basketball-world header logo
    • Basketball Heute
    • Schlagzeilen
    • Videos
    • Wettbewerbe
  • USA
    • NBA
    • WNBA
    • NCAA
  • Deutschland
    • BBL
    • DBBL
    • Pro A
    • BBL Pokal
  • Europa
    • EuroLeague
    • Eurocup
    • Champions League
    • FIBA Europe Cup
  • FIBA World Cup
    • Basketball-WM
    • WM der Frauen in Berlin
  • Sonstiges
    • Wir über uns
    • Instagram
    • Facebook
    • Linkedin
    • Impressum
    • Datenschutz
    • Nutzungsbedingungen
Partner des kicker.de

    NBA

    vor 8 Stunden

    Viel zu frühe Trade-Optionen für Kyrie Irving

    Zu Wemby? Giannis? Kawhi? Wohin könnte Irving wechseln?

    Nach gut 1,5 Jahren kehrt Kyrie Irving zur neuen Saison zurück. Die Mavericks dürften sich freuen - und aus guten Gründen dennoch alle Optionen abwägen; während die Liga die Entwicklung bereits mit Interesse verfolgen soll. Weshalb könnte ein Trade Sinn ergeben? Und weshalb wären die Spurs, Heat und Raptors, aber auch weniger Superstar-verwöhnte Teams eine interessante Option?

    Kyrie Irving
    Kyrie Irving steht vor seinem Comeback. IMAGO/ZUMA Press

    Wer ist Kyrie Irving (noch)?

    Auf den ersten Blick ist Kyrie Irving ein 34-jähriger Point Guard, der sich vor 1,5 Jahren das Kreuzband riss. Keine rosigen Aussichten. Andererseits ist da Michael Porter Jr. "Ich habe gestern mit ihm gespielt", erzählte der Nets-Forward Ende August in seinem Podcast. "Und das war nach seinem Kreuzbandriss. Er war so gnadenlos. Ich konnte nicht glauben, wie er sich da draußen bewegte… Es war verrückt. Verrückt."

    Nun ist Kyrie tatsächlich dafür bekannt, auf dem Feld Dinge anzustellen, die die wenigsten für selbstverständlich halten. Ein explosiver Athlet war Irving nie. Die Möglichkeiten seines Körpers reizt er anders aus. Mit Bewegungen, die das eine suggerieren, aber längst ein anderes Ziel verfolgen, lockt er Verteidiger in falsche Ideen; um dann den Ball im Zweifel über die unmöglichsten Winkel durch den Ring zu streicheln.

    Kyrie ist vielleicht der kreativste Spieler seiner Generation. Noch dazu einer, der seinen Körper darauf trimmt, möglichst elastisch, biegsam, in die Irre führend zu sein. Das könnte ihm nun zugute kommen. Zumal seine Ballbehandlung knieunabhängig zu den besten der Liga zählt; vielleicht sogar die beste ist.

    Was Irving zudem interessant macht: Er kann Angriffe initiieren. Das illustrierte im Februar 2025, kurz vor seinem Kreuzbandriss, als er sich die Mavs mit 27,8 Punkten im Schnitt auf den Rücken schnallte. Vor allem funktioniert er hervorragend an der Seite von Superstars. Beleg A: LeBron James. Beleg B: Luka Doncic. Irving bewegt sich abseits des Balls ähnlich geschickt wie mit Wilson in der Hand, besitzt zudem einen exzellenten Wurf (39,4 Prozent 3FG über die Karriere), dazu die Fähigkeit, auf unendlich viele Arten zu punkten. Brauchen können all das viele.

    Kyrie Irving
    Kyrie Irving spielt aktuell noch für die Dallas Mavericks. IMAGO/ZUMA Press

    Kyrie Irving: Weshalb könnte ein Trade Sinn ergeben?

    Vorweg: Die Mavs könnten durchaus zum Schluss kommen, dass ein Deal wenig Sinn ergibt. Cooper Flaggs NBA-Start verkomplizierte sich auch wegen Irvings Fehlen. Ohne Kyrie presste Jason Kidd seinen Top-Rookie in die Rolle des Point Guards. Für Flagg, guter, smarter Passer und Initiator, aber eben eher Wing als Playmaker, ok, aber äußerst kompliziert.

    Nun hätte er für Jahr zwei endlich jemanden, der Angriffe einleiten, die Offense orchestrieren kann, während der ehemalige Nummer-1-Pick eher aus der Bewegung kommt. Ein solches Ökosystem dürfte Dallas’ langfristiger Plan bleiben. Zumal mit Masai Ujiri nun einer das Sagen hat, der sich gern erst einmal ein ausführliches Bild macht und mit Dusty May außerdem ein neuer Headcoach die Mavs anleitet.

