NBA
29.01.2026
Trade Deadline Preview Northwest Division
Minnesota sucht Verstärkung für Edwards, OKC kann sich zurücklehnen

Minnesota sucht Verstärkung für Edwards, OKC kann sich zurücklehnen
Die Trade-Deadline rückt immer näher. Zuvor blicken wir auf die Situation der fünf Teams aus der Northwest Division. Besonders im Fokus stehen dabei die Minnesota Timberwolves, die sich auf dem Trade-Markt so aktiv wie nur wenige andere präsentieren. In Oklahoma und Denver ist dagegen wohl nur Feinjustierung angesagt.
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DENVER NUGGETS (31-16)
Die Nuggets spielen trotz großer Verletzungssorgen wieder oben mit, obwohl Nikola Jokic nun schon einen guten Monat fehlt. Das war so nicht zu erwarten und sollte für eine gewisse Entspannung zur Trade Deadline sorgen.
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DENVER NUGGETS (31-16)
Ziel Nummer eins dürfte es sein, die Luxussteuer zu vermeiden. Diese zahlt man in der Mile High City sehr ungern. Rund 400.000 Dollar liegen die Nuggets darüber, das ist machbar. Hunter Tyson wäre der offensichtliche Kandidat für einen klassischen "Salary Dump".
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DENVER NUGGETS (31-16)
Dazu hat man auch noch den Vertrag von Zeke Nnaji an der Backe. Für ihn müssten die Nuggets aber draufzahlen, um ihn loszuwerden, weil dessen Vertrag noch bis 2028 läuft.
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DENVER NUGGETS (31-16)
Eine andere interessante Personalie ist die von Peyton Watson. In Abwesenheit von Aaron Gordon und Christian Braun hat sich der Youngster festgespielt und legt 14,4 Punkte im Schnitt auf. Das Problem: Watson wird Restricted Free Agent und um ihn zu halten, müssten die Nuggets tief in die Luxussteuer gehen, da auch Braun bereits eine Vertragsverlängerung bekommen hat.
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DENVER NUGGETS (31-16)
Sollte Denver also Watson nicht halten wollen/können, wäre diese Deadline eine Chance, noch einen Gegenwert für den Forward zu erhalten. Gleichzeitig könnte er auch ein wichtiger Baustein für einen tiefen Playoff-Run sein.
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MINNESOTA TIMBERWOLVES (29-19)
Man hört nicht viel von den Wolves, aber nach zweimal Conference Finals in Serie hat sich Minnesota erneut in der Spitzengruppe eingenistet. Eine klare Baustelle vom Team um Superstar Anthony Edwards bleibt aber.
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MINNESOTA TIMBERWOLVES (29-19)
Wir sprechen von der Planstelle neben Edwards. Auf der Eins ist Mike Conley weit über seinen Zenit hinaus, der potenzielle Nachfolger Rob Dillingham kann aber auch in seinem zweiten NBA-Jahr nicht überzeugen. Dafür spielt Bones Hyland mehr, das allerdings nicht besonders überzeugend bzw. konstant.
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MINNESOTA TIMBERWOLVES (29-19)
Die Wolves liegen allerdings nur knapp unter dem Second Apron, sodass Trades schwierig sind. Es könnte sich ein Blick zu den Bulls lohnen, die mit Coby White, Ayo Dosunmu und Tre Jones gleich drei Guards haben, die Minnesota gebrauchen könnte.
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MINNESOTA TIMBERWOLVES (29-19)
Allerdings werden auch alle Free Agent und es ist fraglich, ob die Wolves vor allem White oder Dosunmu verlängern wollen bzw. können. Als kurzfristige Lösung würden beide aber Sinn ergeben.
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OKLAHOMA CITY THUNDER (38-10)
Zuletzt schwächelten die Thunder etwas, allerdings fehlten auch einige Schlüsselspieler verletzt. Dennoch ist OKC immer noch souverän Erster in der Western Conference, weswegen nicht mit großen Veränderungen zu rechnen ist.
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OKLAHOMA CITY THUNDER (38-10)
Finanzielle Schwierigkeiten gibt es ebenso wenig, die entstehen erst im kommenden Jahr, wenn die großen Verlängerungen von Chet Holmgren und Jalen Williams beginnen.
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OKLAHOMA CITY THUNDER (38-10)
Ein Auge sollte man auf Ousmane Dieng haben. Der wird Restricted Free Agent und OKC wird kein Interesse haben, mit dem Franzosen weiter zu machen. Ein Tanking-Team könnte billig zuschlagen und schauen, was der Forward in einer anderen Situation zu leisten im Stande ist. 6,7 Millionen Dollar kassiert der Franzose in dieser Saison.
