waren es zwei Minuten in der Gruppenphase gegen Estland. Wird im Finale nicht auf dem Feld stehen.
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CENTER - Alperen Sengün (Houston Rockets)
Der türkische Fixstern. Verbuchte gegen Polen ein Triple-Double und ist durch den Final-Einzug ein heißer Kandidat auf den MVP-Award. Sengün wurde zudem in der abgelaufenen Saison erstmals NBA-All-Star. Sein Spiel erinnert bisweilen an das von Nikola Jokic.
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Adem Bona (Philadelphia 76ers)
Der NBA-Durchbruch ist noch nicht gelungen, aber mit seiner Athletik lieferte Bona bei diesem Turnier schon einige spektakuläre Blocks. Einer der besten Ringbeschützer dieser EM, dazu kann er auch an der Seite von Sengün auflaufen.
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Ömer Yurtseven (Panathinaikos)
Noch ein NBA-Center, der aber kaum Spielzeit erhält. Auch das beweist die Tiefe der Türken in ihrem Kader. Yurtseven ist ein Offensiv-Center, der aber keinen Wurf besitzt und fast alles in Brettnähe macht. Defensiv hat er Schwächen.
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Sertac Sanli (Fenerbahce)
Auch Sanli ist ein solider EuroLeague-Center, im Gegensatz zu Yurtseven hat er einen Wurf von draußen in petto. Bei vielen anderen Teams wäre er wohl klar ein Rotationsspieler.
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COACH: Ergin Ataman
Der 59-Jährige ist einer der erfolgreichsten europäischen Coaches der vergangenen Jahre. Seit 2021 gewann Ataman mit Anadolu Efes und Panathinaikos drei EL-Titel und platzt seitdem fast vor Selbstvertrauen. Gilt als Player’s Coach, der aber auch sehr streng sein kann und vor großen Namen nicht zurückschreckt. Seine flotten Sprüche besitzen Kultstatus.
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