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    NBA

    vor 1 Stunden

    "Entsprechende Konsequenzen"

    Wolves als Vorbild: Silver äußert sich erstmals zur Clippers-Strafe

    Adam Silver hat sich erstmals zur harten Strafe gegen die Los Angeles Clippers geäußert und erklärt, dass die Minnesota Timberwolves dabei als Vorbild gedient haben.

    Steve Ballmer und Adam Silver
    Steve Ballmer wurde von Adam Silver gesperrt. USA TODAY Sports via Reuters Con

    "Ich glaube, jeder im Raum versteht, dass es zu den Kernaufgaben der Liga gehört, einen Regelrahmen zu haben, dem alle zustimmen, und dass es die Verantwortung der Liga ist, diese Regeln durchzusetzen", sagte Silver auf seiner ersten Pressekonferenz nach dem Bekanntwerden der Strafe gegen die Los Angeles Clippers. "Und dass es bei Regelverstößen entsprechende Konsequenzen geben wird", führte er aus. Nun sei der Fall nach seinen Angaben aber "geschlossen".

    Die Konsequenz aus dem Skandal um Kawhi Leonard besteht für die Clippers darin, dass ihnen fünf Erstrundenpicks aberkannt werden, sie 30 Millionen Dollar Strafe zahlen müssen und Besitzer Steve Ballmer für ein Jahr suspendiert wird. Zudem drohen dem Milliardär nun auch strafrechtliche Konsequenzen.

    Als Vorbild der Bemessung der Strafhärte dienten laut Silver die Minnesota Timberwolves. Nach dem Umgehen des Caps bei Free Agent Joe Smith im Jahr 2000 erkannte Ex-Commissioner David Stern den Wolves ebenfalls fünf Erstrundenpicks ab und sperrte die Verantwortlichen für ein Jahr.

    Kawhi Leonard
    Kawhi Leonard ist zu den Toronto Raptors gewechselt. IMAGO/Icon Sportswire

    Clippers-Strafe: Adam Silver will Balance finden

    Dabei war die Vergabe einer so drastischen Strafe für Silver offenbar keine einfache Sache. "Denn obwohl es sportliche Konsequenzen geben muss, wollen wir - falls diese Regeln verletzt wurden - weiterhin eine Liga mit 30 Teams bleiben", sagte Silver, dem es leid tut, dass die NBA "auch die Fans dieses Teams bestrafen" muss. Dies sei jedoch "die Balance, die wir zu finden versuchen", führte er aus.

    Dank Kevin Garnett waren die Wolves trotz der hohen Strafe Anfang des Jahrtausends über viele Jahre ein ernstzunehmendes Team, verspielten durch die Aktion aber ihre ganz große Chance auf den Titel. Wie sich die Strafe auf die Zukunft der Clippers auswirken wird, ist noch nicht einzuschätzen. "Ich glaube nicht, dass wir dieser Franchise dauerhaften Schaden zugefügt haben, aber es steht außer Frage, dass dies ein Rückschlag für das Team ist", meinte zumindest Silver.

    Nachdem die Clippers die Strafe Anfang der Woche offiziell akzeptiert hatten, wurde endlich auch der Trade von Kawhi Leonard nach Toronto offiziell, der lange in der Schwebe war.

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    gfr