NBA
vor 10 Stunden
Die Post-James-Ära beginnt
Die neuen Lakers nach LeBron im Check: Ist das wirklich ein Doncic-Team?

Die neuen Lakers im Check: Ist das wirklich ein Doncic-Team?
LeBron James ist weg, bei den Los Angeles Lakers bricht ein neues Zeitalter an. Für Luka Doncic wurde das Team komplett umgebaut, doch kann es den hohen Erwartungen auch nur ansatzweise gerecht werden?
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GUARDS - Luka Doncic
27 Jahre ist Doncic mittlerweile alt, seine endgültige Prime sollte gut bevor stehen, auch wenn der Slowenen schon seit sieben zu den absoluten Topspielern gehört. Das große Thema Fitness steht weiterhin im Raum, kleinere Verletzungen hat der Spielmacher immer. Wenn Doncic aber fit ist, dann gibt es kaum jemanden, der ihn stoppen kann. Aber: Sein Vertrag läuft 2028 aus, viel Zeit bleibt den Lakers nicht …
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Austin Reaves
Reaves bekam im Sommer seinen Zahltag, 185 Millionen Dollar für vier Jahre sind es. Der Guard performte im Vorjahr auf All-Star-Niveau und sollte ohne LeBron noch mehr Chancen bekommen. In seinem Offensivspiel gibt es nur wenige Lücken, vor allem ist er ein Meister darin, Fouls zu ziehen.
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Collin Sexton
Kam aus Chicago und wird der dritte Guard sein, der vor allem die Offense am Laufen halten soll. Seit 2018 in der Liga, aber noch immer ohne jegliche Playoff-Erfahrung. Scoring ist seine Stärke, das Playmaking eher nicht. Dazu recht klein gewachsen und damit eine weitere defensive Schwachstelle.
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Quentin Grimes
Mit 1,93 Meter eher ein Guard, doch vermutlich wird Grimes auf der Drei starten. Die Länge von Doncic auf Point sollte das möglich machen. 60 Millionen für vier Jahre ist vollkommen in Ordnung, da Grimes auf beiden Seiten des Feldes etwas anbieten kann. Für die Sixers verbuchte Grimes im Vorjahr 13,4 Punkte im Schnitt, nur der sonst so sichere Dreier wollte nicht fallen (33,4 Prozent).
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Jaden Hardy
Kennt Doncic aus gemeinsamen Mavs-Tagen und ist ein solider Ergänzungsspieler für die Rotation. Auch er kommt vor allem über das Scoring, vor allem von der Dreierlinie (Karriere: 38,6 Prozent). Defensiv aber angreifbar, weil auch ihm die Länge fehlt.
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Cameron Carr
Für Position 24 ist Carr ein sehr interessanter Pick. Der 19-Jährige ist ein guter Athlet, hat sehr lange Arme und weiß, wo der Korb hängt. Seine Wurfauswahl ist bisweilen fragwürdig, dennoch zeigte auch schon die Summer League, dass Carr durchaus Chancen besitzt, von Tag eins in der Rotation der Lakers zu sein.
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Bronny James
Der Papa ist weg, was heißt das nun für Bronny? Berichten zufolge planen die Lakers mit dem 21-Jährigen, der in seinen zwei Jahren in L.A. kaum etwas zeigen konnte. Seine Defense ist in Ordnung, aber offensiv kam bisher viel zu wenig. Vielleicht hilft es auch, wenn der Vater nun nicht mehr im Team steht.
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FORWARDS - Matisse Thybulle
Defense braucht dieser Kader und mit Thybulle fanden die Lakers spät in der Offseason einen Spezialisten. Wegen einiger Verletzungen war der ehemalige Blazers-Flügel zum Minimum zu haben, ein kleiner Steal. Und: Abseits der Öffentlichkeit in Portland hat sich sein Dreier stabilisiert. Denn klar ist, dass der Australier an der Seite von Doncic jede Menge offene Eckendreier kriegen wird.
