NBA
02.08.2025
Towns oder Booker?
Die dominanten Wildcats: Der 2015er NBA-Draft neu sortiert

Die dominanten Wildcats: Der 2015er NBA-Draft neu sortiert
Der NBA-Draft 2015 gilt als tief besetzter Jahrgang. Nicht nur wegen Stars wie Karl-Anthony Towns oder Devin Booker. Auch zahlreiche später gezogene Spieler entwickelten sich zu festen Größen in der Liga und übernahmen Schlüsselrollen bei Playoff-Teams. Wir sortieren den Jahrgang neu.
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Honorary Mention: Richaun Holmes
Holmes wurde 2015 an Position 37 von den Philadelphia 76ers ausgewählt und entwickelte sich über Jahre hinweg zu einem verlässlichen Rollenspieler. Vor allem bei den Sacramento Kings blühte der Center auf, als er in der Saison 2020/21 mit 14,2 Punkten und 8,3 Rebounds im Schnitt seine beste Spielzeit absolvierte.
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Honorary Mention: Delon Wright
Der Guard wurde von den Toronto Raptors an 20. Stelle gezogen und etablierte sich schnell. Seine Vielseitigkeit machte ihn attraktiv. So spielte er unter anderem für die Grizzlies, Mavericks, Pistons, Hawks und Wizards. Besonders in Rollen abseits des Rampenlichts zeigte Wright seine Qualitäten als Ballverteiler, Verteidiger und Rollenspieler.
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14. Pick: Trey Lyles (ursprünglich 12. Pick) - damaliger Pick: Cameron Payne
Trey Lyles, ein kanadischer Forward von Kentucky, wurde an Nummer 12 von den Utah Jazz ausgewählt. Obwohl er mit hohen Erwartungen in die Liga kam, dauerte es einige Jahre, bis er sich stabilisierte. Seine Stretch-Big-Qualitäten zeigte er inzwischen bei den Kings, wo er in den Playoffs 2023 ein wichtiger Teil der Rotation wurde.
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13. Pick: Larry Nance Jr. (ursprünglich 27. Pick) - damaliger Pick: Devin Booker
Larry Nance Jr., Sohn des gleichnamigen NBA-Dunk-Champions, kam als Allrounder von Wyoming. Die Lakers sicherten sich seine Dienste an Position 27. Mit seiner Athletik und defensiven Vielseitigkeit etablierte er sich schnell. Nach Stationen in Cleveland und New Orleans ist Nance ein verlässlicher Rollenspieler geblieben. Heute ist er wieder bei den Cavs unter Vertrag.
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12. Pick: Pat Connaughton (ursprünglich 41. Pick) - damaliger Pick: Trey Lyles
Pat Connaughton, Dual-Athlet bei Notre Dame (Baseball und Basketball), wurde an Position 41 gezogen. Der athletische Wing fand seine Rolle in Milwaukee, wo er durch Verteidigung, Hustle und zuverlässiges Shooting zur Championship 2021 beitrug. Sein Mix aus Energie und Teamgeist macht ihn weiterhin wertvoll.
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11. Pick: Tyus Jones (ursprünglich 24. Pick) - damaliger Pick: Myles Turner
Tyus Jones, der gefeierte Floor General des NCAA-Champions Duke, wurde von den Cavaliers gedraftet, landete aber schnell bei den Timberwolves. Als einer der besten Backup-Point-Guards der Liga glänzte er jahrelang mit Turnover-Vermeidung und Spielübersicht. In Washington bekam er 2024 schließlich die Chance als Starter.
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10. Pick: Josh Richardson (ursprünglich 40. Pick) - damaliger Pick: Justise Winslow
Josh Richardson, ein vielseitiger Guard von der University of Tennessee, wurde in der zweiten Runde (Nr. 40) von den Miami Heat ausgewählt. In seiner Rookie-Saison überraschte er mit starker Defense und effizientem Shooting. Richardson spielte später u. a. für die 76ers, Celtics, Mavericks und Spurs, bevor er 2023 wieder zu den Heat zurückkehrte.
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9. Pick: Terry Rozier (ursprünglich 16. Pick) - damaliger Pick: Frank Kaminsky
"Scary Terry" war Teil des erfolgreichen Louisville-Programms und wurde an 16. Stelle von den Boston Celtics gezogen. Dort machte er sich als energischer Backup einen Namen - insbesondere durch seinen starken Playoff-Run 2018. Später wechselte er nach Charlotte, wo er sich zum primären Scorer entwickelte, bevor er 2024 nach Miami getradet wurde.
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8. Pick: Bobby Portis (ursprünglich 22. Pick) - damaliger Pick: Stanley Johnson
Bobby Portis, ein robuster Big Man von den Arkansas Razorbacks, wurde an Position 22 von den Bulls gedraftet. Nach wechselhaften Jahren in Chicago fand Portis bei den Milwaukee Bucks seine Rolle: Als harter Rebounder mit solider Range war er ein entscheidender Faktor im Titeljahr 2021 und avancierte zum Publikumsliebling.
