vor 8 Stunden
Franzose tritt nach
Guerschon Yabusele verabschiedet sich erneut ohne Happy End aus der NBA. In einem Interview sprach der Franzose nun über seine Zeit und ließ dabei vor allem an den New York Knicks kein gutes Haar.

Guerschon Yabusele ist zurück in Europa. Wie schon vor sechs Jahren endet auch der zweite NBA-Aufenthalt des zweifachen olympischen Silbermedaillengewinners nach nur zwei Saisons. Für drei verschiedene Teams spielte der Forward in dieser Zeit, wobei seine Leistungen jeweils höchst unterschiedlich waren.
Nach einem guten Auftaktjahr in Philadelphia wechselte Yabusele zur vergangenen Saison zum späteren Meister aus New York, erhielt dort aber kaum eine Chance, erklärte er nun der spanischen Zeitung AS: "Wenn du in New York zwei, drei schlechte Spiele machst, wirst du schon zum Trade angeboten."
Überschaubare 8,9 Minuten erhielt er in 41 Saisonspielen für die Knickerbocker, wobei er auf magere 2,7 Punkte im Schnitt kam. Mehr Spielzeit sei Yabusele mit der Begründung verwehrt worden, dass nun mal die Starting Five jeweils mindestens 38 Minuten spielen würde. "Das lässt schon erahnen, was einen da erwartet. (...) Mir war schon sehr früh klar, dass es ein schweres Jahr werden würde", machte er deutlich.
In der Regular Season hatten die Knicks auch ohne Yabusele und trotz der späteren Meisterschaft ihre Probleme. Dem Franzosen zufolge lag das auch am Spielstil, den Trainer Mike Brown spielen ließ: "Das Interessante war, hätten wir in New York den Ball laufen lassen - ein bisschen so wie in Europa mit Real Madrid -, dann wären wir in der Eastern Conference auch Erster geworden."
Letztlich beendeten die Knicks die Regular Season auf dem dritten Platz hinter den Erstplatzierten Detroit Pistons und Zweitplatzierten Boston Celtics. Der Erfolg gab ihnen letztendlich trotzdem Recht, indem sich die Knicks nach über 50 Jahren Durststrecke erstmals wieder zum NBA-Champion krönen konnten.
jos