Nationalmannschaft Männer
04.09.2025
Der perfekte Start
DBB-Zeugnisse nach der Vorrunde: Grandios im Kollektiv

Die perfekte EM-Vorrunde: Grandios im Kollektiv
Fünf Spiele, fünf Siege. Zum ersten Mal hat eine deutsche Mannschaft im derzeitigen Format eine Gruppenphase unbeschadet überstanden. Dabei gab sich das Team keiner Blöße und überzeugte als Kollektiv. Die Zwischenzeugnisse.
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Dennis Schröder (Guard/Sacramento Kings)
Der Kapitän absolviert bisher ein sehr starkes und vor allem konstantes Turnier. Sowohl bei den Punkten (21,0) als auch bei den Assists (6,2) ist er in den Top 10. Auch der unschöne Rassismus-Vorfall in der Halbzeit gegen Litauen warf den Braunschweiger nicht aus der Bahn. Auch bemerkenswert: Schröders Dreier fällt (42 Prozent).
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Maodo Lo (Guard/Zalgiris Kaunas)
Lo nutzte die Partien gegen Montenegro und Schweden, um in seinen Rhythmus zu kommen, gegen Großbritannien pausierte der Berliner mit Knieproblemen. Dennoch sieht Lo deutlich besser aus als noch bei Olympia.
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Andreas Obst (Guard/FC Bayern München)
Keiner hat in der Vorrunde mehr Dreier als Obst verwandelt (15). Der Bayern-Guard agiert dabei auch hochprozentig, für das Turnier sind es derzeit bockstarke 53,6 Prozent. Gegen Litauen und Montenegro flutschten je fünf Distanzwürfe durch die Reuse.
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Justus Hollatz (Guard/FC Bayern München)
Der Hamburger erfüllt seine Rolle solide, ohne große Ausreißer nach unten. Als großer Guard liegen die Stärken in der Verteidigung, aber es hat sich gezeigt, dass er offene Dreier ohne Probleme treffen kann. Das war nicht immer so.
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Franz Wagner (Forward/Orlando Magic)
So stark Schröder spielt, der MVP der Vorrunde im DBB-Team heißt Wagner. Der Magic-Forward zieht sieben Freiwürfe pro Spiel, trifft 55,4 Prozent aus dem Feld und auch die Dreier fielen in der Vorrunde (41,2 Prozent). Der neue Stil unter Alex Mumbru ist maßgeschneidert für den 24-Jährigen.
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Tristan da Silva (Forward/Orlando Magic)
Der "Rookie" brauchte ein wenig, um ins Turnier zu kommen, gegen Großbritannien platzte der Knoten mit 25 Punkten in ebenso vielen Minuten. Durch den Ausfall von Voigtmann könnte seine Rolle noch einmal wichtiger werden. Als großer, beweglicher Flügelspieler von der Bank ist er für das DBB-Team ein echter Luxus.
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Isaac Bonga (Forward/Partizan Belgrad)
Der nominelle Voigtmann-Ersatz ist aber Bonga, der im Stillen seine Defensiv-Arbeit ohne Fehl und Tadel erledigt. Zum Auftakt gab es ein paar Sorgen um das Knie, davon ist nun keine Rede mehr. Nur der Dreier könnte etwas besser fallen, dazu ist Bonga als neuer Starter aber definitiv in der Lage, wie er bei den vergangenen Turnieren zeigte.
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Oscar da Silva (Forward/FC Bayern München)
Er selbst beschrieb seine Rolle als "Joker", durch den Voigtmann-Ausfall sollten mehr Minuten abfallen. Gegen Großbritannien konnte auch er Selbstvertrauen tanken, das war ihm zu wünschen, weil er in der Verteidigung mit seiner Variabilität noch wichtig werden kann.
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Daniel Theis (Center/AS Monaco)
Seine Minuten wurden sehr dosiert (nur 18 im Schnitt), wenn er aber auf dem Feld stand, dann war von einer Knieverletzung nicht mehr viel zu merken. Sein 9/9-Spiel gegen Litauen war erste Sahne und ein Beweis dafür, wie viel Theis noch im Tank hat. Deutschland braucht das, wenn es die EM gewinnen möchte.
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Johannes Thiemann (Center/Gunma Crane Thunder)
Seine Zahlen stechen nicht heraus, auch sein Spiel ist eher "leise", doch auf JT bleibt Verlass. Hier und da wird ein Postmove eingestreut, auf der anderen Seite dann stets mit solider Arbeit in der Defense.
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Leon Kratzer (Center/FC Bayern München)
Er ist klar der zwölfte Mann im Kader und spielt nur, wenn die Partien schon entschieden sind. Er kennt seine Rolle und murrt deswegen auch nicht. Immerhin: Gegen Großbritannien gelangen die ersten Punkte im Turnier - und das wurde von der Bank gebührend gefeiert.
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Johannes Voigtmann (Center/FC Bayern München)
Der Wermutstropfen der Gruppenphase. Voigtmanns Knie ist kaputt, nach dem Litauen-Spiel reiste der Big Man nach München, wo dann die Diagnose gestellt wurde. Bitter für den Vize-Kapitän, der so viele Jahre das stille Gegengewicht zu Schröder war. Seine Präsenz auf und neben dem Feld wird fehlen.
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