NBA
31.03.2026
Spanien gleich viermal vertreten, Deutschland dreimal
Noch ein Wemby? Die größten europäischen Talente im 2026er Draft

Noch ein Wemby? Die größten europäischen Talente im 2026er Draft
Die NBA wird von Jahr zu Jahr globaler. Und auch im bevorstehenden Draft dürfen sich wieder zahlreiche Europäer eine Chance auf die Nominierung ausmalen. Wir blicken auf die größten Talente des alten Kontinents.
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UNWAHRSCHEINLICH: Thijs De Ridder (Virginia Cavaliers/Belgien)
Physisch starker Forward mit einem soliden Wurf von außen. Dafür weniger athletisch. Überzeugte in seiner ersten Saison für Virginia mit 15,6 Punkten pro Spiel. Unklar, ob er sich tatsächlich für den Draft anmelden wird.
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Mario Saint-Supery (Gonzaga/Spanien)
Kam bereits mit 16 Jahren erstmals in der spanischen ACB zum Einsatz, wo er teils auch solide Rotationsminuten sah. Nicht umsonst als möglicher nächster Ricky Rubio gehandelt. In der NCAA hatte er aber Probleme Fuß zu fassen, insbesondere wegen seiner Inside-Scoring-Probleme. Könnte angesichts der schlechten Draftprognosen auch noch ein College-Jahr bei den Bulldogs dranhängen.
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Tomislav Ivisic (Illinois/Kroatien)
Der Kroate verpasste es nach seiner starken Freshman-Saison den nächsten Schritt zu gehen. Der 2,16 Meter große Center gilt dennoch als interessanter Spielertyp, angesichts seines soliden Distanzwurfs und der Passfähigkeit. Hat aber klare Temponachteile. Auch bei ihm ist unklar, ob er noch weiter studieren will. Mit 22 aber schon jetzt einer der Älteren im Falle des Drafteintritts.
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Matas Vokietaitis (Texas/Litauen)
Auch für Vokietaitis könnte der Draft noch etwas zu früh kommen. Mit 15,6 Punkten und 7,1 Rebounds pro Spiel für Texas stellte der Center seine Old-School-Fähigkeiten in Korbnähe klar unter Beweis. Verhalf seiner Uni zu einem der spektakulärsten March-Madness-Runs in diesem Jahr.
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MAXIMAL 2. RUNDE: Baba Miller (Cincinnati/Spanien)
Nach einem schweren Freshman-Jahr fand sich der auf Mallorca geborene Center über die Jahre immer besser zurecht. Der ehemalige Real-Madrid-Azubi erlebte einen massiven Größensprung, der ihn plötzlich vom Guard zum Center machte. Skills und Beweglichkeit sind Miller aber weitgehend geblieben. Verfügt auch über Ansätze eines Distanzwurfs. Physis könnte aber ein Thema werden. Da alle vier College-Jahre verstrichen sind, führt für ihn kein Weg am Draft vorbei.
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Oscar Wembanyama (SIG Strasbourg/Frankreich)
Das Talent seines großen Bruders Victor hat er nicht geerbt, was insbesondere an der Größe liegt. Aktuell ist er als 2,01 Meter gelistet, ein bisschen was könnte beim 19-Jährigen aber auch noch dazukommen. Sein Spiel wirkt zuweilen noch sehr roh, in der französischen LNB kommt er in dieser Saison erstmals zu legitimen Minuten, agiert dabei aber noch recht ineffizient. Könnte als großer Flügel aber durchaus NBA-Niveau erreichen. Gut möglich, dass San Antonio seinen späten Zweitrundenpick für den Franzosen aufwendet.
