NBA
vor 23 Stunden
Zwei Ex-All-Stars und jede Menge Youngster
Der Wizards-Kader im Check: Was der Top-Pick für den Rebuild bringt

NBA: Washington Wizards at New Orleans Pelicans
Was ist drin für die neuen Washington Wizards? Wir blicken auf den aktuellen Kader und wo die Wizards in ihrem Rebuild mit dem kommenden Top-Pick stecken. Sind die Playoffs in der kommenden Saison möglich?
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GUARDS - Trae Young (28 Jahre, Spieler-Option 49,0 Mio. Dollar)
Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Guard einen neuen Vertrag in D.C. bekommt, sonst hätten die Wizards nicht für den Spielmacher im Januar getradet. Für Young ist es ein Neuanfang und die Chance zu beweisen, dass sich in einer Mannschaft nicht alles um ihn drehen muss.
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Bilal Coulibaly (22, 9,2 Mio. Dollar)
Der Franzose kann im Sommer eine Rookie Extension unterzeichnen, die abgelaufene Saison brachte aber nur bedingt Fortschritte. Seine Defense ist überragend, aber im Angriff bleibt vieles Stückwerk. Nach drei Jahren sollte hier langsam mal ein Sprung zu erkennen sein.
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Bub Carrington (20, 4,9 Mio. Dollar)
Der kleine Guard spielte zum zweiten Mal die vollen 82 Spiele, vermutlich wird er der Backup von Young sein. Carrington ist ein guter Scorer, unterliegt aufgrund seiner Größe aber einigen Limitationen und es ist nicht klar, inwieweit der 20-Jährige einem guten NBA-Team helfen kann.
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Tre Johnson (20, 8,4 Mio. Dollar)
Zeigte in seiner Rookie-Saison gute Ansätze und könnte sicherlich noch viele Wiederholungen gebrauchen. Es wird sich zeigen, wie viel er den Ball in einem Young-Team in den Händen halten kann. Vermutlich wird er mit Carrington viel in der zweiten Fünf stehen. Womöglich erhoffte man sich zwar etwas mehr (12,2 PPG, 42% FG), doch noch ist nicht aller Tage Abend.
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Jaden Hardy (24, 6,0 Mio. Dollar)
Kam mit Davis aus Dallas und spielte so viel wie noch nie in seiner Karriere. In 23 Spielen traf er unter anderem 42 Prozent seiner Dreier. Ob er der Guard allerdings wirklich in den Plänen der Wizards ist, darf angezweifelt werden.
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D’Angelo Russell (30, Spieler-Option 6,0 Mio. Dollar)
Definitiv keine Rolle wird Russell spielen, der nach dem Trade aus Dallas nicht einmal beim Team war. Der Spielmacher hält eine Spieleroption und dürfte diese ziehen, da sich das Interesse an seinen Diensten ligaweit in Grenzen halten wird. Der frühere All-Star ist nur noch ein Schatten früherer Tage.
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Jamir Watkins (25, Team-Option 2,2 Mio. Dollar)
Als Zweitrundenpick empfahl sich Watkins über seine Defense bei Coach Brian Keefe, da konnte man auch darüber hinwegsehen, dass der Wurf quasi nicht existent ist. Steigert er sich hier, könnte Watkins aber zumindest ein solider NBA-Spieler werden.
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FORWARDS - Kyshawn George (23, 3,1 Mio. Dollar)
Die Wizards setzten den Schweizer vermehrt als Spielmacher vom Flügel ein, der dankte es mit 14,8 PPG und 4,5 APG. Der Forward ist der vielleicht interessanteste Spieler im Kader, weil er so variabel einsetzbar ist und mit 22 Jahren noch so viel Luft nach oben ist. Sollte auf der Drei gesetzt sein.
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Justin Champagnie (25, 2,7 Mio. Dollar)
Der Forward ist ein Fanliebling in der Hauptstadt, sein Einsatz wird anerkannt. Wohl auch deswegen sollte er seinen Platz trotz eines nicht-garantierten Vertrags sicher haben. Es wäre zumindest hilfreich, wenn Champagnie wieder besser von draußen treffen würde (nur 31,9 Prozent)
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Cam Whitmore (22, 5,4 Mio. Dollar)
Washington gab dem hochtalentierten Flügel eine Chance, doch Keefe wurde mit dem selbstbewussten Youngster nie warm, mehrfach gab es Ärger. Whitmore absolvierte nur 21 Partien, dazu kam eine Thrombose, die seine Saison vorzeitig beendete. Das Talent ist da, doch das Team-Verständnis fehlt weiterhin.
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Will Riley (20, 3,7 Mio. Dollar)
Der Aufsteiger der Saison. Als später Erstrundenpick machte Riley mit seiner Größe und Playmaking-Skills auf sich aufmerksam und war eine der positiven Überraschungen. Mit 2,03 Meter ein guter Ballhandler und oft der defacto Backup-Spielmacher im Team. Wo er sich steigern muss, ist in der Verteidigung.
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BIGS - Anthony Davis (33, 58,5 Mio. Dollar)
Wie viel hat der Big Man noch im Tank? Will er überhaupt in Washington sein? Davis ist zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere eine Blackbox. Seine Zeit in Dallas war überschaubar, Verletzungen taten das Übrige. Vieles deutet darauf hin, dass seine Prime vorbei ist, auch wenn er (wenn fit) weiter zu den besten Bigs der NBA zählt. Allerdings spielt er eben ungern auf der Vier.
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Alex Sarr (21, 12,4 Mio. Dollar)
Das sollte aber der Plan sein, schließlich haben die Wizards mit Sarr bereits ihren Center der Zukunft. Der Franzose zeigte sich in seinem zweiten Jahr deutlich verbessert, ging endlich auch dort hin, wo es wehtut. Dennoch wird man das Gefühl nicht los, dass im ehemaligen Nr.2-Pick noch deutlich mehr schlummert. Die Kombination aus Shooting und Ringschutz auf hohem Niveau ist bekanntermaßen selten.
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Tristan Vukcevic (23, 3,0 Mio. Dollar)
Auch der Serbe kann werfen, es wäre aber wünschenswert, wenn er auch in der Zone Gefahr ausstrahlen würde. Das passiert noch zu selten, dazu ist er als Fünfer ein schwacher Verteidiger. Noch ist nicht klar, ob das wirklich für eine längere NBA-Karriere reichen kann.
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NBA: Orlando Magic at Washington Wizards
Trotz Young, Davis und vermutlich dem Top-Pick sind die Wizards um Coach Brian Keefe. noch mitten im Rebuild. Es gibt vielversprechende Youngster, aber bei vielen Personalien auch jede Menge Fragezeichen. Am ehesten dürften Coulibaly, Johnson, Sarr, George und Riley zum Kern der Zukunft gehören, überdurchschnittlich ist aber noch keiner von ihnen. Man wird sich weiterhin in Geduld üben müssen, daran ändert auch der Top-Pick nicht viel.
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