NBA
15.02.2026
Einer stand achtmal in den Finals
Chris Paul zwischen vielen Legenden: Die besten NBA-Spieler ohne Ring

Chris Paul zwischen vielen Legenden: Die besten NBA-Spieler ohne Ring
Chris Paul hat in seiner Karriere fast alles erreicht, nur der Gewinn einer Championship war ihm nie vergönnt. Wir blicken auf die besten Spieler neben CP3, die nie einen Ring gewinnen konnten.
IMAGO/USA TODAY Network
Chris Paul
Der "Point God" ist trotz seiner Größe von 1,83 Meter einer der besten Point Guards aller Zeiten und hat seine Karriere auf dem zweiten Platz in Assists und Steals beendet. Am nächsten an einer Championship war er 2018, als er mit den Rockets 3:2 gegen den späteren Champion GSW führte und sich dann in Spiel 5 verletzte. Die Rockets verloren sowohl Spiel 6 als auch Spiel 7, als sie 27 Dreier in Serie vorbeiwarfen.
IMAGO/USA TODAY Network
James Harden
Auch Pauls damaliger Teamkollege Harden darf in dieser Liste nicht fehlen. Der Ex-MVP war stets eine Regular-Season-Maschine, hat es aber nie geschafft, in den Playoffs endgültig zu überzeugen. Weder mit den Rockets noch als Sixth Man mit den Thunder oder mit den Superteams in Brooklyn oder L.A. wollte es klappen. Jetzt soll es aber mit den Cavs gelingen.
Getty Images
Russell Westbrook
Russ polarisiert seit Jahren, seine Zahlen (MVP, 9x All-Star, vier (!) Saisons mit einem Triple-Double-Schnitt, meiste Triple-Doubles All-Time) sprechen jedoch für sich. Der Guard ist zwar nicht der effizienteste Scorer, an Einsatz mangelt es ihm dafür nie. Am nächsten kam er einem Ring 2011/12 an der Seite von Harden und KD, danach kam er nie mehr über die Conference Finals hinaus.
IMAGO/USA TODAY Network
Carmelo Anthony
Sechsmal All-NBA-Team, dreimal Olympiagold, zehnmal All-Star und einer der besten Shooter aller Zeiten: Melo hat in seiner Karriere alles erreicht, bis auf einen Titel. Seine beste Chance hatte er 2009, als er mit den Nuggets in den Conference Finals knapp an den Lakers scheiterte. Er ist der Spieler mit den zweitmeisten Punkten in der Regular Season und Playoffs zusammengerechnet, ohne je einen Titel zu gewinnen.

Karl Malone
Die meisten gehen auf das Konto vom "Mailman". Die Jazz-Legende stand in allen 19 Saisons seiner Karriere in den Playoffs, für den ganz großen Wurf wollte es aber nicht klappen. Zweimal scheiterte er an den Bulls um Jordan. Als er sich im letzten Jahr seiner Karriere den Lakers anschloss, scheiterten diese 2004 trotz ihrer Favoritenrolle in fünf Spielen gegen die Pistons. Seinem Ruf als einer der besten Forwards der Geschichte hat dies jedoch nie einen Abbruch getan.
imago/ZUMA Press
Steve Nash
Ein weiterer legendärer Point Guard, der es nie zu einem Titel schaffte. Neben D-Rose ist Nash übrigens der einzige MVP, der sogar kein einziges Mal in den Finals stand. Dabei absolvierte er 120 Playoff-Spiele und legte mehrere 50-40-90-Saisons hin, ihm fehlte jedoch stets die Unterstützung für den ganz großen Wurf. Die 7-Seconds-or-less-Offensive mit ihm in Phoenix bleibt dennoch für immer unvergessen.
picture alliance / ASSOCIATED PRESS
John Stockton
Ähnlich ergeht es auch seinem langjährigen Jazz-Teamkollegen, der wohl für immer die Liste der besten Assistsgeber der Geschichte anführen wird. Mit 40 Jahren gab er seine Jagd nach dem begehrten Ring schließlich auf.
imago sportfotodienst
Allen Iverson
Iverson ist ein geborener Scorer und hat die ganze NBA mit seinem Stil nachhaltig verändert. Im Gegensatz zu Nash schaffte er es 2001 mit einem mittelprächtigen Supporting Cast in die Finals, auch wenn seine Sixers gegen die Lakers chancenlos waren. Weiter als über die Conference Finals hinaus kam der zweifache MVP in seiner weiteren Karriere nicht mehr.
imago/ZUMA Press
Tracy McGrady
"T-Mac" ist ein weiterer legendärer Guard, der in diesem Ranking nicht fehlen darf. Er war einer der besten Scorer seines Jahrgangs, ihm fehlten aber stets die richtigen Teamkollegen. Dann kamen auch noch Verletzungen dazu, wodurch er sein unglaubliches Talent nie wirklich auf der großen Bühne zeigen durfte. Am Ende seiner Karriere wollte er sich dann noch seinen Ring als Bankspieler bei den Spurs ergattern, der Eckendreier von Allen 2013 in Spiel 6 machte aber auch diesem Traum ein Ende.

