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vor 8 Stunden
Na, wer kennt noch alle?
Drei waren Top 10, drei sind neu: Alle 20 deutschen NBA-Draft-Picks

Drei waren Top 10, drei sind neu: Alle 20 deutschen NBA-Draft-Picks
Mit Hannes Steinbach, Christian Anderson und Jack Kayil kamen beim NBA Draft 2026 gleich drei weitere Namen hinzu. Insgesamt wurden damit bislang 20 Spieler aus Deutschland gedraftet, drei davon sogar in den Top Ten. Andere unterschrieben dagegen nie einen NBA-Vertrag oder blieben ohne Einsatz. Der Überblick.
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Drei waren Top 10, drei sind neu: Alle 20 deutschen NBA-Draft-Picks
Nicht berücksichtigt werden eingebürgerte Deutsche wie Shawn Bradley oder Chris Kaman, die zum Zeitpunkt des Draft keinen deutschen Pass besaßen.
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Drei waren Top 10, drei sind neu: Alle 20 deutschen NBA-Draft-Picks
Vier Spieler aus der Bundesrepublik wurden nicht gedraftet, kamen in der NBA aber trotzdem zum Einsatz - und zwar: Maxi Kleber (458 Spiele), Daniel Theis (411), Tim Ohlbrecht (3) und Elias Harris (2).
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Platz 20: Gunther Behnke - 101. Pick 1985 (gezogen von den Cleveland Cavaliers)
Vor über 40 Jahren gab es noch sieben Runden im Draft, die Cavs schnappten in Runde fünf bei Behnke zu. Der kam aber nie in die USA. Der Europameister von 1993 hatte wegen Heimweh schon Jahre zuvor Kentucky verlassen, ohne auch nur ein Spiel zu absolvieren. Im Expansion Draft 1989 wanderten seine Rechte zu den Minnesota Timberwolves.
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Platz 19: Ariel Hukporti - 58. Pick 2024 (gezogen von den Dallas Mavericks)
Hukporti spielt derzeit immer mal wieder für die Knicks, durchgesetzt hat der Center sich aber noch nicht. 2024 war er der letzte Pick im Draft und wurde am gleichen Tag zu den Knicks getradet. Vor wenigen Tagen krönte er sich mit New York zum dritten deutschen NBA-Champion aller Zeiten.
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Platz 18: Hansi Gnad - 57. Pick 1987 (gezogen von den Philadelphia 76ers)
Der "König" hatte ein wenig Pech mit der NBA. Die Sixers wollten den Center eigentlich verpflichten, doch Gnad hatte kein gültiges Arbeitspapier für die USA beantragt. Ein Jahr später unterschrieb Gnad einen Vertrag in Miami, verletzte sich aber kurz vor Saisonstart. Die rieten Gnad, nach Deutschland zu fliegen und nach seiner Abreise beschuldigten die Heat den Deutschen, dass er das Team ohne Einwilligung verlassen habe.
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Platz 17: Sven Meyer - 51. Pick 1987 (gezogen von den Sacramento Kings)
Auch Meyer sollte nie in der NBA auflaufen, stattdessen ging der Nationalspieler nach vier Jahren auf dem College (Oregon) zurück nach Deutschland, wo er unter anderem für Alba Berlin und Bayer Leverkusen auflief.
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Platz 15: Peter Fehse - 48. Pick 2002 (gezogen von den Seattle SuperSonics)
Dieser Pick der Sonics bleibt ein Rätsel. Fehse schaffte es nur auf 62 BBL-Spiele, in die USA ging er nie, dazu kamen zahlreiche Verletzungen. Kurios: Die Sonics zogen den gebürtigen Hallenser, obwohl sie nie zuvor ein Spiel von Fehse bei dessen Klub in Italien gesehen hatten.
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Platz 15: Paul Zipser - 48. Pick 2016 (gezogen von den Chicago Bulls)
Auf 98 Einsätze für die Bulls kam der Forward, der unter anderem in einem Team mit Dwyane Wade, Jimmy Butler und Rajon Rondo spielte. In den Playoffs war Zipser sogar ein guter Rollenspieler, dennoch war nach zwei Jahren Schluss. 2021 wurde in seiner Bayern-Zeit eine Hirnblutung festgestellt, weswegen der Ex-Nationalspieler notoperiert werden musste. Heute noch bei seinem Heimat-Team in Heidelberg aktiv.
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Platz 14: Isaiah Hartenstein - 43. Pick 2017 (gezogen von den Houston Rockets)
Der heutige NBA-Champion galt damals als möglicher Lottery Pick, doch Gerüchte über Verletzungen ließen ihn am Draft-Abend purzeln. Die Rockets griffen zu und nach diversen Stationen etablierte sich der Center bei den Clippers und Knicks, bevor er bei OKC eine wichtige Stütze des Meisterteams wurde.
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Platz 12: Isaac Bonga - 39. Pick 2018 (gezogen von den Los Angeles Lakers)
In Frankfurt war Bonga ein großer Point Guard, der damalige Lakers-Präsident Magic Johnson war großer Fan des Youngsters. Doch sowohl bei den Lakers, Wizards und Raptors konnte sich Bonga nicht durchsetzen und wechselte wieder nach Europa. Im kommenden Sommer könnte es aber eine NBA-Rückkehr geben.
