NBA
vor 7 Stunden
Drei warten noch auf einen Vertrag
Deutschland erstmals zweistellig in der NBA? Alle Deutschen und ihre Rolle im Detail

Christoph Tilly (aktuell: Oklahoma City Thunder)
Erstmals in der NBA-Geschichte hat Deutschland die Chance, zweistellig in der regulären Saison vertreten zu sein. Acht Akteure haben bereits einen garantierten Vertrag für die kommenden Jahre, drei müssen noch bangen. Wir analysieren die Situation der elf Deutschen im NBA-Kosmos.
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Franz Wagner (Orlando Magic)
Der wohl beste deutsche Spieler der Gegenwart steht vor seiner sechsten Saison in NBA und Orlando. Für Wagner ist es die Chance, nach einer von Verletzungen geprägten Vorsaison mit lediglich 34 Regular-Season-Spielen einen Schlussstrich zu ziehen. Seinen Mehrwert hatte er in den Playoffs bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit neuem Head Coach, dafür ohne Bruder Moritz wollen die Magic erstmals nach 16 (bald 17) Jahren wieder aus der ersten Playoff-Runde hinaus.
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Tristan da Silva (Orlando Magic)
Da Silva kam erst mit 23 Jahren in die NBA, hat aber bereits nach zwei Saisons ausreichend Argumente gesammelt, warum das manchmal auch gut sein kann. Der Münchner hat sich bereits zu einem wichtigen Teil in der Rotation der Magic gemausert. Starting-Chancen hat er wohl keine bei voller Gesundheit im Kader, dafür hat er die Chance, sich zum Sixth Man aufzuschwingen.
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Moritz Wagner (Brooklyn Nets)
Nach fünf Jahren an der Seite von Bruder Franz schlägt Moritz Wagner ein neues Kapitel in Brooklyn auf, die den deutschen Nationalspieler durchaus großzügig entlohnen. Aber noch viel wichtiger: Nach seinem Kreuzbandriss und der anschließend limitierten Rolle in Orlando hat der Berliner nun endlich wieder die Chance, mit sportlichen Leistungen für Schlagzeilen zu sorgen und an seiner starken Form (Pre-Verletzung) anzuknüpfen.
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Isaiah Hartenstein (Oklahoma City Thunder)
Hartensteins Zukunft in Oklahoma City stand nach dem Aus Playoff-Halbfinale kurz auf der Kippe, was insbesondere an den so langsam explodierenden Gehältern der Thunder liegt. Dass OKC nun dennoch mit dem deutschen Center verlängert hat, zeigt, wie hoch sein Ansehen beim Meister von 2025 ist. Hartenstein wird auch in Zukunft den defensiven Anker einer der besten Teams der Liga darstellen.
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Maxi Kleber (zuletzt: Los Angeles Lakers)
Steht die NBA-Karriere von Maxi Kleber vor ihrem Ende? Es scheint so. Der Forward, der zuletzt bei den L.A. Lakers unter Vertrag stand, spielte sportlich nur noch eine Außenseiterrolle. Zwar galt er bei den Kaliforniern als respektierte Kabinenstimme, unklar ist aber, ob das genügt, um sich in Jahr 10 nochmal die Schuhe in der NBA zu schnüren. Anfang Juli hatten die Lakers zumindest auf seine Bird-Rechte verzichtet. Eine Rückkehr nach Europa scheint denkbar.
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Ariel Hukporti (Philadelphia 76ers)
Einst mit dem 60. und damit letzten Pick im 2024er Draft ausgewählt, hatte der ehemalige Ludwigsburger einen schweren Stand bei den Knicks. Der Meister verzichtete letztlich auf eine Vertragsverlängerung, woraufhin Hukporti bei Lokalrivale Philadelphia anheuerte. Der junge Center hat es offenbar trotz geringer Spielzeiten geschafft, die Liga von seinen defensiven Fähigkeiten zu überzeugen. Es geht als in Jahr 3 für den gebürtigen Stralsunder.
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Dennis Schröder (Cleveland Cavaliers)
13 NBA-Jahre auf dem Buckel - und noch lange nicht genug. Mit den Cleveland Cavaliers streift sich der Natio-Kapitän aktuell das elfte Trikot über, dabei ist - wie so oft - unklar, ob sich nicht doch nochmal etwas verändert. Insbesondere die Situation um LeBron James könnte das Gehaltsgefüge in Cleveland nochmal überwerfen. Schröder selbst wird sich davon aber wohl nicht mehr aus der Ruhe bringen lassen: Der 32-Jährige verfügt noch über einen garantierten Arbeitsvertrag bis 2028.
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Hannes Steinbach (Charlotte Hornets)
Als höchster deutscher Draftpick seit Franz Wagner könnte er zum nächsten deutschen Starspieler heranreifen. In Charlotte hat Steinbach dabei auch einen guten Arbeitgeber gefunden, der sich nicht nur kürzlich Big-Man-Konkurrent Miles Bridges entledigte, sondern auch sportlich auf dem aufsteigenden Ast ist. Hier hat Steinbach alle Chancen, sich eine relevante Rolle zu erkämpfen.
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Christian Anderson Jr. (Charlotte Hornets)
Gleiches gilt auch für Junioren-Kollege Christian Anderson, der vier Picks später seinen Namen hörte. Mit dem Trade von LaMelo Ball klafft bei den Hornets eine Lücke auf der Aufbauposition - man scheint dem Point Guard eine Chance geben zu wollen.
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Jack Kayil (New York Knicks)
Selbiges lässt sich für Zweitrundenpick Jack Kayil zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen. Der Rookie der New York Knicks muss in der Summer League noch einige Argumente für sich sammeln. Das Ziel: Einen der drei noch verfügbaren Two-Way-Verträge unterschreiben. Alternativ steht auch eine Rückkehr zu ALBA Berlin im Raum.
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Christoph Tilly (aktuell: Oklahoma City Thunder)
Eine weitere Hängepartie sehen wir bei Christoph Tilly, der für die Öffentlichkeit einen relativ überraschenden Exhibit-10-Vertrag von den Thunder erhielt und sich derzeit ebenfalls in Las Vegas beweisen muss. Bislang zeigte er bereits gute Leistungen. Aber reicht das? In Oklahoma City gibt der Kader kaum noch einen Platz her. Aber viele andere Mannschaften wären für einen jungen, entwicklungsfähigen Big Man sicherlich zu haben.
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