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vor 11 Stunden
Wer 2004 mit dabei war
Eine völlig andere Welt: Die All-Star-Teams in LeBrons Rookie-Saison

Eine völlig andere Welt: Die All-Star-Teams in LeBrons Rookie-Saison
LeBron James ist der erste Spieler, der nun in 24 NBA-Saisons zum Einsatz kam. Was für eine lange Zeit das ist, zeigt auch, wer in James‘ erster Saison in die All-Star-Teams gewählt wurde. Wir blicken zurück.
Brad Penner
EASTERN CONFERENCE - Guards: Allen Iverson (Philadelphia 76ers)
Sein Auftritt in den Finals lag zwar bereits drei Jahre zurück, aber auch 2004 war Iverson noch einer der besten Guards in der NBA, der fast 30 Punkte im Schnitt auflegte. Insgesamt wurde der MVP von 2001 elfmal in seiner Karriere All-Star.
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Tracy McGrady (Orlando Magic)
T-Mac konnte einem ein wenig leid tun, da Co-Star Grant Hill verletzt nicht spielen konnte. So gab McGrady in Orlando den Alleinunterhalter und schüttelte 28 Punkte, 6 Rebounds und 6 Assists im Schnit aus dem Handgelenk. Für die Playoffs reichte das nicht, auch nicht in einer nett gesagt mäßigen Eastern Conference.

Baron Davis (New Orleans Hornets)
Richtig, New Orleans spielte 2004 noch ein letztes Jahr in der Eastern Conference und Davis erhielt sogar MVP-Stimmen. B-Diddy war ein explosiver, bulliger Scoring-Guard, der in der heutigen Zeit womöglich sogar besser aufgehoben wäre. 23 Punkte im Schnitt waren für ihn ein Karrierebestwert, den er danach nicht mehr erreichte.
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Jason Kidd (New Jersey Nets)
Zu dieser Zeit war Kidd der Platzhirsch im Osten, zweimal in Serie führte er ein biederes Nets-Team in die Finals (und war dort zweimal chancenlos). Der Spielmacher kontrollierte alles und machte aus Rollenspielern Stars. Allerdings: Die Detroit Pistons sollten New Jersey in diesem Jahr den Rang ablaufen. Holte sich schließlich mit 38 Jahren seinen Ring an der Seite von Dirk Nowitzki in Dallas ab.
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Michael Redd (Milwaukee Bucks)
Redd war einst ein Zweitrundenpick, arbeitete sich aber als Scorer bei den Bucks nach oben und sollte auch mal 57 Punkte erzielen (in einer Zeit, als dies nur absoluten Superstars gelang). Viel Erfolg hatten die Bucks nicht, Redd blieb ein One-Hit-Wonder, weil die Auswahl im Osten mehr als dünn war.
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Forwards - Vince Carter (Toronto Raptors)
Carter war in Kanada sehr populär, entsprechend wählten ihn die Fans Jahr für Jahr in die Starting Five. Der Teamerfolg hielt sich jedoch in Grenzen, mit Toronto gewann er in sieben Jahren nur eine Playoff-Serie. "Air Canada" hatte große Anlagen, doch ein echter Superstar wurde er nie, was ein wenig enttäuschend war.

Jermaine O’Neal (Indiana Pacers)
O‘Neal ging nach der High School in die NBA - und schmorte danach in Portland vier Jahre auf der Bank. Der Wechsel nach Indiana half, hier war seine Offense in einem harten defensiven Team plötzlich gefragt. O’Neal war ein guter Scorer, der heute statt Mitteldistanzwürfen Dreier geballert hätte.
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Paul Pierce (Boston Celtics)
Einer der besten Scorer seiner Zeit. Pierce war einer der scorenden Forwards mit Spielmacher-Qualitäten, die erst Jahre später wirklich in Mode kamen. In LeBrons ersten Jahren war Pierce immer wieder der Gegenspieler und jemand, mit dem sich James zahlreiche heiße Duelle in den Playoffs lieferte.
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Ron Artest (Indiana Pacers)
Heute bringt man Artest aka Metta World Peace fast nur noch mit "Malice in the Palice" und diversen anderen Skandälchen in Verbindung, doch der Forward war nicht nur ein exzellenter Verteidiger, sondern auch mal ein 20-Punkte-Scorer. In einem Team mit dem alternden Reggie Miller und O’Neal war er der beste und wichtigste Spieler der Pacers.
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Kenyon Martin (New Jersey Nets)
Sagten wir nicht, dass Kidd Rollenspieler zu Stars machte? Martin ist genau so ein Fall. Ein guter Defensiv-Big, der vorne von den Zuspielen des Maestros profitierte. Natürlich ist das etwas überspitzt und Martin sollte bald große Verletzungsprobleme bekommen, dennoch war der ehemalige Nr.1-Pick kein All-Star im herkömmlichen Sinne.