Kim Klement-USA TODAY Sports
Platz 12: Jack Kayil - 39. Pick 2026 (gezogen von den New York Knicks)
Frisch gekrönt als deutscher Meister mit Alba Berlin machte sich Jack Kayil direkt auf den Weg nach New York - und durfte sich seinen NBA-Traum erfüllen. Zwar musste der 20-Jährige bis zur zweiten Runde warten, doch mit Pick 39 wurde er zunächst von den Houston Rockets ausgewählt. Die Draftrechte waren allerdings bereits Teil eines zuvor vereinbarten Trades, sodass Kayil wenige Augenblicke später offiziell den New York Knicks zugeordnet wurde.
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Platz 11: Tibor Pleiß - 31. Pick 2010 (gezogen von den New Jersey Nets)
Der Center war der erste Pick der zweiten Runde, bekam deswegen also keinen garantierten Vertrag. Seine Rechte wanderten von OKC nach Utah, dort gab Pleiß 2015/16 sein Debüt. Nach nur zwölf Einsätzen kehrte der Kölner aber nach Europa zurück und wurde dort zum Titelhamster (u.a. zwei Titel in der EuroLeague).
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Platz 10: Moritz Wagner - 25. Pick 2018 (gezogen von den Los Angeles Lakers)
Kam zusammen mit Bonga zu den Lakers, hatte dort aber in der ersten LeBron-Saison in L.A. ein schweres Jahr. Über die Stationen Washington, Chicago und Boston fand der ältere Wagner-Bruder in Orlando sein Glück und entwickelte sich zu einem der besten Backup-Bigs der NBA. Seine nähere Zukunft ist allerdings unklar.
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Platz 8: Tristan da Silva - 18. Pick 2024 (gezogen von den Orlando Magic)
Da Silva verbrachte vier Jahre auf dem College in Colorado, beim Draft war er bereits 23 Jahre alt. Dafür war der Forward sofort bereit für eine Rolle bei den Magic, wo er auf dem Flügel seine Aufgaben sehr solide erledigt.
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Platz 8: Christian Anderson Jr. - 18. Pick 2026 (gezogen von den Charlotte Hornets)
Christian Anderson spielte sich mit starken Leistungen für Texas Tech in die erste Runde des NBA Drafts und wurde an Position 18 von den Charlotte Hornets ausgewählt. Der Guard gilt als spielintelligenter Aufbauspieler, der sowohl als Werfer als auch als Passgeber überzeugt. Zwar dürfte er sich seinen Platz in der NBA zunächst erarbeiten müssen, an Potenzial mangelt es ihm jedoch nicht.
Brad Penner
Platz 6: Uwe Blab - 17. Pick 1985 (gezogen von den Dallas Mavericks)
"Brennender Wolkenkratzer" nannten sie Blab auf dem College in Indiana, wo er in einem Spiel sogar mal mehr Punkte als Michael Jordan erzielte. In der NBA stieß der Hüne aus München aber an seine Grenzen und blieb in seinen fünf Spielzeiten stets ein Backup.
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Platz 6: Dennis Schröder - 17. Pick 2013 (gezogen von den Atlanta Hawks)
Elf Jahre wurde kein Deutscher gedraftet, Schröder beendete die Dürre und ist bis heute der einzige deutsche Guard, der von einem NBA-Team gezogen wurde. Inzwischen vor seiner 14. NBA-Saison, allerdings auch schon für das elfte Team.
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Platz 5: Christian Welp - 16. Pick 1987 (gezogen von den Philadelphia 76ers)
Drei Saisons hielt Welp in der NBA aus, sein filigraner Stil passte nicht wirklich in die Zeit der Muskelmänner unter dem Korb. Als Zimmergenosse von Charles Barkley gab es sicherlich auch viel zu erzählen, leider verstarb der Deutsche schon im März 2015 mit nur 51 Jahren.
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Platz 4: Hannes Steinbach - 18. Pick 2026 (gezogen von den Charlotte Hornets)
Nach einer starken Freshman-Saison an der University of Washington wurde Steinbach bereits an Position 14 von den Charlotte Hornets gedraftet. Der deutsche Big Man überzeugte mit seiner Entwicklung auf beiden Seiten des Feldes und wurde dafür mit einem Lottery-Pick belohnt. Gemeinsam mit Christian Anderson bildet er künftig ein deutsches Duo in Charlotte - ein Szenario, das auch für die Zukunft des DBB spannend werden könnte.
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Platz 3: Dirk Nowitzki - 9. Pick 1998 (gezogen von den Milwaukee Bucks)
Nowitzki spielte natürlich nie für die Bucks, stattdessen gelang den Mavs an jenem Draft-Abend ein echter Coup, der die Franchise für immer verändern sollte. 21 Jahre blieb Nowitzki, gewann dabei eine Meisterschaft und stellte zahlreiche Franchise-Rekorde auf.
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Platz 1: Franz Wagner - 8. Pick 2021 (gezogen von den Orlando Magic)
Auf dem College war Wagner kein Star, die Magic sahen aber das Potenzial und werden ihre Wahl nicht bereuen. Wagner ist inzwischen neben Paolo Banchero der Franchise Player in Florida, das erste All-Star Game erscheint nur eine Frage der Zeit zu sein.
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Platz 1: Detlef Schrempf - 8. Pick 1985 (gezogen von den Dallas Mavericks)
Schrempf war der erste deutsche Draft-Pick, der erste deutsche All-Star und der erste Deutsche, der in den NBA Finals stand. Kurz gesagt: Schrempf war Vorreiter und Pionier und ebnete den Weg für seine Nachfolger wie Nowitzki und Co.
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