    Schnell dürfte es deshalb nicht gehen, und doch könnte es passieren. Bei Saisonstart ist Flagg immer noch 19 Jahre alt, Kyrie vollendet noch vor den Playoffs die 35. Eine langfristige Partnerschaft dürfte also nicht entstehen. Was nicht schlimm sein muss. In Zeiten erster und zweiter Aprons schwingen Gelegenheitsfenster plötzlich auf, um ebenso unerwartet wenig später wieder zuzuschlagen.

    Gleichzeitig könnte Dallas schlicht seinen Hang zum Opportunismus entdecken: Was, wenn Contender oder solche, die sich kurz vor der Elite wähnen, plötzlich unmoralische Angebote abgeben für einen Point Guard, der sie potenziell sofort um die Meisterschaft spielen lässt?

    Was, wenn Ujiri und May zu dem Schluss kommen, dass die Mavs für die nächsten Jahre besser gerüstet sind, wenn sie einen kleinen Schritt zurückgehen, um danach mehr Möglichkeiten zu haben, viele nach vorne zu machen? Zumal Kyrie nach der kommenden Saison eine Player Option besitzt und Dallas ohne Gegenwert verlassen könnte, sollte er sie nicht ziehen.

    Irving-Trade: Die Kandidaten

    Detroit Pistons

    Wer noch in Erinnerung hat, wie sich Cade Cunningham erst durch Orlandos, danach durch Clevelands Defense zwängte, um irgendwie selbst abschließen oder kleinste Lücken für Mitspieler schaffen zu können, kann sich schnell vorstellen, wie gut es dem Guard bekäme, wenn da einer an seiner Seite wäre, der eine Defense auch dann beschäftigt, wenn er den Ball nicht hat.

    Womöglich könnte sich zwischen Kyrie und Cunningham eine ähnliche Dynamik entwickeln wie damals zwischen Irving und Luka Doncic. Immerhin wüsste der Champ von 2016, wie er an der Seite eines balldominanten Lenkers zu spielen hat, der Defenses durch sein ganz eigenes Tempo aus den Angeln hebt.

    Detroit, das sein Roster durch die Verpflichtungen von Isaiah Joe und John Collins ein gutes Stück veränderte, könnte mit Irving einen größeren Sprung machen. Nach Ausar Thompsons Verlängerung beobachten die Pistons daher vielleicht ganz genau, wie sich Kyrie nach seiner Verletzung in Dallas macht.

    Bis dahin wäre auch klar(er), wie es mit Jalen Duren weitergeht. Entscheidend. Denn eventuell müssten die Pistons Paul Reed in einen möglichen Deal involvieren, der nach Isaiah Stewarts Abgang als Big-Backup Nummer eins eingeplant ist und noch wichtiger wird, wenn Duren nicht langfristig in Detroit bleiben möchte. Dass die Pistons direkt alles versuchen, ist eher unwahrscheinlich. Zumal Boss Trajan Langdon gern geduldig vorgeht.

    Cade Cunningham
    Cade Cunningham fehlte in den Playoffs die Unterstützung. Trevor Ruszkowski-Imagn Images

    Toronto Raptors

    Kawhi Leonard kommt nicht zurück, damit Toronto noch mal in Erinnerungen an 2019 schwelgt. Offensichtlich sahen die Raptors während der vergangenen Playoffs Dinge, die Optimismus verbreiteten. Mit Scottie Barnes, Collin Murray-Boyles, einem hart spielenden Kern und dem System von Coach Darko Rajakovic glauben die Raptors, etwas zu haben, das es weiterzuschleifen gilt. Zurecht.

    Leonard war der erste Schritt und dürfte - sofern fit - gerade offensiv einiges bewirken. Fragezeichen gibt es vor allem auf der Eins. Immanuel Quickley kam einst für OG Anunoby nach Kanada und sollte die Offense gemeinsam mit Barnes lenken. Verletzungen störten bislang jedoch den Rhythmus. Auch während der Playoffs fehlte Quickley.

    Zudem ist bei allen Qualitäten nicht klar, wie gut der ehemalige Knick eine Offense wirklich führen kann. Dass Irving dazu fähig ist, hat er bewiesen. Zumal er wunderbar auch zwischen Barnes und Leonard passen würde. Man stelle sich vor: Barnes und Kawhi beginnen die Aktion und irgendwo kreist Kyrie durch die Defense, um am Perimeter eine Exitstrategie zu öffnen.

    Das Team wäre auf einen Schlag deutlich älter - und verletzungsanfälliger -, hätte aber ein ungleich höheres Ceiling. Bliebe die Frage des Gegenwerts. Um Leonard zu bekommen, gab Toronto den Clippers einen Pick Swap (2027) sowie zwei First-Round Picks (31 und 33). Theoretisch könnten die Raptors Dallas also ihren 28er und 30er First Rounder anbieten, würden damit aber viel Flexibilität für die (nähere) Zukunft opfern. Auch Irvings großen Vertrag müsste das Frontoffice erst aufwiegen, danach schlucken.

