NBA
04.06.2026
San Antonio verliert Spiel 1
Harper stark, Wemby und Fox enttäuschen: Die Spurs in der Einzelkritik

Harper stark, Wemby und Fox enttäuschen: Die Spurs in der Einzelkritik
Die San Antonio Spurs hatten Spiel 1 der NBA Finals lange im Griff, verspielten jedoch eine 14-Punkte-Führung und verloren am Ende mit 95:105 gegen die New York Knicks. Während Dylan Harper und Julian Champagnie starke Akzente setzten, blieben einige Leistungsträger hinter den Erwartungen zurück. Die Noten der Spurs-Spieler im Überblick.
Getty Images
De'Aaron Fox - Note: 4,5
Erneut ging bei ihm offensiv nicht viel und ließ einige offene Würfe liegen. Seine Wehwehchen behindern den Spielmacher wohl noch, so zu selten selbst mit Initiative. Vor allem in Halbzeit zwei hätten die Spurs mehr Struktur gebraucht, hier kam vom All-Star viel zu wenig. 7 Punkte (3/13) sprechen hier eine deutliche Sprache.
Getty Images
Stephon Castle - Note: 3
Begann sehr nervös mit schlechten Entscheidungen, kam aber über starke Defense gegen Brunson in die Partie. Agierte deutlich besser als Fox, aber auch er konnte das Heft nicht in die Hand nehmen. Immerhin mit 17 Zählern und acht Rebounds.
Scott Wachter
Devin Vassell - Note: 3
Offensiv recht unauffällig, dafür aber etwas überraschend zunächst der auserkorene Brunson-Verteidiger. Machte das aber gut und fiel ansonsten auch nicht negativ aus. Am Ball aber nur sehr selten mit Akzenten, mit 9 Zählern (4/11) ist hier Luft nach oben.
Geoff Burke
Julian Champagnie - Note: 2,5
So muss ein Rollenspieler agieren - zumindest in Halbzeit eins. Champagnie traf seine offenen Dreier, attackierte den Rebound und machte in der Defense kaum Fehler. Danach mit zwei Airballs und auch mit ein paar Problemen gegen den kochenden Brunson. Am Ende stand mit 16 Punkten und zehn Rebounds dennoch ein Double-Double.
Geoff Burke
Victor Wembanyama - Note: 4
Ein sehr nervöser Auftakt für den Franzosen, der oft zu viel wollte und dann etwas außer Kontrolle geriet (6/21 FG, 6 TO). Seine Verteidigung (3 Blocks) war mal wieder über alle Zweifel erhaben, doch offensiv gelang nur wenig. Immerhin zog der Franzose einige Fouls, um sein Punktekonto aufzupolstern (26, 12/13 FT). Sinnbildlich sein Turnover in der Crunchtime, als er sich den Ball auf den Fuß dribbelte.
Geoff Burke-Imagn Images
Dylan Harper - Note: 2
Der Katalysator des Runs im ersten Viertel. Zeigte aktive Hände, verteidigte stark gegen den Ball und zog entschlossen in Richtung Korb. Harper spielte mit viel Selbstvertrauen und war über weite Strecken der beste Spur. Nach der Pause etwas unauffälliger, dennoch unverständlich, dass er in der Schlussphase für Fox auf der Bank bleiben musste. So waren es 16 Punkte und acht Rebounds in gut 27 Minuten.
Geoff Burke
Keldon Johnson - Note: 4
Bekam nur acht Minuten in diesem Spiel und blieb dabei recht blass. Traf zumindest einen Dreier, kassierte aber auch drei schnelle Fouls. Die Spurs brauchen in diesen Finals mehr vom amtierenden Sixth Man of the Year.
Geoff Burke
Harrison Barnes - Note: 3,5
Die Johnson-Minuten gingen in Halbzeit zwei vor allem an den Oldie, der zwar ohne Punkte blieb, dafür aber mehr Länge anbieten konnte. Das half defensiv ein wenig, mehr aber nicht. Dennoch: Auf Barnes kann man sich im Zweifel verlassen.
Daniel Dunn
Carter Bryant - Note: 4,5
Bekam in der ersten Halbzeit für knapp fünf Minuten seine Chance, doch als primärer Brunson-Verteidiger überfordert. So verwunderte es nicht, dass Spurs-Coach Mitch Johnson auf den Rookie in der zweiten Halbzeit verzichtete.
IMAGO/EPA
Luke Kornet - Note: 4
Solide erste Halbzeit mit gutem Ringschutz, doch nach der Pause zogen ihn die Knicks vom Korb weg und da hat der Center große Probleme. Entsprechend liefen die Minuten ohne Wemby schlecht für die Spurs.
Scott Wachter