NBA
vor 4 Stunden
Vier All-Stars - und dann?
Das Superteam der Sixers mit LeBron im Check: Eine riesige Baustelle bleibt

Das Superteam der Sixers mit LeBron im Check: Eine riesige Baustelle bleibt
In der kommenden Nacht wird LeBron James sein Debüt für die Philadelphia 76ers geben. Der 41-Jährige ist Teil eines neuen Superteams, welches aber schon vor Saisonstart die ersten Sorgen hat. Wir blicken auf den Kader.
Getty Images
GUARD - Tyrese Maxey
All-Star-Nummer 1. Der Guard ist wieselflink und hat einen guten Dreier im Gepäck. 28 Punkte erzielte Maxey im Schnitt, auch weil Paul George und Joel Embiid immer wieder fehlten. Zur Belohnung wurde der Aufbauspieler zum zweiten Mal All-Star.
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VJ Edgecombe
Der Nr.-3-Pick von 2025 spielte sich im Vorjahr umgehend in der Starting Five fest und hatte in den Playoffs sogar ein 30-Punkte-Spiel. Der Mann von den Bahamas ist enorm dynamisch und dazu ein physischer Verteidiger. Der Dreier wackelt noch, doch auch in ihm könnte langfristig ein All-Star stecken.
Bill Streicher-Imagn Images
Labaron Philon Jr.
Philly schnappte bei ihm mit dem 22. Pick zu. Der Rookie ist ein starker Offensivspieler, der von überall scoren kann. Offen ist natürlich, wie das in der NBA aussehen wird. Dazu wird er vor allem defensiv Probleme haben.
John Jones
Kentavious Caldwell-Pope
Routine bringt KCP. Der Champion mit L.A. und den Nuggets akzeptierte einen Buyout mit den Grizzlies, um wieder mit LeBron (für das Minimum) zu spielen. Caldwell-Pope gilt als einer der besten 3-and-D-Rollenspieler seiner Ära, allerdings ist er inzwischen auch schon 33 Jahre alt. Mal sehen, wie viel er noch im Tank hat.
Bill Streicher
Anfernee Simons
Ein weiteres Schnäppchen für die Sixers. Simons war für die Celtics einer der Kandidaten für Sixth Man of the Year, bevor man den Guard nach Chicago tradete. Ein brandgefährlicher Schütze, der aber auch sehr schmächtig ist. Für zwölf Millionen Dollar über zwei Jahre lässt sich hier aber nicht meckern. Verpasste jedoch verletzt die komplette Preseason.
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FORWARD - Jaylen Brown
Viel wurde über seinen Abschied aus Boston geschrieben. Fakt ist, dass Brown ein ehemaliger Finals-MVP ist, der auf beiden Seiten des Feldes elitär sein kann. Statistisch gesehen war es mit fast 30 Punkten im Schnitt die beste Saison seiner Karriere, allerdings gibt es auch Experten, die behaupten, dass Brown seine Mannschaften nicht besser machen würde. Der Forward wird sich beweisen wollen.
Bill Streicher
LeBron James
Gewinnt LeBron auch mit seinem vierten Team einen Titel? Es wäre ein Novum. Sicherlich hat der 41-Jährige nicht mehr die Klasse vergangener Tage, dennoch ist LeBron weiter ein Spieler auf All-Star-Niveau, der vermutlich wieder den verkappten Spielmacher geben und als dritte oder vierte Option in Erscheinung treten wird.
Bill Streicher
Justin Edwards
Edwards hat die Anlagen, um ein solider Rollenspieler zu sein. Er trifft die offenen Dreier solide und arbeitet in der Defense. Im Vorjahr waren es immerhin 6 Punkte im Schnitt bei einer Dreierquote von 37,2 Prozent. Darauf lässt sich für seine dritte Saison in der NBA aufbauen.
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Jabari Walker
Der 23-Jährige ist ein physischer Flügelspieler, dem aber der Wurf fehlt. Das sind nur bedingt Attribute, die die neuen Sixers benötigen. Da Philly auf dem Flügel aber recht dünn besetzt ist, werden die Sixers gute Minuten von ihm benötigen.
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Dean Wade
Wade ist dagegen ein perfekter Rollenspieler. Er selbst braucht den Ball nicht, kann mehrere Positionen verteidigen, hat Gardemaß für den Flügel und trifft seine Dreier hochprozentig. Es ist ein Spieler, wie gemacht für ein LeBron-Team. Umso besser sieht es für Philly aus, die Wade im Sommer mit einem Vierjahresvertrag aus Cleveland loseisten.
Bill Streicher
Dominick Barlow
Noch so ein Rollenspieler, der die kleinen Dinge macht. Barlow arbeitet hart unter den Brettern und leistet die Drecksarbeit. Sein fehlender Wurf könnte ein Problem sein, aber für einige Minuten sollte der 23-Jährige durchaus für Entlastung sorgen. Allerdings: Barlow wird die ersten Saisonwochen wegen einer Rückenverletzung verpassen.
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CENTER - Joel Embiid
Wieder stoppten Verletzungen den Ex-MVP, in 38 Spielen legte Embiid 27 Punkte und acht Rebounds im Schnitt auf. Seine Präsenz sorgte aber dafür, dass die Sixers die Serie gegen die Celtics noch umbogen. An seiner Qualität gibt es keine Zweifel, doch hält sein Körper wirklich einen tiefen Playoff-Run durch? In zwölf Jahren gab es darauf noch keine Antwort. Immerhin wirkt Embiid fit und schlank wie lange nicht mehr.
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Adem Bona
Der Türke verpasste die komplette Vorbereitung wegen einer Fußverletzung, keine idealen Voraussetzungen. Er übernimmt vermutlich die Rolle des Backups von Embiid, nachdem Andre Drummond die Franchise gen New York verlassen hat. In dieser Rolle hat er sich in der NBA aber noch nicht wirklich bewiesen.
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Ariel Hukporti
Der Deutsche war als weitere Alternative eingeplant, doch schon im ersten Preseason-Spiel riss die Achillessehne - für Hukporti schon zum zweiten Mal. Bitter für den Champion mit den Knicks, der damit die komplette Saison verpassen wird.
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TWO-WAY-PLAYER: Tacko Fall, Caleb Love, Rayan Rupert
In bis zu 50 Spielen dürfen drei Two-Way-Spieler im Kader stehen. Die Sixers holten wegen der Hukporti-Verletzung unter anderem 2,30-Meter-Riese Tacko Fall in die NBA zurück. Die Guards Love und Rupert besitzen ebenfalls bereits NBA-Erfahrung.
John Jones
COACH - Nick Nurse
Der ehemalige Raptors-Coach ist ein echter Taktik-Fuchs, ist in Philadelphia aber nicht unumstritten. Dennoch sagt man ihm nach, dass er zumeist aus seinen Teams das Maximum rausholt. Es dürfte spannend werden, wie er so viel Offensiv-Power unter einen Hut bekommen möchte und gleichzeitig eine stabile Defense bildet.
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FAZIT
In Sachen Star-Power dürfte dies das beste Team seit den Golden State Warriors mit Kevin Durant sein. Ob die Teile aber auch passen, wird sich zeigen. Vor allem defensiv hat der Kader nicht viel anzubieten, dazu muss man bei LeBron und Embiid immer Verletzungspausen einrechnen. Dass nun auch einige Rollenspieler schon fehlen, ist kein gutes Zeichen. Gut möglich, dass man in der Regular Season nicht alles sieht. Das ultimative Ziel sind eben die Playoffs und dann die Finals.
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