vor 9 Stunden
Sieben Spiele in zehn Tagen
Der Basketball-Weltverband FIBA wird für die kommende Weltmeisterschaft der Frauen im Jahr 2030 Anpassungen am zuletzt kritisierten Zeitplan vornehmen.

"Am Ende hatten wir hier einen Zeitplan, den es in Tokio noch nicht noch einmal geben wird. Das kann ich bestätigen. Außer für Teams, die sich über das Playin qualifizieren, wird es keine Back-to-Backs geben", sagte Generalsekretär Andreas Zagklis auf Nachfrage von basketball-world.news am Sonntag vor den Finalspielen der laufenden WM in Berlin.
Das Turnier ist von der FIBA in zehn Tagen durchgezogen worden. Grund dafür ist vor allem die Überschneidung mit dem Kalender der WNBA, die für die WM pausiert. Die deutsche Nationalmannschaft, die am Sonntag im Spiel um Bronze gegen Spanien stand, wird letztlich sieben Partien im Turnierverlauf absolviert haben. Dreimal spielte der Gastgeber an aufeinanderfolgenden Tagen ("Back-to-Backs").
"Ich bin immer noch der Meinung, dass wir aus den Gegebenheiten beim Zeitplan das Beste gemacht haben. Ich möchte den Spielerinnen für ihr Verständnis danken", sagte Zagklis, der zugab, "dass es nicht perfekt war." Dabei wies er auf die Verbesserungen gegenüber der WM 2022 in Sydney hin: "In Sydney haben wir Viertelfinale, Halbfinale und Finale in drei Tagen gespielt. Und danach war die Botschaft der Spielerinnen klar: Das können wir nicht noch einmal machen."
Unter anderem hatte Deutschlands Schlüsselspielerin Leonie Fiebich am Samstag den engen Zeitplan kritisiert. Das Spanien-Spiel sei, "unser drittes Back-to-Back in diesem Turnier, was wahnsinnig ist. Ehrlich, das ist verrückt. In so einem Turnier, einer WM, drei Back-to-Backs zu haben", sagte die 26-Jährige. Auch Bundestrainer Olaf Lange hatte die Taktung der Partien zuvor bemängelt. Die nächste Weltmeisterschaft findet vom 26. November bis 8. Dezember 2030 in Tokio statt.
SID/red