Basketball - Champions League
01.04.2026
Throwback zum EuroCup-Viertelfinale 2019
Ein junger Wagner und viele Legenden: Als Alba zuletzt auf Malaga traf

Ein junger Wagner und viele Legenden: Als Alba zuletzt auf Malaga traf
Bevor es im BCL-Viertelfinale erneut zum Duell kommt, lohnt sich ein Blick zurück. Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Alba Berlin und Unicaja Malaga entwickelte sich zu einer intensiven Best-of-3-Serie, mit einem Entscheidungsspiel in Berlin und einem knappen Ausgang.
www.imago-images.de
Alba gegen Malaga ging über drei Spiele
Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Alba Berlin und Unicaja Malaga liegt einige Jahre zurück - damals standen sich beide Teams im EuroCup in einer intensiven Best-of-3-Serie gegenüber. Bereits das Auftaktspiel entwickelte sich direkt zu einem Krimi. Am Ende entschieden Kleinigkeiten, und die Spanier sicherten sich mit einem knappen 91:90-Auswärtssieg die Serienführung. Die Berliner zeigten jedoch die perfekte Reaktion in Spiel zwei. In Malaga trat das Team deutlich fokussierter auf, bewegte den Ball besser (24 AST) und traf hochprozentig von außen (56,5%). Berlin glich die Serie mit einem 101:81-Sieg aus.
IMAGO / Camera 4
Das Entscheidungsspiel
Das dritte und entscheidende Spiel brachte dann genau die Intensität, die man von einer solchen Serie erwartet. Die Partie war deutlich physischer, defensiv geprägt und von vielen engen Aktionen bestimmt. Alba kontrollierte vor allem die Rebounds und verschaffte sich dadurch immer wieder zweite Chancen, während Malaga offensiv zunehmend Probleme bekam, gute Würfe zu kreieren. In der Schlussphase blieb es dennoch eng, doch Alba behielt die Ruhe. Mit einem 79:75-Heimsieg entschieden die Berliner die Serie mit 2:1 für sich. Anschließend zogen sie bis ins Finale vor, wo sie knapp an Valencia scheiterten.
IMAGO / Camera 4
GUARDS: Peyton Siva
Der kleine Guard zeigt in Spiel 3 seinen besten Auftritt der gesamten Serie und hatte mit seinen 15 Punkten und zehn Assists einen großen Anteil am Weiterkommen. Der 24-malige NBA-Spieler blieb den Albatrossen bis 2021 und führte das Team 2020 und 2021 zur Meisterschaft. Anschließend suchte er sein Glück bei Panathinaikos.
IMAGO / Camera 4
Martin Hermannsson
In Spiel 3 warf er die Seinen mit einem wichtigen Wurf eine Minute vor Schluss in Führung und war auch sonst eine der tragenden Figuren des Erfolgs. Er legte über zehn Punkte im Schnitt auf und war in zwei der drei Spiele der beste Passgeber der Berliner. Nach vier Jahren in Valencia spielt er seit 2024 wieder für Alba.
IMAGO / Camera 4
Joshiko Saibou
Der spätere Olympia-Teilnehmer war damals Backup auf der Eins, gab dem Team von Aito aber stets gute Minuten von der Bank. So auch in Spiel 3, als er zehn wichtige Punkte beisteuerte und dabei perfekt aus dem Feld blieb (4/4 FG). 2025 beendete er seine Karriere.
www.imago-images.de
Kenneth Ogbe
Der heutige Leistungsträger der Towers war damals kein großer Faktor und durfte nur in Spiel 2 für ein paar Minütchen ran. In der Folgesaison gingen seine Minuten dann hoch und auch für den DBB durfte er insgesamt zehnmal ran.
IMAGO/BBL-Foto
FORWARDS: Rokas Giedraitis
Der bullige Flügel war wohl der wichtigste Spieler über die gesamte Serie und legte knapp 17 Punkte im Schnitt auf, dazu stellte er die Spanier auch am offensiven Brett immer wieder vor Probleme. Nach der Meisterschaft 2020 ging er zu Baskonia und anschließend zu Roter Stern, wo er stets ein Leistungsträger war. Heute spielt er auf Teneriffa.
www.imago-images.de
Luke Sikma
Die Alba-Legende wurde später zum MVP des Euro Cups gewählt, gegen Malaga glänzte er mit seinem Scoring und Rebounding (14 Punkte in Spiel 3). Nach sechs Jahren in Berlin verabschiedete er sich 2023 in Richtung Griechenland, nach nur einem Jahr verließ er Olympiakos aber wieder und zog sich daraufhin zurück.
IMAGO / Camera 4
Niels Giffey
Der Kapitän hielt Alba sieben Jahre lang die Treue und gewann in dieser Zeit zweimal die Meisterschaft und zweimal den Pokal. Gegen Malaga war er ebenfalls einer der Eckpfeiler des Teams, auch wenn sein Wurf in Spiel 3 wackelte (6 Punkte, 2/7 FG). Nach Intermezzi in Litauen und Spanien spielt er seit 2022 für den Rivalen aus München.
www.imago-images.de
Tim Schneider
Der große Flügel durchlief alle Jugendmannschaften der Albatrosse und hielt seinem Herzensverein insgesamt 14 Jahre die Treue, ehe er 2025 nach Japan wechselte. Gegen Malaga war er ein wichtiger Backup von der Bank, auch wenn er offensiv kein großer Faktor war.
IMAGO / Camera 4
Franz Wagner
Der heutige Magic-Star durfte gegen Malaga nur in der Garbage-Time ran, im folgenden Sommer verabschiedete er sich dann aufs College nach Michigan.
www.imago-images.de
BIG MEN: Landry Nnoko
Der große Kameruner durfte in Spiel zwei und drei starten, nachdem er zuvor noch von der Bank gekommen war. Er glänzte durch starke Verteidigung und war auch vorne immer wieder für einen Korb gut. Seit dem vergangenen Sommer spielt er für Bursaspor in der Türkei.
www.imago-images.de
Johannes Thiemann
2019 stand der DBB-Spieler noch am Anfang seiner ruhmreichen Alba-Karriere und kam in einer kleineren Rolle von der Bank, sein gutes Spielverständnis und seine Flexibilität zeichneten ihn aber schon damals aus. 2024 verließ er Berlin und wechselte nach Japan.
www.imago-images.de
Dennis Clifford
Der 2,16-Meter-Hüne war im Vorjahr noch eine Konstante bei Alba, nach seiner Verletzung zu Beginn der Saison 2018/19 schwanden seine Spielanteile aber zunehmend. Gegen Malaga lieferte er nur ein paar Minuten, nach der Saison ging es dann weiter nach Bosnien. Heute spielt er in Portugal für Benfica.
www.imago-images.de