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vor 23 Stunden
Halbfinale jährt sich zum 25. Mal
Die bittere Nacht von Istanbul: Das wurde aus dem deutschen EM-Kader von 2001

Die bittere Nacht von Istanbul: Das wurde aus dem deutschen EM-Kader von 2001
Am 8. September 2001 verpasste Deutschland gegen Gastgeber Türkei auf dramatische Weise das EM-Finale. Hedo Türkoglu rettete sein Team kurz vor Schluss in die Verlängerung, dort unterlag die DBB-Auswahl mit 78:79. Diese zwölf Spieler gehörten zum deutschen Kader.
Bongarts/Getty Images
8,9 Sekunden fehlen zum Finale
Deutschland führte 8,9 Sekunden vor dem Ende mit 70:67. Türkoglu traf den Dreier zum Ausgleich, Nowitzki schied in der Verlängerung aus und Gastgeber Türkei gewann 79:78. Im Spiel um Bronze unterlag die entkräftete DBB-Auswahl anschließend Spanien.
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Mithat Demirel
Der damals 23-Jährige gehörte zu den Spielmachern der deutschen Mannschaft. Später gewann Demirel mit dem DBB Bronze bei der WM 2002 und Silber bei der EM 2005, nach seiner Karriere arbeitete er unter anderem als Sportdirektor bei Alba Berlin. Heute DBB-Vizepräsident.
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Ademola Okulaja
Okulaja war gegen die Türkei mit 18 Punkten und 17 Rebounds überragend - und stand trotzdem im Mittelpunkt der bittersten Szene. Beim Stand von 70:67 foulte er Hedo Türkoglu nicht, dessen Dreier die Verlängerung erzwang. Der spätere DBB-Kapitän starb 2022 im Alter von nur 46 Jahren.
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Robert Garrett
Der athletische Shooting Guard kam in der Rotation hinter den deutschen Leistungsträgern zum Einsatz. Garrett blieb dem DBB noch viele Jahre erhalten, gewann 2005 EM-Silber und nahm 2008 an den Olympischen Spielen in Peking teil.
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Marko Pesic
Pesic lieferte im Halbfinale eines seiner besten Länderspiele ab und erzielte 17 Punkte. Ein Jahr später gewann er mit Deutschland WM-Bronze, später prägt der Sohn von Trainerlegende Svetislav Pesic als Geschäftsführer den Basketball beim FC Bayern.
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Stefano "Nino" Garris
Garris gehörte zu den wichtigsten Verteidigern im deutschen Backcourt und kam im Turnier auf durchschnittlich 1,7 Steals. Der schnelle Guard stand auch beim Gewinn der WM-Bronzemedaille 2002 und beim EM-Silber 2005 im DBB-Aufgebot.
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Drazan Tomic
Der erfahrene Flügelspieler absolvierte insgesamt 83 Länderspiele und nahm an den Europameisterschaften 1999 und 2001 teil. Tomic spielte in mehreren europäischen Ländern und beendete seine aktive Karriere 2007 in Braunschweig.
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Marvin Willoughby
Willoughby übernahm beim EM-Turnier eine kleinere Rolle auf dem Flügel. Nach dem verletzungsbedingten Ende seiner Spielerkarriere baute er in seiner Heimatstadt gemeinsam mit Mitstreitern die Hamburg Towers auf und wurde zu einem der wichtigsten Basketballmacher der Hansestadt.
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Stipo Papic
Der damals 22 Jahre alte Big Man gehörte zu den jüngsten Spielern im deutschen Kader. Papic war mit Alba Berlin 2000 und 2001 Deutscher Meister geworden, erhielt bei der EM hinter der prominenten Konkurrenz auf den großen Positionen aber nur wenig Spielzeit.
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Stephen Arigbabu
Arigbabu brachte Kraft, Rebounding und Energie von der Bank. Der Center gehörte anschließend auch zu den deutschen Mannschaften, die 2002 WM-Bronze und 2005 EM-Silber gewannen, und wechselte nach seiner aktiven Laufbahn ins Trainergeschäft.
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Patrick Femerling
Femerling war mit durchschnittlich 11,0 Punkten und 5,6 Rebounds der drittbeste deutsche Scorer des Turniers. Der 2,15 Meter große Center absolvierte insgesamt 221 Länderspiele und ist damit bis heute Rekordnationalspieler des DBB.
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Dirk Nowitzki
Nowitzki war mit 28,7 Punkten pro Spiel der beste Scorer der gesamten EM. Im Halbfinale kam er auf 22 Punkte und zehn Rebounds, musste in der Verlängerung aber nach seinem fünften Foul vom Feld. Zehn Jahre später führte er die Dallas Mavericks zur NBA-Meisterschaft.

Shawn Bradley
Der 2,29 Meter große NBA-Center hatte kurz vor dem Turnier die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten und bildete mit seinem Dallas-Teamkollegen Nowitzki ein außergewöhnliches DBB-Duo. Die EM 2001 blieb sein einziger Sommer mit der deutschen Nationalmannschaft.
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Trainer: Henrik Dettmann
Dettmann führte Deutschland erstmals seit dem EM-Titel von 1993 wieder in ein großes Halbfinale. Nach der Niederlage übernahm er die Verantwortung dafür, dass sein Team Türkoglu vor dem Ausgleich nicht gefoult hatte. Ein Jahr später gelang unter ihm mit WM-Bronze der bis dahin größte deutsche Erfolg seit 1993.
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