    Miami Heat

    Als klar war, dass Giannis Antetokounmpo an den Südstrand wechseln würde, wussten die Heat, worauf sie ihren Fokus legen mussten: Sie brauchten Schützen, sie holten Schützen. Tim Hardaway Jr. kam aus Denver, Klay Thompson aus Dallas. Simone Fontecchio verlängerte. Nun noch jemanden zu bekommen, der nach Norman Powells und Tyler Herros Abgängen aus dem Backcourt kreiert, würde das Team ein gutes Stück runder machen.

    Mit seinem Hang, auch abseits des Balls größtmöglichen Schaden anzurichten, gleichzeitig von überall eine Bedrohung darzustellen und das Feld breit zu machen, wirkt Kyrie wie ein am Reißbrett entworfenes Gegenstück zu Giannis. Anders als an der Seite von Damian Lillard ginge es weniger um mögliche Pick-and-Roll-Synergien als um das gegenseitige Maximieren.

    Irving könnte Antetokounmpos Leben deutlich erleichtern. Weil er so schwer zu greifen ist. Weil ihn Defenses überall respektieren müssen. Weil er sowohl als Schütze als auch als Cutter und Creator Gefahr ausstrahlt. Womöglich fänden sich die Heat relativ schnell im engeren Favoritenkreis wieder.

    Problem: Weder sind die Heat wahnsinnig tief, noch haben sie nach dem Giannis-Deal viele Picks anzubieten. Leicht würde es also nicht.

    San Antonio Spurs

    In der Saison 2029/30 wird De’Aaron Fox knapp 67 Millionen Dollar verdienen. Nicht wenig. Und eventuell schreckt genau diese Zahl die Mavs ab. Eventuell bewegt genau diese Zahl San Antonio dazu, mal in Dallas durchzurufen. Nicht, weil Fox schlecht wäre. Ganz im Gegenteil. Vor allem, weil Irvings Profil besser passen könnte.

    Gerade während der Finals mangelte es den Spurs im Halbfeld an Kreativität und Shooting. Beides brächte Kyrie. Erneut könnte er einem echten Superstar zuarbeiten, um der Offense mehr Finesse zu schenken, wenn es mal wieder hakt. Gleichzeitig könnte Irving hervorragend sowohl neben Dylan Harper als auch neben Stephon Castle spielen und mit seinem Wurf das Feld breit machen.

    Fox wäre wiederum jünger und könnte mit seiner Dynamik und Geschwindigkeit zu Flagg passen. Wie erwähnt, verursachen Länge und Größe des Vertrags bei den Mavs eventuell etwas Kopfzerbrechen. Gleichzeitig haben die Spurs Picks, die einen Deal aus Dallas’ Sicht interessanter gestalten würden. Zumal die Mavs dann einen Point Guard hätten, der nicht bereits für die übernächste Saison eine Spieleroption in seinem Vertrag hat.

    Atlanta Hawks

    Neben seinen Qualitäten prägte CJ McCollum die erste Runde auch deshalb lange, weil weder Nickeil Alexander-Walker noch Dyson Daniels hervorragende Guard-Creator sind. Atlanta brauchte gegen die Knicks einen, der mit Ball etwas möglich machen, Defenses beschäftigen, punkten kann. McCollum sprang ein und verlängerte später.

    Ein echter Point Guard fehlt den Hawks dennoch weiterhin, und Irving könnte das Loch auf der Eins stopfen. Jalen Johnson bliebe dann häufiger die Rolle des zweiten Creators, der die Offense aus der Bewegung prägen kann, aber nicht immer muss. Gerade im Halbfeld, wenn alles etwas enger und langsamer wird. Gleichzeitig könnte Johnson im Zweifel auch mehr übernehmen, ohne seinem Co-Star zu viel zu nehmen.

    Nun sind die Hawks weiter ein Team in der Entwicklung, gelten damit nicht zwingend als klare Destination für einen bald 35-Jährigen. Andererseits sind sie auch nicht mehr so jung. Johnson wird 25, Onyeka Okongwu 26, Alexander-Walker ist 28. Durch die Verpflichtungen von Lu Dort und Aaron Wiggins demonstrierte Atlanta zudem, dass im ersten vollen Jahr ohne Trae Young der nächste Schritt folgen soll. Mit Irving fiele er wohl größer aus.

    Da die Hawks kaum größere Verträge haben - Johnson ist kommendes Jahr mit 30 Millionen Topverdiener -, gestaltet sich der finanzielle Gegenwert durchaus kompliziert. Womöglich bräuchte es einen Mehr-Team-Trade. Dafür kann Atlanta Picks anbieten, die Dallas’ Entscheidung erleichtern.

    mehr zur NBA
    • "Produziert giftigen Abfall": Ex-Nr.1-Pick warnt vor LeBron James
    • Zahltag nach Strafe: 100 Millionen Euro für Leonard
    • Irrer Ansturm auf NBA-Spiele in Europa: Wemby sorgt für Rekordzahlen

    Max Marbeiter