NBA
19.02.2026
Die Sleeper der Draft-Historie
22 All-Stars in fast 40 Jahren: Die besten Zweitrundenpicks der NBA-Geschichte

22 All-Stars in fast 40 Jahren: Die besten Zweitrundenpicks der NBA-Geschichte
Seit 1989 besteht das aktuelle Draft-System mit zwei Runden. Gerade in der zweiten Runde braucht es viel Glück, um einen Volltreffer zu landen. In diesen 36 Jahren wurden gerade einmal 22 Zweitrundenpicks All-Star, sieben wurden ins All-NBA-Team gewählt. Wir küren die 15 besten Second Rounder seit 1989.
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Platz 15: Goran Dragic (45. Pick 2008)
Es dauerte einige Jahre, bis Dragic in der NBA so richtig ankam und sich als Starter in Phoenix etablierte. Dort reichte es sogar für ein All-NBA-Team, später war der Slowene in Miami zumeist der Co-Star neben Dwyane Wade oder danach Jimmy Butler.
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Platz 14: Toni Kukoc (29. Pick 1990)
Es dauerte eine Weile, bis die Bulls den Kroaten in die USA holten, dort schlug die Spinne von Split aber umgehend ein. Als Point Forward sehr wichtig für die späten Jordan-Teams der Bulls, einmal wurde Kukoc Sixth Man of the Year.

Platz 13: Lou Williams (45. Pick 2005)
Williams gewann diese Trophäe sogar dreimal, zusammen mit Jamal Crawford war "Sweet Lou" über Jahre der Inbegriff der Mikrowelle. Heute hält Williams den Rekord für die meiste Punkte von der Bank kommend (13.396) - und das mit über 2.000 Zählern Vorsprung.
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Platz 12: Carlos Boozer (35. Pick 2002)
Boozer baute am Ende zwar gewaltig ab, aber eine gute Dekade war der bullige Forward eine Double-Double-Maschine und eine Konstante in Utah. Auch in Chicago hatte Boozer an der Seite von Derrick Rose gute Jahre, danach entwickelte sich die NBA aber mehr in Richtung Shooting und verdrängte den gebürtigen Aschaffenburger.
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Platz 11: Rashard Lewis (32. Pick 1998)
Lewis versuchte sich als einer der besten High Schooler im Draft, fiel dann aber bis in die zweite Runde. Entwickelte sich in Seattle zu einem modernen Forward, der von der Vier gut werfen konnte. Zweimal wurde Lewis All-Star, mit Orlando erreichte er 2009 die NBA Finals.
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Platz 10: DeAndre Jordan (35. Pick 2008)
In einer Zeit, in der gute Center Mangelware waren, erreichte Jordan dreimal ein All-NBA-Team. Der Big Man war der Anker der Lob City Clippers, war offensiv aber sehr limitiert. Entsprechend wurde Jordan recht schnell wieder ein Rollenspieler. Heute ist seine Präsenz im Locker Room noch immer gefragt.
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Platz 9: Isaiah Thomas (60. Pick 2011)
Seine Geschichte ist märchenhaft und auch tragisch. Der letzte Pick von 2011 wurde zu einem der besten Scorer der Liga, in Boston wurde er sogar Fünfter im MVP-Voting. Danach spielte der Zauberzwerg die Playoffs verletzt und schadete seiner Hüfte so sehr, dass er danach nie mehr der Alte war. Seine Saison 2016/17 mit fast 29 Punkten pro Spiel bleibt dennoch unvergessen.
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Platz 8: Paul Millsap (47. Pick 2006)
Viermal wurde Millsap All-Star, der Vierer wurde dabei oft unterschätzt, war für seine Teams aber stets eine Bank. Sowohl im Zusammenspiel mit Al Horford in Atlanta und Nikola Jokic in Denver sehr verlässlich und vielseitig. Millsap war zwar kein Superstar, aber unglaublich konstant und in seinem Spiel fast fehlerfrei.
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Platz 7: Gilbert Arenas (31. Pick 2001)
In Sachen Peak stand "Agent Zero" Thomas in nichts nach, auch er bekam während seiner Wizards-Zeit MVP-Stimmen und war einer der besten Scorer der Liga. Verletzungen und Verfehlungen neben dem Feld ließen seinen Stern aber recht schnell verglühen. Dennoch: Wie er Mitte der 2000er spielte, wurde zur Vorlage vieler heutiger Star-Guards.
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Platz 6: Khris Middleton (39. Pick 2012)
Laut war Middletons Spiel nie, allerdings ergänzte sich sein Old-School-Spiel hervorragend mit dem von Giannis Antetokounmpo. Über Jahre war der Forward der ideale Co-Star neben dem Griechen, dreimal reichte es für das All-Star Game. Über seine Karriere legt Middleton durchschnittlich fast 17 Punkte, fünf Rebounds und vier Assists auf.
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Platz 5: Jalen Brunson (33. Pick 2018)
Brunson war als Winner auf dem College bekannt, in der NBA reifte der Guard im Schatten von Luka Doncic zu einem Star, auch wenn der endgültige Durchbruch erst bei den Knicks gelang. Inzwischen ist Brunson einer der besten Spielmacher der Liga und der klare Anführer in New York.
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Platz 4: Marc Gasol (48. Pick 2007)
Der Spanier kam übergewichtig in die NBA, die Skills hatte er aber schon damals. Gasol war variabel einsetzbar und wurde später sogar mal (umstritten) bester Verteidiger der NBA. Dreimal reichte es für das All-Star Team, zweimal wurde Gasol ins All-NBA Team gewählt. Mit Toronto wurde der Iberer 2019 zudem NBA Champion.
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Platz 3: Draymond Green (35. Pick 2012)
Kaum ein Spieler dieser Ära polarisiert so wie Green. Als Small-Ball-Center revolutionierte er NBA-Defenses, dazu stets ein kluger Spielmacher und somit ein perfekter Mitspieler für Stephen Curry. Green war nie ein großer Scorer, dafür aber einer der smartesten Spieler seiner Zeit und somit ein verdienter viermaliger All-Star.
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Platz 2: Manu Ginobili (57. Pick 1999)
Für den Erfolg der Spurs kam Ginobili oft nur von der Bank, die Qualitäten des Argentiniers waren aber unumstritten. Derzeit ist er der einzige Hall of Famer aus der zweiten Runde, wobei hier auch seine Verdienste für die Gauchos eine gewichtige Rolle spielen. So oder so: Ginobili war stets die Würze im Spiel der viele Jahre mechanischen Spurs.
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Platz 1: Nikola Jokic (41. Pick 2014)
Dreimal MVP, einmal Finals MVP, sechs All-NBA Teams in Serie, Triple-Doubles am Fließband. Jokic wird am Ende seiner Karriere in der Diskussion für einen Top-10-Spot All-time sein, schon jetzt ist er einer der besten Center aller Zeiten. Sein Stil ist einzigartig und kaum kopierbar. Vielleicht auch deswegen (neben seinem Übergewicht) übersahen viele das Potenzial, welches im Pferdeliebhaber schlummerte.
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