NBA
vor 11 Stunden
Plays für die Geschichtsbücher
Anunoby jetzt auch dabei: Die größten Finals-Momente des Jahrhunderts

Anunoby jetzt auch dabei: Die größten Finals-Momente des Jahrhunderts
OG Anunobys spektakulärer Tip-in gegen die San Antonio Spurs wurde zuletzt bei den ESPYs als bester Spielzug des Jahres ausgezeichnet. Doch welchen Platz nimmt sein Moment zwischen all den legendären Würfen, Blocks und Entscheidungen ein, die die NBA Finals seit 2000 geprägt haben?
Brad Penner-Imagn Images
Honorable Mention: Kobe kämpft sich zurück und entscheidet Spiel vier
Kobe Bryant erlitt in Spiel zwei der Finals 2000 eine Verstauchung am linken Knöchel und musste die folgende Partie komplett aussetzen. In Spiel vier kehrte er dennoch zurück, stand 47 Minuten auf dem Parkett und erzielte 28 Punkte. 5,9 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung verwandelte Bryant einen Fehlwurf von Brian Shaw per Putback und brachte die Lakers entscheidend mit drei Punkten in Führung. Der frühe Finals-Moment unterstrich seinen enormen Siegeswillen und legte einen wichtigen Grundstein für den späteren Threepeat der Lakers.
picture-alliance / dpa
Honorable Mention: Haliburton stiehlt Oklahoma City Spiel eins
Tyrese Haliburton setzte seine spektakulären Playoffs 2025 auch in den NBA Finals fort. Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von mehr als 15 Punkten führte er die Indiana Pacers in Spiel eins gegen Oklahoma City zurück in die Partie. Beim Stand von 110:111 traf Haliburton 0,3 Sekunden vor Schluss einen schwierigen Wurf aus der Mitteldistanz und bescherte Indiana damit die erste Führung des Abends. Die Pacers verloren die Serie zwar in sieben Spielen, sein Gamewinner blieb jedoch einer der prägendsten Momente dieser Finals.
Alonzo Adams-Imagn Images
Platz 10: Kevin Durant trifft zweimal mitten ins Herz der Cavaliers
Kevin Durant versenkte 2017 in Spiel drei einen Dreier über LeBron James und brachte Golden State damit auf Kurs zur 3:0-Serienführung. Ein Jahr später wiederholte er das Kunststück am selben Ort, erneut in Spiel drei und beinahe von derselben Position - diesmal aus rund zehn Metern Entfernung. Beide Würfe fielen jeweils in der letzten Minute und zerstörten die letzten Hoffnungen der Cavaliers. Durant gewann in beiden Jahren den Titel und wurde jeweils zum Finals-MVP gewählt.
IMAGO/EPA
Platz 9: Nowitzki vollendet die große Mavericks-Aufholjagd
Die Dallas Mavericks lagen 2011 in Spiel zwei gegen die favorisierten Miami Heat gut sieben Minuten vor Schluss mit 15 Punkten zurück. Dirk Nowitzki übernahm in der Schlussphase und erzielte die letzten neun Punkte seines Teams. Beim Gleichstand zog der Deutsche an Chris Bosh vorbei und traf 3,6 Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Korbleger mit links. Dallas glich dadurch die Serie aus und legte den Grundstein für den überraschenden Titelgewinn.
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Platz 8: "Big Shot Bob" schockt Detroit
Spiel fünf der Finals 2005 zwischen den San Antonio Spurs und den Detroit Pistons musste in der Verlängerung entschieden werden. Beim Stand von 93:95 spielte Robert Horry den Ball zunächst zu Manu Ginobili und bekam ihn nach einem Double-Team völlig frei zurück. Mit 5,8 Sekunden auf der Uhr verwandelte "Big Shot Bob" den Dreier zur Führung. San Antonio gewann später auch die Serie und verhinderte damit die Titelverteidigung der Pistons.
Sports Illustrated via Getty Images
Platz 7: Artests unerwarteter Dreier entscheidet Spiel sieben
Im entscheidenden siebten Spiel der Finals 2010 vertraute Kobe Bryant in der Schlussphase nicht auf einen schwierigen eigenen Wurf, sondern passte zu Ron Artest. Der heutige Metta Sandiford-Artest hatte während der Playoffs nur 29,1 Prozent seiner Dreier getroffen und lag in diesem Spiel bis dahin bei einem von sechs. Trotzdem nahm er den offenen Versuch und erhöhte rund eine Minute vor Schluss auf 79:73 für die Lakers. Los Angeles gab die Führung nicht mehr ab und krönte sich gegen den Erzrivalen Boston zum Champion.
