11.03.2026
Big Man erinnert an sein Idol
Bam Adebayo war nach seinem historischen 83-Punkte-Auftritt überwältigt und hat anschließend an sein verstorbenes Idol Kobe Bryant erinnert.

"Wilt, ich, dann Kobe. Das hört sich total surreal an", sagte ein sichtlich emotionaler Adebayo nach der Partie. "Für mich ging es einfach darum, ruhig zu bleiben, fokussiert zu bleiben und zu verstehen, dass ich etwas Besonderes schaffen kann. Ich hätte nicht gedacht, dass es 83 Punkte werden. Aber diesen Moment zu erleben, ist surreal, vor allem zu Hause, vor meiner Mutter, vor meinen Leuten und vor unseren Fans. Das ist ein historischer Moment, an den man sich für immer erinnern wird", schwärmt er.
Auch an Kobe, den er um zwei Zähler überholt hat, erinnerte er nach dem Spiel. "Ich frage mich, was er sagen würde. 83 Punkte zu erzielen und ihn damit zu überholen. Ich denke die ganze Zeit darüber nach, was er mir sagen würde. Denn ich wollte immer einmal ein Gespräch mit ihm führen. Wahrscheinlich würde er mir sagen, ich soll es noch einmal machen. Es ist einfach surreal, in einer Reihe mit jemandem zu stehen, den man als Kind idolisiert hat", sagte Adebayo.
Dabei waren die 83 Punkte ein ordentliches Stück Arbeit. Der Big Man warf über 40 Mal aus dem Feld und von der Freiwurflinie und auch über 20 Mal von Downtown. "Eine absolut surreale Nacht. Offensichtlich hatten wir das Glück, in dieser Halle schon viele große Momente zu erleben. Dieser hier ist einfach passiert. Solche Momente entstehen und ich bin dankbar, dass wir alle Teil davon sein und ihn miterleben durften", freute sich auch Heat-Coach Erik Spoelstra nach der Partie.
Der Heat-Coach ließ seinen Superstar auch am Ende des Spiels noch auf dem Parkett, um den Rekord zu jagen, während die Partie schon längst entschieden war. "Als er bei 50 Punkten war, dachten wir: Okay, vielleicht schafft er 60. Und als er bei 60 war, ging es einfach weiter. Da dachten wir: Dann können wir auch gleich die 70 anpeilen", erklärte Spoelstera. Nach drei Vierteln stand Adebayo bereits bei 62 Zählern, ehe er im Schlussviertel weitere 21 draufpackte. "Und da habe ich nicht einmal mehr daran gedacht, ihn auszuwechseln. Wir haben einfach weitergemacht", führte sein Coach aus.

Auch Wizards-Coach Brian Keefe verneigte sich nach dem Spiel vor der Leistung des 28-Jährigen, auch wenn er mit einigen der Pfiffe, die zu den 43 Freiwurfversuchen (neuer NBA-Rekord) geführt haben, nicht einverstanden war. "Man muss ihm Anerkennung zollen. In der ersten Halbzeit hat er überragend geworfen und sehr gut gescort. Im dritten Viertel hat er dann auch wieder ein paar Aktionen gehabt. Sie haben ihn natürlich im Spiel gelassen, und es wurden viele Fouls gepfiffen - allein 16 Freiwürfe im vierten Viertel. Ich habe versucht, den Ball aus seinen Händen zu bekommen. Trotzdem hat er noch Freiwürfe bekommen, teilweise 40 Fuß vom Korb entfernt. Einige dieser Pfiffe kann ich nicht erklären. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen", sagte Keefe.
Durch seinen Auftritt ist Adebayo an Kobe vorbeigezogen und steht in der Liste der Spieler mit den meisten Punkten in einem Spiel nur hinter Wilt Chamberlain.
gfr