Basketball - BBL
28.11.2025
Elf Neue von Sportdirektor Tarlac im Sommer verpflichtet
Kein Glücksgriff, viel Luft nach oben: Die Transferbilanz der Bayern im Sommer

Kein Glücksgriff, viel Luft nach oben: Die Transferbilanz der Bayern im Sommer
Gut zwei Monate ist die Saison für den FC Bayern Basketball nun alt. In der Bundesliga läuft alles nach Plan, doch in der EuroLeague gab es zuletzt vier Niederlagen am Stück. Wie haben sich die Neuzugänge bisher geschlagen? Wir machen den Check.
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Kein Glücksgriff, viel Luft nach oben: Die Transferbilanz der Bayern im Sommer
Dazu sei gesagt, dass dies der erste Sommer war, in dem Sportdirektor Dragan Tarlac den kompletten Kader zusammenstellte. Der Serbe wurde im September 2024 vorgestellt und folgte auf Daniele Baiesi. Insgesamt holte Tarlac über den Sommer elf neue Spieler, nur sieben blieben.
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Xavier Rathan-Mayes (kam von Real Madrid)
Der Guard sollte der neue Scorer sein, der in die Fußstapfen von Carsen Edwards treten würde, doch davon ist bislang wenig zu sehen. Der Kanadier legt bisher nur 8 Punkte im Schnitt auf und trifft gerade einmal 34 Prozent aus dem Feld. Zuletzt fehlte der Wandervogel (15 Teams in acht Jahren) sogar im Aufgebot.
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Justinian Jessup (kam von ratiopharm Ulm)
Der US-Amerikaner wurde für die Breite im Kader geholt, bislang zählt der Ex-Ulmer zu den positiven Überraschungen. Macht acht Punkte in durchschnittlich 19 Minuten und zeichnet sich immer wieder durch Hustle Plays aus. Gewieft am offensiven Brett, dazu mit einem ordentlichen Distanzwurf ausgestattet.
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Rokas Jokubaitis (kam von Maccabi Tel Aviv)
Der eigentliche Königstransfer, der sich aber bei der EuroBasket folgenschwer am Knie verletzte. Wann der Litauer sein Debüt geben kann, steht in den Sternen, womöglich ist es im Frühjahr soweit. Seine Dynamik und entschlossenen Drives könnte das derzeitige Team gut gebrauchen.
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Stefan Jovic (kam von Valencia Basket)
Der 35-Jährige spielt zum zweiten Mal für die Bayern und ist auch im hohen Alter die Verlässlichkeit in Person. Sein Wurf ist zwar wacklig, dafür kann Jovic dem Spiel Struktur verleihen. Legt fast 5 Assists im Schnitt auf, als Nachverpflichtung ist das mehr als ordentlich.
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Spencer Dinwiddie (kam von den Charlotte Hornets)
Nach Serge Ibaka war dies die wohl spektakulärste Verpflichtung der Bayern, noch ist Dinwiddie aber nicht voll angekommen. 12 Punkte pro Spiel und eine Wurfquote von knapp 39 Prozent sind noch ausbaufähig. Überhaupt: Dinwiddie kann sich bislang kaum Vorteile erspielen, sein erster Schritt ist nicht besonders explosiv. Teilweise fehlt noch die Bindung zum Team.
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Kamar Baldwin (kam von Baskonia)
Auch von ihm versprach man sich mehr. Vor vier Jahren verzückte Baldwin in Göttingen die BBL als Scorer (19 PPG), bei den Bayern bisher eher ein Mitläufer. Lebt eher in der Mitteldistanz, als zum Korb zu ziehen, zuletzt war aber auch er angeschlagen.
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Aleksa Radanov (kam von Legia Warschau)
Kam als Gastspieler, als zahlreiche Nationalspieler in der Vorbereitung fehlten und erhielt dann etwas überraschend einen Anschlussvertrag bis Ende Dezember. Der Forward spielte in der BBL nur elf Minuten, dabei warf er nicht einmal auf den Korb. Die Wege werden sich vermutlich bald trennen.
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Isiaha Mike (kam von Partizan Belgrad)
Mike kam richtig gut in die Saison und traf gefühlt alles, zuletzt lief es aber nicht mehr so gut. Die Wurfauswahl sorgt immer mal wieder für Fragezeichen, dafür ist er ein flexibler Verteidiger auf der Forward-Position. Dennoch ist der Kanadier ein guter Griff, da der Ex-Chemnitzer im Vorjahr bei Partizan keine große Rolle einnahm.
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Leon Kratzer (kam von Paris Basketball)
Der Europameister sollte die Center-Rotation verstärken - und das macht er auch. Allerdings: Offensiv geht überhaupt keine Gefahr von ihm aus, was ihn in der EuroLeague kaum spielbar macht. Für die BBL zumindest jemand, der die Stars entlasten kann.
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Wenyen Gabriel (kam von Panathinaikos Athen)
Gabriel sah früh wie der erhoffte Defensiv-Center aus, die gute Frühform konnte der Ex-Laker aber nicht halten. Nimmt sich immer wieder mit unnötigen Fouls aus dem Spiel, dazu ist seine Entscheidungsfindung im Angriff ausbaufähig. Noch zu selten nutzt der Südsudanese seine unglaubliche Athletik.
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David McCormack (kam von Alba Berlin)
Wurde aufgrund der vielen Ausfälle auf Big nachverpflichtet und pendelt zwischen Bank und Tribüne. Es gibt im Herbert-System keinen wirklichen Platz für den früheren Albatros, der auch nicht immer glücklich agiert. Nur hin und wieder fallen für McCormack Minuten ab.
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