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Jarred Vanderbilt
"Vando" gilt noch als Trade-Kandidat, eventuell ja für Jonathan Kuminga, an dem die Lakers weiter baggern. Coach Redick ist nicht der größte Fan, doch seine gute Verteidigungsarbeit kann durchaus wertvoll sein. Über die Offense legen wir aber lieber den Mantel des Schweigens.
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Ziaire Williams
Auch Williams kam zum Minimum, die Lakers bieten ihm womöglich die letzte NBA-Chance. Der 24-Jährige spielte an der Highschool mit Bronny zusammen und wurde 2021 von den Grizzlies sogar an Position 10 gedraftet. Legte für Brooklyn im Vorjahr 10 Punkte im Schnitt auf, doch sein Wurf wackelt und noch ist er den Beweis schuldig geblieben, dass er ein solider Rotations-Wing sein kann.
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Dalton Knecht
Knecht ist ständig in Trade-Gerüchten, aber was ist er überhaupt wert? Der frühe Hype um den Schützen ist komplett abgeflacht, bisweilen fiel er im Vorjahr auch aus der Rotation. Um auf dem Feld zu bleiben, muss Knecht schon 40 Prozent und besser von draußen werfen, sonst ist er defensiv zu angreifbar. Bisher ist es ihm jedoch nicht gelungen (Vorjahr: 34,2 Prozent).
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Adou Thiero
Machte im Vorjahr 25 Spiele und ist ein athletischer Freak, der ansonsten noch sehr roh ist. Das Talent ist definitiv da, doch ihm bremsten auch immer wieder Verletzungen aus. Womöglich hat der Forward in dieser Saison ja etwas mehr Glück.
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Jake LaRavia
Der Forward machte im Vorjahr alle 82 Spiele als einziger Laker und sah 25 Minuten im Schnitt. Ist aktiv, oft in Bewegung, aber es gibt gleichzeitig auch nichts, was LaRavia so richtig auszeichnet. Somit in seinem Handeln etwas limitiert, aber als solider Bankspieler natürlich immer eine Option.
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CENTER - Walker Kessler
Die große Wette auf der Center-Position. Für Kessler gaben die Lakers gleich zwei Picks und zwei Tausch-Rechte an Utah ab - und zahlen dem Big Man 130 Millionen Dollar über vier Jahre. Ein heftiger Preis für einen Spieler, der wegen einer Schulterverletzung im Vorjahr nur fünf Spiele machen konnte. Aber: Kessler ist einer der besten Ringbeschützer der Liga und hat auch den Dreier im Gepäck.
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Sandro Mamukelashvili
Der Georgier spielte in Toronto die beste Saison seiner Karriere und ist ein weiterer variabler Offensivspieler, der auf beiden großen Positionen zum Einsatz kommen kann. In 22 Minuten legte er im Vorjahr 11 Punkte und 5 Rebounds auf und dürfte auch für L.A. eine wichtige Rolle in der Rotation einnehmen.
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Kevon Looney
Als weitere echte Kante kam Looney aus New Orleans, nachdem dieser zuvor zehn Jahre für die Warriors spielte. Der 30-Jährige spielte jedoch eine schwache Saison, lediglich seine Arbeit am Brett ist weiterhin elitär. Looney hat schon mehrere schwere Verletzungen hinter sich, womöglich ist nicht mehr viel im Tank.
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COACH: J.J. Redick
Redick geht in seine dritte Saison bei den Lakers und meisterte den Spagat mit vielen Superstar-Egos überraschend gut. Der ehemalige Weltklasse-Schütze ist ein guter Taktiker und scheint beliebt bei seinen Spielern zu sein. Deswegen sitzt der 42-Jährige auch fest im Sattel bei den Lakers.
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Fazit
Ein passendes Team für Doncic wollte GM Rob Pelinka präsentieren. So wirklich gelungen ist das nicht. Die Mannschaft besteht wieder aus vielen Spielern, die auf einer Seite des Balles stark sind, auf der anderen aber nicht. Ohnehin geht die Tendenz eher in Richtung Offense. Mit einem fitten Doncic sollten die Playoffs kein Problem sein, aber die Zeit hat gezeigt, dass dies keine Garantie ist. Zum Titelanwärter fehlt ohnehin noch ein ganzes Stück.
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