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Michael Ruzic (Badalona/Kroatien)
Hat sich beim spanischen Topklub Badalona in die Rotation gespielt, wo er in 15,9 Minuten durchschnittlich 5,5 Punkte und 3,2 Rebounds erzielt. Eine Verletzung hatte ihn zwischenzeitlich zurückgeworfen. Gilt als hochtalentierter Center, der sich perspektivisch einen Dreier draufschaffen kann. Sein Potenzial deutete er auch in den WM-Qualifikationsspielen mit der kroatischen Nationalmannschaft an, wo er gegen Israel einmal starke 23 Punkte erzielte.
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Ivan Kharchenkov (Arizona/Deutschland)
Kharchenkov hatten zu Saisonbeginn nicht viele Mock-Draft-Schreiber auf dem Schirm. Eine solide Freshman-Saison des 19-Jährigen sowie der fortlaufende March-Madness-Run Arizonas könnten seinen Wert aber weiter steigern. Denkbar ist auch, dass der in München geborene Point Guard noch eine weitere Runde beim Top-Four-Teilnehmer drehen wird - zumal der 2027er Draft allgemein als weniger stark angesehen wird.
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Sergio de Larrea (Valencia/Spanien)
Mit 1,96 Meter ein großer Point Guard, der seinen Körper gut einzusetzen weiß. Bei EuroLeague-Teilnehmer Valencia spielt er in der Rotation eine eher untergeordnete Rolle. Bei der EM im vergangenen Jahr deutete er mit Spielwitz und vielseitigem Scoring allerdings sein Potenzial an.
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MÖGLICHERWEISE 1. RUNDE: Henri Veesaar (North Cartolina/Estland)
Nach drei durchwachsenen Jahren in Arizona ging Veesaars Stern nun in North Carolina auf. Der 2,13 Meter große Center überzeugte hier mit 17,0 Punkten und 8,7 Rebounds. Neben klassischen Big-Man-Skills verfügt der Este inzwischen auch über einen respektablen Dreier sowie ordentliche Passfähigkeiten. Wird in Mock Drafts häufig zwischen den Rängen 40 und 20 geführt.
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Motiejus Krivas (Arizona/Litauen)
Mit 2,18 Meter Länge gilt der Zalgiris-Zögling als ein Old-School-Center, der in Korbbereich zu dominieren weiß. Wurde dank starker 10,4 Punkte und 8,2 Rebounds in der umkämpften Big-12 sowohl ins All-Defensive als auch All-Conference-Team gewählt. Fragezeichen existieren in Bezug auf seine Wurffähigkeit.
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SICHER 1. RUNDE: Christian Anderson Jr. (Texas Tech/Deutschland)
Ebenfalls ins All-Big-12-Team gewählt. Der deutsche Nationalspieler machte für Texas Tech in dieser Saison den erhofften Schritt nach vorn. Gilt als exzellenter Offensivspieler mit tollem Dreierwurf und Auge für die Mitspieler. Defensiv allerdings noch etwas anfällig, weshalb er in einigen Mock Drafts zurückgefallen ist. Dürfte im Bereich der Ränge 15 bis 25 rauskommen.
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Aday Mara (Michigan/Spanien)
Mit 2,21 Meter einer, wenn nicht der größte Spieler im kommenden Draft. Der noch 20-Jährige weiß das Spiel deshalb an beiden Enden des Parketts zu beeinflussen, besonders defensiv mit guten Instinkten. Offensiv verfügt er inzwischen auch über einen soliden Wurf aus der Mitteldistanz und arbeitet sich von da an weiter nach hinten.
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Hannes Steinbach (Washington/Deutschland)
Der Big Man aus Würzburger Schule (kommt uns doch bekannt vor) war sicherlich der Hoffnungsschimmer in einer ansonsten schwachen Huskies-Saison. Schaffte es in der starken Big Ten in seiner Premierensaison auf Anhieb ins Third Team. Dank 22 Double-Doubles auch keine große Überraschung. Steinbach hat ein tolles Gefühl für das Spiel, gilt als super Rebounder und beherrscht auch zunehmend einen Wurf von außen. Zieht Vergleiche mit Isaiah Hartenstein auf sich, wenngleich womöglich höherem offensiven Potenzial.
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