Reggie Miller
Miller war über fast zwei Jahrzehnte das Gesicht der Pacers, am Ende hat ihm seine Loyalität aber auch die Chance auf einen Ring gekostet. Er war stets einer der clutchesten Spieler der Liga, in Indiana fehlte ihm aber stets der Co-Star für den ganz großen Wurf. Einmal erreichte er immerhin die Finals (2000), auch wenn die Lakers am Ende ihrer Favoritenrolle klar gerecht wurden.

Patrick Ewing
Was Miller für die Pacers war, war Ewing für die Knicks. Schon mit dem Draft 1985 war die Euphorie im Big Apple riesig und der Big Man lieferte auf Anhieb. Über 18 Saisons hinweg legte er 20 Punkte und 10 Rebounds auf, ein gewisser Michael Jordan war aber oft nicht zu überwinden. Als MJ dann kurzzeitig Baseball spielte, nutzte Ewing seine Chance und zog das einzige Mal in seiner Karriere in die Finals ein. Dort reichte den Knicks eine 3-2-Führung gegen Olajuwons Rockets dennoch nicht für den Titel.

Charles Barkley
Auch für die beliebten TV-Analysten waren MJ und Hakeem regelmäßig eine unüberwindbare Hürde im Kampf um die Larry O'Brien Trophy. In seiner Prime war Barkley eine absolute Maschine und dominierte trotz seiner geringen Größe (1,97 Meter) gegnerische Big Men nach Belieben. In die Finals schaffte er es trotzdem nur ein Mal.
USA TODAY NETWORK
George Gervin
Lange vor Robinson und Duncan war "The Iceman" der Star in San Antonio. Er war ein begnadeter Scorer, der zwar eine Dreier-Allergie hatte, aus der Mitteldistanz aber dafür gnadenlos war. Mit einem mittelmäßigen Spurs-Team reichte es nie für die Finals, auch wenn er in fast jedem Jahr seiner Karriere in den Playoffs stand. Unvergessen bleiben seine 63 Punkte am letzten Spieltag 1977/78, um sich die Scoring-Krone zu sichern.
IMAGO/USA TODAY Network
Dominique Wilkins
Ein mittelmäßiges Team hatte auch Wilkens stets in Atlanta, was erklärt, warum einer der besten Athleten der Geschichte nie in den Conference Finals stand. Bis heute hält sich zwar sein Ruf als egoistischer Spieler, seine Skills (24,8 Karrierepunkte pro Spiel) bleiben aber unbestritten, genau wie seine zeitlosen Poster-Dunks.
imago sportfotodienst
Elgin Baylor
Baylor ist wohl der unglücklichste Kandidat in dieser Liste. Die Lakers-Legende stand achtmal (!) in den Finals und scheiterte siebenmal davon an den übermächtigen Celtics der 60er Jahre. Besonders bitter: Nachdem er nach einer Knieverletzung während der Saison 1971/72 seine Karriere beendet hatte, gewannen die Lakers 33 Spiele in Serie und am Ende der Spielzeit die Championship.
IMAGO/USA TODAY Network