vor 7 Stunden
Nach Mourning, O’Neal und Wade
Eine Rückkehr von LeBron James zu den Miami Heat ist weiterhin im Bereich des Möglichen. Entscheidend könnte ausgerechnet jener Mann werden, mit dem das Verhältnis nach dem Abschied 2014 als belastet galt.

Die Miami Heat zählen weiterhin zu den möglichen Zielen von LeBron James. Während der viermalige MVP seine Optionen in der Free Agency abwägt, sieht ESPN-Insider Brian Windhorst vor allem in Pat Riley einen entscheidenden Faktor. Der langjährige Heat-Präsident habe schon mehrfach bewiesen, dass er beschädigte Beziehungen zu früheren Stars reparieren könne.
"Pat Riley hat es über die Jahrzehnte geschafft, mit all diesen großartigen Spielern ein zweites Kapitel zu schreiben", erklärte Windhorst bei NBA Today. Alonzo Mourning sei nach seinem Abschied zurückgekehrt, obwohl er den Klub unter schwierigen Umständen verlassen hatte. Auch Shaquille O’Neal versöhnte sich nach einem von Spannungen geprägten Ende mit der Franchise und erhielt später die höchste Auszeichnung: Seine Trikotnummer wurde von den Heat nicht mehr vergeben.
Ein weiteres Beispiel ist Dwyane Wade. Die Klublegende verließ Miami 2016 nach Unstimmigkeiten bei den Vertragsverhandlungen, kehrte später jedoch zurück und hat mittlerweile sogar eine Statue vor der Arena. "Pat Riley weiß, wie man Spieler zurückholt", betonte Windhorst. Zwar habe James’ Wechsel nach Cleveland 2014 für Enttäuschung gesorgt, das Verhältnis sei jedoch nie von einer vergleichbaren Feindseligkeit geprägt gewesen wie bei anderen Abschieden des Superstars.

James spielte von 2010 bis 2014 für Miami und erreichte an der Seite von Wade und Chris Bosh in allen vier Jahren die NBA Finals. Dabei gewann das Startrio 2012 und 2013 die Meisterschaft. Eine Rückkehr würde James erneut mit Riley und Erik Spoelstra zusammenbringen - und ihm die Chance geben, in einer vertrauten Umgebung noch einmal um den Titel zu kämpfen.
Windhorst sieht außerdem einen sportlichen Zeitplan, der zu James passen könnte. Miami sei nicht nur auf kurzfristigen Erfolg ausgerichtet, sondern könne über mehrere Jahre einen Titelkader entwickeln. "LeBron hat überall in seinem zweiten Jahr eine Meisterschaft gewonnen", sagte der Insider mit Blick auf Miami, Cleveland und die Lakers. Sollte Riley den 41-Jährigen tatsächlich von einem zweiten Kapitel in Florida überzeugen, könnte er damit noch einmal zum entscheidenden Architekten eines Titelangriffs werden.
sgm