Center - Ben Wallace (Detroit Pistons)
Vermutlich gilt das auch für "Big Ben", der auf gerade einmal 9,5 Punkte im Schnitt kam. Wallace war in dieser Zeit aber der beste Verteidiger der Liga und prägte die Identität der neuen "Bad Boy Pistons", die in dieser Saison die Lakers mit Shaq, Kobe, Malone und Payton in den Finals schlagen sollten.
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Jamaal Magloire (New Orleans Hornets)
Eine der fragwürdigsten All-Star-Nominierungen, die es so gab. 13 Punkte, 10 Rebounds, das reichte damals für das All-Star-Team und verdeutlicht noch einmal, wie schwach die Eastern Conference in dieser Zeit besetzt war. In den folgenden Jahren kam der Kanadier nicht einmal mehr in die Nähe eines All-Star-Teams.
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WESTERN CONFERENCE - Guards: Steve Francis (Houston Rockets)
Francis war in seiner Prime ein spektakulärer Spieler, nur war diese Blüte nur von kurzer Zeit. Knieverletzungen, chronische Ohrenschmerzen und private Schicksalsschläge sorgten dafür, dass Francis nur neun Jahre in der NBA spielte.
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Kobe Bryant (Los Angeles Lakers)
Es war keine leichte Saison für Kobe, da der Superstar mehrfach vor Gericht in Colorado stand, um sich wegen Anschuldigungen der Vergewaltigung zu verantworten. Teilweise kam Kobe erst wenige Minuten vor Tip-Off zu Spielen, trotzdem legte Bryant 24 Punkte im Schnitt auf und bildete mit Shaq ein letztes Mal ein Traum-Duo, zumindest auf dem Papier.
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Ray Allen (Seattle SuperSonics)
Einer der besten Schützen aller Zeiten war in dieser Phase auch einer der besten Scorer und ein verdammt guter Athlet. Der Teamerfolg mit den Sonics hielt sich jedoch in Grenzen, sein Trade nach Boston war Jahre später der endgültige Sargnagel für Basketball in Seattle.

Sam Cassell (Minnesota Timberwolves)
All-Star-Debütant mit 34 Jahren! Cassell war Kevin Garnetts Co-Star und verbuchte wie in einigen Jahren zuvor rund 20 Punkte und sieben Assists. Damals geschah dies für die Bucks, vor der Saison erfolgte der Wechsel zu den Wolves, wo er mithalf, dass Minnesota zum bisher einzigen Mal als Top-Seed in die Playoffs ging.
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Forwards: Kevin Garnett (Minnesota Timberwolves)
Aushängeschild war aber natürlich Garnett, der in diesem Jahr seinen einzigen MVP-Award gewann und die Wolves für lange Zeit zum einzigen Mal in die Conference Finals führte. 2024 und 2025 sollte Minnesota um Anthony Edwards und Rudy Gobert das wiederholen.
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Tim Duncan (San Antonio Spurs)
Vorgänger war Duncan, der in diesem Jahr immer wieder mit Wehwehchen zu kämpfen hatte. Dennoch galt The Big Fundamental in dieser Zeit als der beste Spieler der NBA, auch wenn er bekanntlich wenig spektakulär war. Splits von 22/12/3 sehen auch nicht überragend aus, doch mit Duncan auf dem Feld waren die Spurs eine Maschine.
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Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks)
Zum dritten Mal war Nowitzki mit dabei, elf weitere All-Star-Teams sollten folgen. 2003/04 spielte der Deutsche unter Don Nelson vornehmlich als Center, gleichzeitig war es das letzte gemeinsame Jahr mit Buddy Steve Nash, der sich im folgenden Sommer den Phoenix Suns anschloss und dann zweimal in Folge MVP wurde.
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Peja Stojakovic (Sacramento Kings)
Da Chris Webber verletzt fehlte und Vlade Divac alterte, repräsentierte Stojakovic die Kings in dieser Saison, die weiterhin unter Coach Rick Adelman erfrischenden Offensiv-Basketball spielten. Nur für den großen Wurf sollte es nie reichen, mehrfach scheiterte Sac-Town an den Lakers. 2004 war gegen die Wolves in einem dramatischen Spiel 7 in den Conference Semifinals Schluss.
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Center: Yao Ming (Houston Rockets)
Dank der Fan-Stimmen aus China war Yao Dauergast im All-Star Game, doch auch sportlich war das mit 17,5 Punkten und 9 Rebounds im Schnitt durchaus vertretbar. Die Rockets waren zudem relevant und ein Playoff-Team, seine absolute Blüte sollte aber noch in den kommenden Jahren folgen.
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Brad Miller (Sacramento Kings)
Viele Alternativen auf Center gab es auch nicht, weswegen es sogar Miller schaffte. 14 und 10 klingen nur bedingt nach All-Star, der Big Man mit Shooting Touch vertrat in dieser Saison den verletzten Webber und war auch schon im Vorjahr in der Eastern Conference mit den Indiana Pacers ein All-Star.
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Shaquille O’Neal (Los Angeles Lakers)
Und natürlich darf auch Shaq nicht fehlen, der weiterhin auf All-NBA-First-Team-Niveau agierte und sein letztes Jahr bei den Lakers absolvierte. Seine absolute Bestform hatte der Center aber nicht mehr, dennoch war der "Diesel" auch nach drei Meisterschaften mit den Lakers kaum zu stoppen. Das zeigen auch die satten 10,1 Freiwürfe pro Spiel.
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