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OKLAHOMA CITY THUNDER (38-10)
Viel mehr wird vermutlich nicht passieren, zu ausbalanciert ist der Kader, der kaum eine Lücke hat. Die Thunder kennen ihre Playoff-Rotation, so soll die Titelverteidigung angegangen werden.
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UTAH JAZZ (15-33)
Die Jazz werden eine ähnliche Rolle wie in den Vorjahren einnehmen. Heißt: Schlechte Verträge sammeln, dafür Picks erhalten und die unerwünschten Spieler im Zweifel entlassen bzw. den Vertrag auflösen. Das beste Beispiel dafür war Russell Westbrook vor einigen Jahren.
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UTAH JAZZ (15-33)
Utah wird für den Rest der Saison tanken, um den eigenen Pick (nur Top-8-geschützt), nicht zu verlieren. Lauri Markkanen soll aber erneut nicht zu haben sein, der Finne kam zuletzt auch nur sporadisch zum Einsatz. Der Big Man ist in seiner Prime, dennoch will Utah ihn vermutlich abgeben.
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UTAH JAZZ (15-33)
An Interesse wird es nicht mangeln (Detroit?), gleiches gilt für Walker Kessler. Der Center fehlt für den Rest der Saison mit einer Schulterverletzung und wird Restricted Free Agent. Schon im Vorjahr fragten viele an, dazu kam es im Sommer nicht zu einer Vertragsverlängerung. Auf Kessler sollte man ein Auge werfen.
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PORTLAND TRAIL BLAZERS (23-25)
Wie bereits in den vergangenen Jahren bewegen sich die Blazers auch in dieser wieder zwischen den Stühlen - Ambitionen auf der einen, Aufbau auf der anderen. Ein guter Saisonstart ließ zunächst Hoffnungen auf mehr zu, inzwischen hat sich das Team allerdings auf den Play-In-Rängen etabliert.
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PORTLAND TRAIL BLAZERS (23-25)
Dass man kurzfristig wohl noch mit keiner Playoff-Erfahrung rechnen können wird, dürfte den Schluss zulassen, dass man es in dieser Saison nochmal gemächlich angeht. Dafür spricht die Rückkehr Lillards zur nächsten Saison. Dagegen spricht der fehlende Erstrundenpick im Sommer.
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PORTLAND TRAIL BLAZERS (23-25)
Ihr Kapital aufstocken könnten die Trail Blazers mit einem Trade. Jerami Grant ist ein Kandidat, der als solider Two-Way-Flügel viele Interessenten auf sich vereint. Ein noch offensichtlicher, aber zugleich schwer zu tradender Kollege ist Jrue Holiday. Der alternde Aufbauspieler erwartet in den kommenden drei Jahren noch Gehaltszahlungen im Wert von über 100 Mio. Dollar.
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PORTLAND TRAIL BLAZERS (23-25)
Möglich ist auch, dass Portland endlich sein Überangebot auf der Centerposition adressiert. In Clingan und Perspektivspieler Hansen scheint die Zukunft eigentlich klar. Auf der Abschussliste dürfte hier der verletzungsanfällige Robert Williams III. stehen.
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UTAH JAZZ (15-33)
Und sonst? Veteranen wie Jusuf Nurkic, Kevin Love, Kyle Anderson oder Georges Niang werden verfügbar sein, das Interesse am Quartett dürfte sich aber in Grenzen halten. Alle vier sind eher Kandidaten für den Buyout-Market.
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WASHINGTON WIZARDS (10-34)
Das heißt aber nicht, dass die Wizards nun die Füße auf den Tisch legen. Washington ist in der Lage, Verträge von anderen Teams aufzunehmen, vermutlich auch langfristiges Gehalt. Dies wird einen Preis haben, die Wizards hoffen auf weitere Picks.
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WASHINGTON WIZARDS (10-34)
Überraschend kommt das nicht, schließlich machten die Wizards das auch im Vorjahr, als sie zum Beispiel Khris Middleton oder Marcus Smart aufnahmen. Ein Kandidat in dieser Saison könnte laut The Athletic Jerami Grant (Portland) oder aber auch Immanuel Quickley (Toronto) sein.
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WASHINGTON WIZARDS (10-34)
Ein Trade von Middleton wäre sicherlich auch wünschenswert, das Interesse aufgrund des Vertrags (33,3 Mio.) dürfte sich aber in Grenzen halten. Vielmehr ist es realistisch, dass der Forward mit den Wizards nach der Deadline einen Buyout verhandelt und sich dann einem Contender anschließt.
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