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7. Pick: Kelly Oubre Jr. (ursprünglich 15. Pick) - damaliger Pick: Emmanuel Mudiay
Kelly Oubre Jr. kam als athletischer Wing von der University of Kansas in die Liga. Die Atlanta Hawks wählten ihn an Position 15, doch seine Karriere begann bei den Washington Wizards. In der NBA machte Oubre sich als energiegeladener Scorer und vielseitiger Verteidiger einen Namen. Nach Jahren bei Phoenix, Golden State und Charlotte unterschrieb er zuletzt in Philadelphia (2023).
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6. Pick: D‘Angelo Russell (ursprünglich 2. Pick) - damaliger Pick: Willie Caulie-Stein
D’Angelo Russell, der talentierte Linkshänder von Ohio State, galt als einer der besten Passgeber seines Jahrgangs. Die Lakers zogen ihn an Nummer 2 - ein Pick, der vielversprechend begann, aber nach einem unruhigen Start in Los Angeles in einem Trade endete. Bei den Nets blühte Russell 2019 auf, wurde All-Star und führte Brooklyn in die Playoffs. Nach Stationen in Minnesota und Golden State kehrte er 2023 zu den Lakers zurück. Im Sommer unterschrieb er bei den Dallas Mavericks.
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5. Pick: Norman Powell (ursprünglich 46. Pick) - damaliger Pick: Mario Hezonja
Norman Powell spielte am College für UCLA, wo er sich als starker Two-Way-Guard präsentierte. Trotz solider Leistungen rutschte er im Draft bis an Position 46 zu den Milwaukee Bucks, wurde jedoch direkt nach Toronto getradet. Dort entwickelte sich Powell zu einem effizienten Scorer und war 2019 Teil des Championship-Runs der Raptors. Inzwischen ist er für seine Rolle als "Microwaver" bei den Heat bekannt.
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4. Pick: Myles Turner (ursprünglich 11. Pick) - damaliger Pick: Kristaps Porzingis
Der Big Man von den Texas Longhorns galt als Sleeper Pick auf der Center-Position. Dank seiner Shot-Blocking-Fähigkeiten und dem Potenzial als Stretch-Big hatten viele Scouts ihn in den Top 10 erwartet. In der NBA verlief sein Weg zunächst unruhig - ständige Trade-Gerüchte und Playoff-Enttäuschungen prägten die ersten Jahre. Doch 2024 führte Turner ein junges Pacers-Team überraschend in die Eastern Conference Finals und erreichte vergangene Saison sogar die NBA Finals, ehe eine bittere Niederlage folgte. Nach zehn Jahren in Indiana unterschrieb er im Juli bei den Milwaukee Bucks.
Ray Carlin-USA TODAY Sports
3. Pick: Kristaps Porzingis (ursprünglich 4. Pick) - damaliger Pick: Jahlil Okafor
Mit Buhrufen wurde er von den Knicks-Fans am Draft-Abend empfangen. Kaum jemand glaubte an ihn - bis er sich zur Legende in New York entwickelte. Nach Stationen in Dallas und Washington krönte er seine Karriere 2024 mit dem Titelgewinn der Celtics, als fester Bestandteil des Teams. Und doch bleibt das Gefühl, dass noch mehr möglich gewesen wäre - wiederkehrende Verletzungen bremsen ihn seit seiner Rookie-Saison.
Russ Isabella-USA TODAY Sports
2. Pick: Karl-Anthony Towns (ursprünglich 1. Pick) - damaliger Pick: D'Angelo Russell
Der beste Spieler des besten College-Teams der Nation - und das schon mit 18 Jahren. Dass KAT der Top-Pick im Draft wird, zeichnete sich früh ab. Nach dem Blockbuster-Trade im Sommer 2024 spielt der Big Man inzwischen für die Knicks, mit denen er zuletzt die Conference Finals erreichte. Trotz anhaltender Kritik an seiner angeblichen "Softness" bestätigt er kontinuierlich seinen Status als Elite-Spieler.
Jamie Rhodes-USA TODAY Sports
1. Pick: Devin Booker (ursprünglich 13. Pick) - damaliger Pick: Karl-Anthony Towns
Im tief besetzten Kader der ungeschlagenen Kentucky Wildcats (34-0) kam Devin Booker nur als Bankspieler zum Einsatz. Eines der dominantesten College-Teams aller Zeiten gewann die ersten 38 Spiele der Saison (inkl. March Madness), bevor es im Final Four an Wisconsin scheiterte. Trotz seines herausragenden Wurfs und großen Scoring-Potenzials wurde der Freshman von vielen Scouts im Draft unterschätzt. Heute ist der 28-Jährige viermaliger All-Star.
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