IMAGO/EPA
Platz 6: Iverson steigt über Tyronn Lue
Allen Iverson lieferte in Spiel eins der Finals 2001 gegen die zuvor in den Playoffs ungeschlagenen Lakers eine seiner berühmtesten Vorstellungen ab. In der Verlängerung schüttelte er Tyronn Lue per Crossover ab und traf einen schwierigen Fadeaway zu seinen Punkten 47 und 48. Anschließend stieg Iverson demonstrativ über den am Boden liegenden Lakers-Guard hinweg. Philadelphia verlor zwar die folgenden vier Spiele, doch dieses Bild wurde zu einer der ikonischsten Momentaufnahmen der NBA-Geschichte.
IMAGO/ZUMA Wire
Platz 5: Giannis mit Block und "Valley Oop"
Giannis prägte den Titelgewinn der Milwaukee Bucks 2021 mit gleich zwei spektakulären Aktionen. In Spiel vier warf Devin Booker einen Lobpass auf Deandre Ayton, doch Giannis blockte dessen Alley-oop-Dunkversuch trotz einer beinahe unmöglichen Ausgangsposition direkt am Ring. Einen Abend später verwandelte er nach Jrue Holidays Ballgewinn den inzwischen als "Valley Oop" bekannten Alley-oop gegen Chris Paul. Die beiden Spielzüge drehten die Serie zugunsten der Bucks, die anschließend ihren ersten Titel seit 50 Jahren gewannen.
Jeff Hanisch-USA TODAY Sports
Platz 4: Anunobys preisgekrönter Wunder-Tip-in
Die Knicks lagen in Spiel vier der Finals 2026 gegen San Antonio zeitweise mit 29 Punkten zurück, kämpften sich aber noch einmal heran. Nachdem OG Anunoby kurz vor Schluss zunächst einen Korbleger von De’Aaron Fox geblockt hatte, erhielt New York eine letzte Chance. Jalen Brunsons schwieriger Dreier sprang vom Ring, doch Anunoby kam unbemerkt angerauscht und tippte den Ball 1,2 Sekunden vor Schluss zum Sieg durch den Korb. Der spektakuläre Abschluss einer historischen Aufholjagd wurde bei den ESPYs wenige Wochen später als bester Spielzug des Jahres ausgezeichnet.
Geoff Burke-Imagn Images
Platz 3: Chris Bosh und Ray Allen retten Miami
Die Spurs führten in Spiel sechs der Finals 2013 kurz vor Schluss mit fünf Punkten, während die Meisterschaftstrophäe bereits am Spielfeldrand bereitstand. Nach einem Fehlwurf von LeBron James sicherte Chris Bosh den Offensivrebound und passte in die Ecke zu Ray Allen. Der Scharfschütze trat ohne Blick auf die Linie hinter die Dreiermarkierung und traf 5,2 Sekunden vor dem Ende zum Ausgleich. Miami gewann die Partie in der Verlängerung und sicherte sich anschließend in Spiel sieben den Titel.
picture alliance / AP Photo
Platz 2: Kyrie Irving trifft Side-Step-Dreier über Curry
Im siebten Spiel der Finals 2016 stand es weniger als eine Minute vor Schluss zwischen Cleveland und Golden State unentschieden. Kyrie Irving isolierte Stephen Curry, setzte einen Sidestep und traf 53 Sekunden vor dem Ende einen schwierigen Dreier über den Warriors-Star. Der Wurf brachte die Cavaliers in Führung und vollendete ihre historische Aufholjagd nach einem 1:3-Rückstand in der Serie. Cleveland gewann damit die erste Meisterschaft der Franchise-Geschichte.
Kelley L Cox-Imagn Images
Platz 1: "Blocked by James"
Beim Stand von 89:89 in Spiel sieben der Finals 2016 schien Andre Iguodala nach einem schnellen Gegenangriff die Warriors in Führung zu bringen. LeBron James sprintete jedoch über das gesamte Feld zurück und blockte den vermeintlich sicheren Korbleger mit 1:50 Minuten auf der Uhr gegen das Brett. Die als "The Block" verewigte Aktion hielt Cleveland im Spiel und bereitete den Weg für Kyrie Irvings entscheidenden Dreier. James erfüllte damit sein Versprechen, seiner Heimatstadt einen Titel zu bringen, und schuf den wohl berühmtesten Defensivmoment der NBA-Geschichte.
Sports Illustrated via Getty Images